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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Aubrey/Maturin 4: Ein klassischer Seekriegsroman, 10. März 2004
Nach fast vierjähriger Veröffentlichungspause schickte Patrick O'Brian seine beiden Helden 1977 mit „The Mauritius Command" (so der Originaltitel) erneut auf hohe See. Zum ersten Mal wurde vom deutschen Verleger somit ein halbwegs passender deutscher Titel gewählt - leider eine Ausnahme nicht nur für diese Serie, sondern für das marinehistorische Genre im Allgemeinen. Jack Aubrey, inzwischen glücklich verheiratet, bekommt durch die Vermittlung seines Freundes, des Schiffsarztes und Geheimagenten Stephen Maturin, zum ersten Mal den Posten eines Kommodore übertragen. Sein Auftrag: Mit seinem Geschwader die französischen Stützpunkte Mauritius und La Réunion zu erobern und England somit einen entscheidenden Vorteil im Seekrieg gegen Frankreich zu verschaffen. Keine leichte Aufgabe, denn Aubrey muss sich nicht nur mit den Franzosen, sondern auch mit Nachschubproblemen, renitenten Kapitänen und sturköpfigen Admiralen herumschlagen. Es verbietet sich, an dieser Stelle mehr Details der Handlung zu verraten, nur soviel sei gesagt: Nicht umsonst hat man Aubrey in der Flotte den Beinamen „Lucky Jack" gegeben... „Geheimauftrag Mauritius" ist im Gegensatz zu seinen Vorgängern ein nahezu klassischer Seekriegsroman. Abgesehen von der einleitenden Landpassage steht die militärische Operation deutlich im Vordergrund, und es spricht für den Autor, dass weder dies noch das enge historische Korsett, in das er seine Helden zwängt, dem Roman zum Nachteil gereichen. Im Gegenteil: Während der gesamten Lektüre merkt man dem Buch an, dass hier einer schreibt, bei dem literarisches Talent und Faktenkenntnis eine perfekte Symbiose eingehen, denn kein anderer Autor marinehistorischer Romane versteht soviel von Seemannschaft und der Geschichte der Royal Navy wie Patrick O'Brian. Dies alles noch verbunden mit der liebevollen Charakterzeichnung nicht nur seiner Haupt-, sondern auch der Nebenfiguren (wie z. B. Preserved Killick, Aubreys ewig grummelndem Steward), machen auch diesen Roman wieder zu einem vollendeten Lesevergnügen. Wer jetzt Lust auf mehr bekommen hat: Eine Aufstellung aller Aubrey/Maturin-Romane findet sich in meiner Lieblingsliste „Aubrey & Maturin komplett"
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein wirklich historischer Roman, 18. März 1999
Von Ein Kunde
Mit "Geheimauftrag Mauritius" fügt O'Brian seine Helden Jack Aubrey und Stephen Maturin ein weiteres Mal in ein wahres historisches Ereignis ein. Er zeichnet in nahezu "originalgetreuer" Form das Kommando von Kapitän James Rowley nach, der im Jahre 1809 von der britischen Admiralität ausgesandt wurde, um die französischen Flottenstützpunkte Mauritius und Réunion im indischen Ozean zu erobern. Die Namen der Schiffe und der anderen Kommandanten stimmen mit der historischen Realität überein. Zu Beginn des Romans befindet sich Jack Aubrey auf seinem Landsitz in Südostengland. Trotz seiner Frau Sophia und den Zwillingen sehnt er sich nach der See und einem neuen Schiff. Da platzt sein alter Freund Stephen Maturin herein, der ihm ein höchst brisantes Kommando verschafft hat: Er soll das Kommando über die 38-Kanonen Fregatte 'Boadicea' übernehmen, nach Kapstadt segeln, und dort als Kommodore das Kommando über ein Fregattengeschwader zu übernehmen. Von Kapstadt aus soll er die Inseln Mauritius und Réunion erobern, von wo aus der britische Indienhandel empfindlich gestört wird. Der Auftrag der Admiralität ist geheim und von entscheidender Bedeutung für den Ausgang des Seekrieges gegen Frankreich. Die Sache wird ihm entweder "ein Baronet einbringen"(so sein Freund Maturin) oder, sollte er versagen, seine Karriere beenden. Und so schlägt sich Aubrey mit zerstrittenen Geschwaderkapitänen, Nachschubproblemen und den starken Franzosen herum. Nun zum dritten Male fügt O'Brian seine Helden in die Geschichte ein. Das bietet dem vor allem historisch interessiertem Leser natürlich eine Menge, jedoch hält er sich diesmal so streng an die historische Wirklichkeit, dass man ihm schon beinahe einen Mangel an Fantasie vorwerfen könnte. Aber O'Brian schafft es, dieses Ereignis spannend und facettenreich nachzuerzählen. Wie üblich können wir uns, was die Erklärung der Seemannschaft und die Darstellung der Freundschaft Maturins und Aubreys(die in diesem Roman deutlich "reifer" erscheinen) betrifft, auf O'Brian verlassen. Vielleicht der O'Brian Roman, der am besten die Probleme und die Härte der Seekriegsführung darstellt, und dabei auf übertriebenen Pathos und auf Kriegsverherrlichung verzichtet.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
sehr gelungener Ausflug auf die hohe See!!!, 20. Dezember 2003
Captain Audrey hält sich schon seit längerem auf seinem Anwesen in England auf. Zur Zeit ist ohne Schiff und nur auf halben Sold. Auch mit seiner Stimmung steht nach diesem längeren Landurlaub nicht zum Besten. Dies ändert sich jedoch, als er Besuch von seinem alten Freund Maturin bekommt. Es stellt sich schließlich heraus, dass Jack wieder ein Kommando übernehmen soll. Er den Befehl sich um die französischen Schiffe im Indischen Ozean zu kümmern. Dies soll er jedoch nicht allein tun. Es wird im sogar in Aussicht gestellt, dass er das Kommando über ein Geschwader übernehmen könnte. Insgesamt gesehen finde ich den Schreibstil über die gesamte Lesestrecke sehr ansprechend. Die Handlung behält immer so einen gewissen drive, dem man sich nicht so leicht verschließen kann. Hierzu tragen natürlich die Figuren von Aubrey und Maturin bei. Ihre Chraraktere und ihre Gespräche untereinander sind sehr vielschichtig und interessant dargestellt. Ebenfalls gelungen finde ich die Schilderungen, die den Alltag auf dem Schiff beschreiben. Es sollte jedoch erwähnt werden, dass einige Fachbegriffe verwendet werden. Einige sind jedoch im Anhang erklärt und ich fand das insgesamt nicht störend. Auch die Seegefechte sind sehr backend und mitreißend geschildert. Es wird deutlich welche Fazination, dass Seefahrerleben früher ausgestrahlt haben muss. Auch von historischen Hintergrund ist die Geschichte sehr interessant. Desweiteren wird auch der Einfluss oder das Ansehen der Admiralität im Buch sehr gut beschrieben, diese kommen dabei jedoch nicht immer ganz so gut weg. Wie schon gesagt ist dies das erste Buch, was ich von diesem Autor lese. Nach dieser Lektüre bin ich schon sehr positiv gestimmt. Der Autor überzeugt mich von vorne bis hinten mit seinem Schreibstil, der Darstellung der Figuren und der Beschreibungen der Situationen auf hoher See. Ich wurde jedenfalls sehr gut unterhalten. Fazit: voll empfehlenswert!!!!!
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