Dieses 662 Seiten starke Werk wurde von Will-Erich Peuckert in den Nachkriegsjahren erarbeitet. Anhand von zahlreichen Beispielen aus Kulturen der ganzen Welt wird die Entstehung und die gesellschaftliche Bedeutung von Geheimbünden erörtert. Das Buch ist sehr sachlich und verständlich geschrieben - was auch dazu führt, dass Bräuche und Zeremonien so beschrieben werden, wie sie tatsächlich statt fanden oder finden, ohne sie mit unseren westlichen gesellschaftlichen Anschauungen zu bewerten.
Wer allerdings anhand des Titels nun erwartet, Informationen über bestimmte Geheimkulte oder Geheimbünde zu erhalten, wird enttäuscht: Vielmehr wird eine geschichtliche Zeitreise beschrieben, die auf soziologische und gruppenpsychologische Hintergründe aufmerksam macht und Vergleiche zwischen ihnen anstellt. Trotz des eigentlich wissenschaftlichen Charakters dieses Buches, ist es eine angenehme Lektüre, die auch Laien zu empfehlen ist. Durch die Beschreibung von verschiedensten Initiationsriten, Mysterien, Funktionen von Masken, etc. bis hin zu den Traditionen der Freimaurer, sorgt dieses Buch für Spannung und schürt immer wieder neues Interesse.