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Geh und sieh (OmU)
 
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Geh und sieh (OmU)

Alexei Krawtschenko , Olga Mironowa , Elem Klimov    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Alexei Krawtschenko, Olga Mironowa, Ljubomiras Laucevicius
  • Regisseur(e): Elem Klimov
  • Komponist: Oleg Jantschenko
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Russisch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Icestorm Entertainment GmbH
  • Erscheinungstermin: 15. November 2005
  • Produktionsjahr: 1985
  • Spieldauer: 137 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000BYVPOA
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 22.180 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Belorussland 1943. Der 14jährige Florian schließt sich gegen den Willen seiner Mutter den Partisanen an. Für ihn ist der Krieg noch ein Spiel. Als die Partisanen in den Kampf ziehen, soll er im Lager bleiben und mit den Alten und Kindern ein Reservelager einrichten. Auch das junge Mädchen Glascha, die Geliebte des Partisanenführers Kosatsch, bleibt zurück. Beide geraten in einen barbarischen Bombenangriff und überleben nur durch ein Wunder. Florian lädt Glascha ein, ihm in sein Dorf zu folgen. Doch dies ist menschenleer. Sie begeben sich in die sicheren Wälder, wo Florian seine Mutter und Schwestern vermutet. Noch ahnt er nicht, dass die Dorfbewohner bei einer Vergeltungsaktion niedergemetzelt wurden. Im Wäldchen treffen sie auf eine Gruppe Überlebender. Florian will der Gruppe helfen. Doch nach einem misslungenen Vorhaben muss er mit ansehen, wie die Bewohner eines Dorfes in die Kirche getrieben und verbrannt werden. Florian gelingt die Flucht, doch die traumatischen Erlebnisse lassen den Jungen innerhalb kürzester Zeit altern...

Produktbeschreibungen

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
77 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von el-brazo
Format:DVD
Elem Klimovs GEH UND SIEH würde ich jederzeit 5 Sterne geben. Die DVD, die der deutsche Hersteller "Icestorm Entertainment" verbrochen hat, ist aber nur wert, dass man ausdrücklich vor ihr warnt. Sie präsentiert den Film als Abzug einer bereits reichlich ausgeleierten Kopie mit fest eingebrannten deutschen Untertiteln, was an sich schon traurig genug ist. Unentschuldbar allerdings ist das stümperhaft durchgeführte Bild-Abschneiden oben und unten, durch die dem Film ein Widescreen-Format aufgezwungen werden soll, für das er niemals gedacht war.

In zahlreichen Szenen geht die Bildkomposition verloren, weil an den Rändern entscheidende Details weggeschnitten wurden. Selbst die bereits in der Filmkopie fest eingebrannten deutschen Untertitel wurden beim Abschneiden nicht verschont, weshalb an etlichen Stellen Buchstaben mit Unterlängen ("q", "p", "j" usw.) nur unvollständig zu sehen sind. Am ärgerlichsten an der ganzen Geschichte ist, dass diese Verstümmelung vollkommen unnötig war: GEH UND SIEH wurde in 1,33:1 gedreht, Punkt und Ende. Für die DVD lag eine korrekt formatierte Vorlage vor, Punkt und Ende. Der Rest ist Inkompetenz und Respektlosigkeit vor dem Film!

Ich bin nach dem Kauf der deutschen DVD auf eine englische Veröffentlichung des Herstellers "Nouveaux Pictures" gestoßen, bei der es sich um eine Doppel-DVD handelt. Hier liegt der Film im korrekten Format und mit englischen Untertiteln vor. Verwendet wurde ein Master vom "Russian Cinema Council" RUSCICO, das zwar auch nicht perfekt, aber um Klassen besser ist als das der deutschen DVD. Die Extras beinhalten unter anderem Interviews mit Elem Klimov und dem Hauptdarsteller sowie zwei zeitgenössische russische Dokumentationen über Nazi-Verbrechen und den Partisanenkrieg. 5 Sterne für die englische DVD, 1 für die deutsche.
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44 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Polygraph
Format:DVD
Der Titel des Films entstammt dem Neuen Testament, er steht im Sechsten Vers des Buches der Offenbarung. "Geh und Sieh" sagt das Lamm zu Johannes, und zeigt ihm dann das Ende der Welt.

