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Geheime Nachrichtendienste und Funkaufklärung im Zweiten Weltkrieg: Deutsche und alliierte Agentenfunkdienste in Europa 1939-1945
 
 
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Geheime Nachrichtendienste und Funkaufklärung im Zweiten Weltkrieg: Deutsche und alliierte Agentenfunkdienste in Europa 1939-1945 [Gebundene Ausgabe]

Günther K.Weiße
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 511 Seiten
  • Verlag: Ares-Verlag,Graz; Auflage: 1., Auflage (19. Juni 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3902475641
  • ISBN-13: 978-3902475640
  • Größe und/oder Gewicht: 23,6 x 15,4 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 415.703 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Günther K. Weiße
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Des Rätsels Lösung Sachbuch statt Roman: Die historischen Fakten und Hintergründe zu „Enigma“ im Buch „Geheime Nachrichtendienste und Funkaufklärung im Zweiten Weltkrieg in Europa“. Der Roman „Enigma“ von Robert Harris machte die Bedeutung geheimer Nachrichtenübermittlung im Zweiten Weltkrieg einem breiten Publikum bekannt. Experten wissen freilich schon lange, dass die Nachrichtendienste eine wesentliche Rolle für die Kriegsentscheidung spielten. Vor allem die britischen Dechiffrierspezialisten, die unter dem Decknamen „Ultra“ den deutschen Funkverkehr entschlüsselten, hatte entscheidenden Anteil am Verlauf der kriegerischen Ereignisse. Autor Günther K. Weiße, der selbst den Großteil seiner militärischen Dienstzeit in der Nachrichtengewinnung verbrachte, beleuchtet in diesem Buch die verschiedenen europäischen Nachrichtendienste und deren Funkaufklärungsorganisationen. Untersucht werden aber nicht nur die „großen“ Geheimdienste der führenden Kriegsparteien Großbritannien, Frankreich, Deutschland, USA und Sowjetunion, sondern auch der Beitrag kleinerer Länder, wie der skandinavischen Staaten, Polens, Italiens und der Schweiz, zu Funkaufklärung und Geheimdiensttätigkeit. Anschaulich spürt Weiße dem Stellenwert nach, den die Nachrichtendienste auf den einzelnen Feldzügen einnahmen. Ob Polenfeldzug oder Westfeldzug, ob im Mittelmeerraum, an der Ostfront oder auf dem Balkan – überall spielten die Geheimdienste eine unterschiedlich große Rolle, ihr Einfluss auf das Kriegsgeschehen lässt sich bis in die letzten Kriegsphasen nachweisen. Teile der Geschichte des Zweiten Weltkriegs entpuppen sich unter diesem Aspekt ein wenig anders als bisher beschrieben. Fazit des Buches: Nicht nur die energische Kampfkraft der Soldaten konnte über Sieg oder Niederlage entscheiden, sondern auch die technische Aufklärungsarbeit der Geheimdienste.

Über den Autor

Günther K. Weiße war jahrelang in militärischen Verwendungen eingesetzt, die mit Nachrichtengewinnung und Absicherung verbunden waren. Heute arbeitet er als freiberuflicher Sicherheitsberater.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Wahrheit kommt ans Licht 17. Oktober 2009
Von Osorno
Format:Gebundene Ausgabe
Wer geglaubt haben sollte, dass die Wahrheit über die geheimen Vorgänge hinter den Kulissen des Zweiten Weltkrieges nach über 60 Jahren längst bekannt sei sollte Weises neues Buch über Nachrichtendienste und Funkaufklärung lesen.
Geradezu unglaubliche Fakten werden in grösster Fülle,aber ganz nüchtern und sachlich, präsentiert. Am meisten haben mich Weises Hinweise beeindruckt dass Deutschland-ähnlich wie die Alliierten mit ENIGMA/ULTRA - oft recht genaue Kenntnisse über die Pläne der Gegner hatte. Etwas oder "jemand " scheint jedoch immer wieder verhindert zu haben dass daraus die richtigen Schlüsse werden konnten.
Unbedingte Kaufempfehlung !
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch ist schwere Kost. Es ist eine Organisationsgeschichte der Funkaufklärung während des Zweiten Weltkriegs. Der Schwerpunkt liegt im deutschen Organisationsgestrüpp, aber auch die hauptsächlichen Feindmächte Deutschlands werden mit ihren Organisationen aufgeblättert. Das Buch enthält einen grundlegenden organisationsbezogenen Teil auf den ersten zweihundert Seiten, sodann wird das Organisatorische des Einsatzgeschehens an der Chronologie der Kriegsereignisse und der Kriegsschauplätze gespiegelt. So gesehen ist das Buch ein einmaliges Nachschlagewerk. Es setzt voraus, dass dem Leser der Kriegsverlauf in seinen politischen und militärischen Dimensionen präsent ist.

