Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Geheimes Wissen. Verlorene Techniken der Alten Meister wieder entdeckt von David Hockney
 
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Geheimes Wissen. Verlorene Techniken der Alten Meister wieder entdeckt von David Hockney [Gebundene Ausgabe]


4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


‹  Zurück zur Artikelübersicht

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

"Ein Wunder, was für ein Realismus, welche Ähnlichkeit", so staunten die Zeitgenossen Raffaels über das Porträt von Papst Leo X. im Jahre 1516. Nicht nur das Gesicht des Papstes, auch sein Gewand und die Details sind außerordentlich realistisch und plastisch dargestellt. Wie war Raffael diese selten zuvor erreichte Ähnlichkeit gelungen? Hatte er sich ausschließlich auf sein Können und Augenmaß verlassen? Oder hatte er vielleicht Hilfsmittel dafür verwendet? Diese Fragen ließen den bekannten Pop-Art Künstler David Hockney nicht mehr los. Zwei Jahre lang untersuchte er zahlreiche Gemälde verschiedener Maler zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert. Immer mehr gelangte er dabei zu der Gewißheit, dass Maler wie Leonardo da Vinci, Dürer oder Caravaggio Spiegel und Linsen für ihre künstlerische Tätigkeit verwendet hatten.

Geheimes Wissen schildert, wie Hockney zu seinen spannenden Entdeckungen kam. Über hundert Werke aus unterschiedlichen Epochen stellt er hier einander gegenüber und zeigt Entwicklungen und Veränderungen in der Malweise von Gesichtern, Gewändern oder perspektivischen Räumen auf. Anhand der Beispiele erklärt er, warum er glaubt, dass zahlreiche dieser alten Gemälde keine Freihandskizzen als Grundlagen haben, sondern abgepauste Projektionen, die mit Hilfe von alten optischen Geräten wie der Camera lucida oder einfachen Spiegel-Linsen entstanden.

Neben Hockneys ausführlichen Bildanalysen enthält der Band Textdokumente zur Funktionsweise optischer Projektionsinstrumente, sowie den Briefwechsel, den Hockney im Laufe dieser zwei Jahre mit verschiedenen Fachleuten und Experten geführt hat. Alle besprochenen Werke sind farbig in hervorragender Qualität abgebildet, häufig mit mehreren Detailansichten. Ein Buch, das zum genauen Hinsehen verführt. Die Bilder der alten Meister werden zu geheimnisvollen Dokumenten ihrer Entstehungsgeschichte. Allerdings sollte man dabei nicht vergessen, dass eine Projektion allein noch kein Gemälde macht. --Britta Müller

Kurzbeschreibung

David Hockney, einst Mitbegründer der Pop Art und einer der bedeutendsten und beliebtesten zeitgenössischen Maler, hat die großen Meisterwerke der Kunstgeschichte unter die Lupe genommen. Dabei hat er eine erstaunliche Entdeckung gemacht, die kein Zufall ist: Anfang des 15. Jahrhunderts, in einer relativ überschaubaren Zeitspanne bekommen die Gemälde plötzlich eine Präzision und Lebendigkeit, die einem Qualitätssprung gleichkommt. Diese Entdeckung, von der Zunft der Kunsthistoriker bis heute nicht kommentiert, ließ ihm keine Ruhe mehr. Er begann, eine Vielzahl von Bildern systematisch zu untersuchen und diskutierte seine Beobachtungen bald in einem ausgedehnten Briefwechsel mit seinem englischen Freund und Fachmann Martin Kemp sowie mit anderen internationalen Experten aus Kunst und Naturwissenschaft. Seine Aufsehen erregende These: Die Künstler hatten sich beim Malen nicht allein auf ihr Auge verlassen, sondern optische Hilfsmittel eingesetzt. Maler wie Leonardo, van Eyck, Holbein, Caravaggio, Velásquez und später auch Ingres verwendeten Spiegel, Prismen und Linsen, die ihnen neue Möglichkeiten der Darstellungen der Wirklichkeit boten. Es bedurfte eines „Handwerkers“ wie Hockney, um die Kunsthistoriker mit dieser These zu konfrontieren. In diesem Buch, das zeitgleich mit der englischen Ausgabe erscheint, lässt uns Hockney erstmals an seinen spannenden Untersuchungen teilhaben, die das Geheime Wissen der Alten Meister enthüllen. Anhand von umfangreichem, brillantem Bildmaterial, eigenen Skizzen und einem höchst erhellenden Briefwechsel werden Entwicklungen dargestellt und Argumente ausgetauscht. Der Leser wird so in eine der interessantesten kunsthistorischen Debatten unserer Zeit hineingezogen, die ihn in Zukunft die Alten Meister mit neuem Vergnügen betrachten lässt. Hockney schlägt darüber hinaus den Bogen in die Gegenwart, hinterfragt die Möglichkeit im Computerzeitalter und gibt Impulse für das moderne Kunstschaffen.

Über den Autor

David Hockney wurde 1937 in England geboren und ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler. Der Wahlkalifornier, der in jungen Jahren die britische Kunstszene aufrüttelte, wird zu den Pionieren der Pop Art gezählt. Durch seine Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der Kamera gilt Hockney heute als Erneuerer der Fotokunst. Neben Gemälden schuf der Künstler eine große Anzahl von Zeichnungen, Radierungen und BÜhnenbildern.
‹  Zurück zur Artikelübersicht