Der Regisseur Elem Klimov, der bis heute in Westeuropa nur sehr wenig Würdigung fand, hat mit diesem Film nicht nur den einzigen Kriegsfilm mit künstlerischer, surrealer Note, sondern meiner Meinung nach den einzig wirklichen Anti-Kriegsfilm gedreht.
Das Motiv des tapferen idealistischen Jungen, der sich im "Großen Vaterländischen Krieg" der Armee anschliesst, war in der Sowjetunion ein sehr beliebtes Motiv. Ähnliche Verarbeitung findet sich in Tarkovskys "Iwans Kindheit", doch obwohl sich Tarkovsky einige kritische Töne über den Sinn des Kriegs erlaubt hat, ist sein Film nicht mit dem markerschütternden Film von Elem Klimov zu vergleichen.

In diesem Film erleben wird die vollständige Zerstörung eines jungen Gemüts durch den Krieg. Der vierzehnjährige Florya schliesst sich mit Träumen von Ruhm und Heldentum den Partisanen an und erlebt bereits an seinem ersten Tag die Hölle. Und der Zuschauer mit ihm.

Wir durchleben in diesem Film den schlimmsten Alptraum eines jeden Kindes: Fremde Männer kommen in unser Haus, zerstören unsere vertraute Umgebung, nehmen mit, was sie wollen, verschleppen unsere Eltern, Geschwister und Freunde und lassen uns alleine. Im Zweiten Weltkrieg geschah es millionenfach, in jedem Krieg geschieht es.

Die fast vollkommen wortlose Rolle Floryas ist unumstritten die beste Darstellung eines minderjährigen Darstellers, die ich jemals in einem Film gesehen habe. Das ausdrucksstarke Gesicht des Schauspielers, das im Laufe des Films immer härter und ausgemergelter wird, spiegelt das nackte Entsetzen. Am Ende hat Florya jegliche Kindlichkeit, jede Gefühlsregung verloren, und bewegt sich wie ein gebrochener alter Mann.

Es gibt in diesem Film kein Pathos, kein Heldentum, keine Schuldzuweisung und auch keine Erlösung. Der Krieg ist für den Soldaten die selbe Hölle wie für den Zivilisten. Der Schaden, den der Krieg anrichtet ist nie wieder zu reparieren, die letzte Minute des Films, verdeutlicht es ebenso verstörend wie meisterhaft. Bei der gegenwärtigen Welle von „Anti“-Kriegsfilmen, wie „James Ryan“ und „Pearl Harbour“, die alle doch das ideal des tapferen, heldenhaften, opferbereiten Soldaten hochhalten ist es nur allzunötig, dass „Geh und Sieh“ eine stärkere Würding erfährt. Florya verliert nicht nur alle Menschen, die er liebt- er verliert alle Menschen, die er trifft.

