Nachdem ich bereits eine Rezension zum "roten" Buch verfaßt habe, nun auch eine zum "blauen" Buch: Ich hatte eigentlich gedacht, daß man Methodik und Quellenmangel des "roten" Buches nicht mehr unterbieten könnte, doch das "blaue" Buch hat mich eines besseren belehrt. Es geht ja fast nur mehr um UFOs und Außerirdische! UFOs im antiken Rom, bei Karl dem Großen, Satelliten auf einer antiken Münze - und das alles ohne Vergleichswerte, ohne Quellenangaben, die Glaubensbereitschaft des Lesers wird aufs äußerste strapaziert. Leider geschieht das durch einen Autor, der die Geschichtswissenschaft der Manipulation bezichtigt - ein Vorwurf, der für etliche Historiker gewiß zutreffen mag. Doch wer den ersten Stein wirft, sollte selber sündlos sein ... Die Geschichte mit den Ägyptern in Australien hat wirklich Wert, doch auch dort wünschte man sich auch klare Quellennachweise. Die Piri Reis Karte ist nun sattsam bekannt, die Versuche, sie in Peking zu finden, aber mehr als rührend. Warum sucht man sie nicht in Indien? Warum nicht in Japan? Ich wünschte mir selbst, sie würde gefunden, aber so? Wenn Napoleon sich als "Charlemagne" bezeichnet, dann ist das nur ein Vergleich, keine Identifikation! Die Geschichten von Bush, 9. September, Ghadaffi und Apollo 11 sind interessant, aber wo sind die Quellennachweise? Hausdorf schreibt nach dem Muster: Ich hab' da wo etwas Interessantes aufgeschnappt ... und erzählt einfach drauflos. Die Geschichte mit den goldenen Platten des Moroni und deren "Übersetzung" durch Joseph Smith, den Mormonenpropheten, ernstzunehmen und ernsthaft über die Inhalte zu berichten und dabei anzunehmen, es handle sich um tatsächliche, aber eben geheimgehaltene Geschichte, offenbart etwas über den schein- und unwissenschaftlichen Zugang des Autors zu seinem Thema "Geheime Geschichte". Schade um Geld und Zeit. Das Thema hätte einen besseren Anwalt verdient.