Hinzuzufügen wäre, dass das Buch als Feierabendlektüre nicht taugt. Wer den menschlichen Faktor sucht, wird nicht oder nur am Rande bedient, aber auch die Ergebnisse dieser Branche, das was der Engländer "production" nennt, findet bestenfalls im Hintergrund statt. Statt dessen, das sei nochmals betont, liegt der Schwerpunkt der Schilderung im Organisatorischen, hier ist die Schrift einmalig, sie besitzt nahezu Katalogcharakter, in einem Dschungel von militärischen Einheiten, Verbänden, Stützpunkten, Ausstattungen, technischen Möglichkeiten, die kein Mensch im Kopf haben kann, der sich mit der Geschichte des sog. Krieges im Äther beschäftigen will.

Hinzuzufügen wäre, und auch das schimmert bei Weiße immer wieder durch, dass das preußisch Kommisshafte und das Filigrane, auf Phantasie und technischen sowie naturwissenschaftlichen Verstand setzende nicht gemeinsam unter einen deutschen Stahlhelm passten. Zu Recht bemüht Weiße die kritischen Bemerkungen des Finnen Jukko Mäkkela, der mit Staunen und Unverständnis über seine Einblicke in die deutsche Art der Funkaufklärung berichtet hat. Auch gegenüber den Engländern offenbarten sich erstaunliche Auffassungsunterschiede. Auch das wird wie beiläufig erwähnt.

Wenn eingangs der Rezension vom Organisationsgestrüpp die Rede ist, so fragt sich der Rezensent, nachdem er das Buch zur Seite legt, ob der Begriff nicht zu beschönigend, zu niedlich ist. So hatte, was zunächst einmal nicht weiter verwundert, jede der deutschen Teilstreitkräfte ihre eigenen Strukturen gebildet. Diese auf der Wehrmachtsebene zusammenzufassen, wenigstens aber gescheit zu koordinieren, ist weder vor noch während des Krieges gelungen. Das OKW-Amt Nachrichtenverbindungen war keine Kommandobehörde und bildete stattdessen weitere Parallelstrukturen und das OKW-Amt Ausland/Abwehr fiel dadurch auf, dass es vor dem Krieg freiwillig auf diese wichtigste aller Nachrichtenbeschaffungsmethoden der Neuzeit verzichtete. Sein vielgepriesener Chef Canaris hatte offenbar kein Verständnis für diese Dinge und jedes organisatorische Denken war ihm fremd. Stattdessen reiste er in der Gegend herum und unterhielt sich mit seinen Dackeln.

Nicht zum Wenigsten war es diesem Unvermögen geschuldet, dass sich der deutschen Militärgeheimdienst, die Abwehr, ungehindert aufblähte, bis er wegen Verfettung in Agonie verfiel. Weiße hat recht, diesen Wildwuchs im Einzelnen nachzuzeichnen, würde den Rahmen jeden Buches sprengen. In einem allerdings irrt er: der Major Lothar Eisenmenger, der im Frühsommer nach Fernost entsandt wurde, war nicht der Leiter der KO Fernost, das war ein anderer (Louis Theodor Siefken - das war vielleicht eine Type!), den Eisenmenger durch eine unglaubliche Intrige Ende 1942 beiseite räumte, was er, verständlich genug, nach dem Krieg bei Schilderung seiner Heldentaten verschwieg.

Auch andere Personen, wie Reinhard Gehlen und Leopold Trepper, verdienen aus der Sicht des Rezensenten deutliche Korrekturen. Man hüte sich, die Memoiren dieses ungleichen Paares für bare Münze zu nehmen. Das soll hier nur angedeutet werden, da das Menschliche und das Operative nicht im Schwerpunkt der Betrachtungen des Buches liegt.

Und schließlich: Die Wehrmacht war nicht die einzige Stelle, die sich mit der Funkaufklärung befasste: Daneben und überlappend traten auf: Das Auswärtige Amt, das Propagandaministerium mit dem Seehausdienst, das Forschungsamt, die Forschungsstelle der Reichspost und, wenn auch bis kurz vor Toresschluss nur am Rande, das Reichssicherheitshauptamt. Sie alle führten Krieg: meist gegeneinander.

In summa: Ein wichtiges Buch zur Aufhellung des Kriegs im Dunkeln, oder, wie man in Bezug auf Weißes Thema besser sagen müsste: des Kriegs im Unsichtbaren.
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