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48 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Martin Ostermann TOP 500 REZENSENT
Format:DVD
Der "große vaterländische Krieg" wird noch heute der 2. Weltkrieg in Russland genannt. Es war und ist im Bewusstsein der Menschen ein Krieg, in dem es um die eigene Existenz und die Existenz des ganzen Volkes ging. Alles stand auf dem Spiel. Zuvor hatte diese SS-Einheit ein Dorf besetzt, alle Bewohner in eine große Scheune gesperrt und dort bei lebendigem Leibe verbrannt. Mit dem Betrachter wird auch der 14jährige Flory Zeuge dieser Tat. Mehr oder weniger zufällig gelang es ihm zuvor aus der Todesfalle herauszukommen.
"Geh und sieh!" ist eigentlich seine Geschichte. Wie er zu Beginn seine Familie verlässt und zu den Partisanen stößt. Die lassen ihn als Jüngsten aber mit anderen im Lager zurück, welches wenig später bei einem deutschen Luftangriff zerstört wird. Das heimische Dorf ist bei Florys Rückkehr verlassen und hinter einem Haus stapeln sich Leichen, auch Folrys Familie ist ermordet worden. Immer wieder kommt es aber auch zu Situationen, wo dieser Junge Kind ist und lauthals lacht, wo es Normalität inmitten des Wahnsinns gibt. Die Beibehaltung der russischen Originalsprache verstärkt diesen lebensnahen Eindruck.
Am Ende des Films sieht man in das Gesicht dieses Jungen und es wirkt wie das Gesicht eines Greises. Das Gesicht eines Menschen, der mehr gesehen hat, als er ertragen kann.
Obwohl dieser Junge eindeutig Opfer ist, nimmt sich die Filmerzählung immer wieder Zeit, die verschiedenen Dimensionen auszuloten: Krieg verändert die Menschen und hat seine eigenen Gesetze und es wirkt fast wie Hohn, dass der gefangen genommene deutsche Offizier, der Frauen und Kinder ermorden ließ, um sein Leben bittet, weil er "nicht hierher gehört" und sich zuhause "um seine Enkel kümmern sollte".
Meisterregisseur Elem Klimow inszenierte seinen einzigartigen Film bewusst realistisch und grausam, was ihm bei den Moskauer Festspielen 1985 den Hauptpreis und in Venedig viel Beachtung einbrachte. Es ist ein Film, der in der Schonungslosigkeit seiner Bilder nicht frei ist von Manipulation, aber dabei den hoch anzurechnenden Versuch macht, wenigstens Bilder für das Unfassbare und Unaussprechbare zu finden. Es sind apokalyptische Bilder, die das unmenschliche und sinnlose Grauen des Krieges vermitteln und durch eine humanistische Botschaft tief berühren.
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Erschütternd
Auf erschütternde Art und Weise bringt dieser Film das Grauen des Krieges in unsere Wohnzimmer. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Ingo Finkendey veröffentlicht
Für Freunde der russischen Sprache?
Der Krieg hat Abermillionen von Toten und unsägliches Leid über die Menschen gebracht, das ist die Kernaussage des Filmes. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. April 2010 von Eloim
Verstörend
Der junge Fljora (Alexei Krawtschenko) schließt sich im Belorussland des Jahres 1943 einer von vielen Partisaneneinheiten an, die es sich zum Ziel gesetzt haben, die... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Juni 2009 von movie-shack
Grandiose markerschütternde Tour de force von dürftiger...
Wer diesen Film aus dem Jahr 1985 von Elem Klimow einmal gesehen hat, wird ihn nie mehr vergessen (können). Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Juli 2007 von Dominic Berlemann
Den Deckel zur Hölle geöffnet und kurz hineingeschaut...
Diesen Film habe ich mir zusammen mit "Children of Men" mehr zufällig ausgeliehen und doch war es kein Zufall. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Mai 2007 von teerose
Die Leere des Grauens
Die Natur des Krieges in einem Film zu verarbeiten ist eine Aufgabe, die unmöglich erscheint und vor der man, sollte sie denn vollbracht werden, nur in Ehrfurcht still werden... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. April 2007 von Jörn Freese
Nackte Realität
Wenn man glaubt, es geht nicht weiter, gibt es dennoch eine Steigerung.

Elim Klimov entblättert den Krieg von jeglichem Pathos, zeugt bis ins Detail die... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. März 2007 von Filmfreund
Ausgezeichnet
Einer der besten Anti-Kriegsfilmen aller Zeit. Erachuetterend, aber lohnt sich auf jeden Fall zu kaufen.
Veröffentlicht am 21. April 2006 von Wilhelm Snyman
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