Lena und ihre Freundinnen entdecken einen Mann in einem Auto, der auf der Kreuzung steht und ihnen nachschaut. Er wirkt beängstigend und fährt auch nicht weiter. Jeden Tag sehen sie ihn und er kommt ihnen vor, wie ein böser Wolf.
Sie tauschen verschiedene Strategien aus, was man tun soll, wenn man sich beobachtet oder verfolgt fühlt von fremden Männern. Davonlaufen, an Haustüren klingeln, mit einer Trillerpfeife den Bösen in die Flucht pfeifen weil ihm die Ohren klingen.
Dann kommen die Mütter dazu, weil die Kinder nicht pünktlich nach Hause gekommen sind und die Kinder erzählen von dem Mann im Auto. Doch das ganze entpuppt sich als harmlos. Der Mann im Auto ist von der Stadt beauftragt an der Kreuzung eine langweilige Verkehrszählung durchzuführen. Darum sitzt er da jeden Morgen schlecht gelaunt und rührt sich nicht weg. Die Kinder sind erleichtert, aber die Trillerpfeifen wollen sie trotzdem haben und auch benützen wenn nötig.
Das Buch ist sehr nett erzählt und der überraschende Schluss sowie die unaufdringliche Vorstellung verschiedener Handlungsmöglichkeiten im Ernstfall machen es zu einer gelungenen Lektüre zu diesem Thema.
Was mir weniger gefällt sind die Illustrationen, die deformierten Körper entweder zu breit oder zu dürr oder eine Kombination, dazu die Gesichter der Kinder, die mit den winzigen Äuglein nicht unbedingt niedlich aussehen, die Gesichtsproportionen bei den Erwachsenen und Kindern sind zu ähnlich. Die Zeichnerin hat versucht, künstlerisch zu wirken, doch ist ein Kinderbuch für mich kein Versuchsfeld diverser Musterfülltools.