Aus der Amazon.de-Redaktion
Nach
Eskapaden und
Maskeraden, zwei originellen Whodunits mit den Pinkerton-Detektiven Jane Turner und Phil Beaumont, präsentiert Walter Satterthwait mit
Der Gehängte wieder einmal einen Kriminalroman mit Joshua Croft, dem privaten Ermittler aus Sante Fé. Satterthwait überzeugt aufs Neue -- seine Geschichte hat Witz und Tempo, seine Dialoge zeigen die fast schon gewohnte Brillanz. Der Autor scheint gegen die schleichende Routine vieler Krimiautoren mit Serienhelden immun zu sein und vermag auch mit diesem Roman im New-Age-Milieu auf hohem Niveau blendend zu unterhalten.
Anwältin Sally Durrell bittet ihren Freund Joshua Croft um Hilfe für ihren Klienten, den sie für unschuldig hält. Der Kartenleger Giacomo Bernardi wird beschuldigt, nach einer Party den Magier Quentin Bouvier niedergeschlagen und dann an einem Deckenbalken aufgeknüpft zu haben. Zu allem Überfluss scheint Bernardi dazu seinen eigenen Schal benutzt zu haben. Ein allgemein bezeugter Streit zwischen Bernardi und Bouvier belastet den Angeklagten schwer, der trotzdem seine Unschuld beteuert. Bouvier soll seinem mutmaßlichen Mörder beim Kauf einer wertvollen Tarotkarte zuvorgekommen sein. Croft beginnt mit der Befragung der Partygäste und sieht sich einem Panoptikum von Heilern, Magiern und anderen merkwürdigen Vögeln gegenüber, allesamt peinlich darauf bedacht, dem Ermittler die Arbeit nicht zu erleichtern. Ein zweiter Mord geschieht, und Croft dämmern langsam die Zusammenhänge. Dann überschlagen sich die Ereignisse. Während einer nächtlichen Autofahrt rammt ein Lastwagen sein Auto und drängt es von der Straße. Doch Croft lässt nicht locker...
Es muss immer wieder gesagt werden: Walter Satterthwait ist einer der originellsten Köpfe seiner Zunft. Es macht ganz einfach Spaß, den Ermittlungen Joshua Crofts zu folgen, seinen Gesprächen zu lauschen und Zeuge der unausgesprochenen Gedanken des Ermittlers zu werden. Außerdem bleibt dem Leser der schale Nachgeschmack so manch banalen "Lesefutters" erspart. --Ulrich Deurer
Kurzbeschreibung
Mord im Esoterik-Zirkel. - Nach einer Dinnerparty wird Quentin Bouvier, Gastgeber, Magier und möglicherweise reinkarnierter Pharao, erhängt aufgefunden. Die Polizei von Santa Fe verhaftet Giacomo Bernardi, einen Kartenleser, dessen Mordmotiv eine verschwundene Tarotkarte aus dem fünfzehnten Jahrhundert sein soll, die angeblich über magische Kräfte verfügt und, viel wichtiger, mehr als eine halbe Million Dollar wert ist.
Privatdetektiv Joshua Croft, der angeheuert wird, um Bernardi aus dem Knast zu holen, wendet sich zunächst an die unmittelbaren Zeugen, alles mehr oder minder überzeugte New-Age Typen, und zweifelt bald daran, dass irgendeiner dieser komischen Vögel mit offenen Karten spielt. Und dann wird vor Crofts Augen noch einer von ihnen unsanft aus seiner irdischen Seinsform gerissen. Schließlich deckt Croft einige sehr handfeste Mordmotive auf, doch beinahe ist der Preis, den er dafür zahlen muss, seine eigene Fahrkarte ins Jenseits. Ein neuer, skurriler Fall aus der Serie: Joshua Croft, P I., Santa Fe.
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