Schindler legt eine gelungene Einführung in das Gesamtwerk Arendts vor. Ausgehend von einer erhellenden Darlegung der Arendtschen Totalitarismus-Analyse entfaltet er mit Blick auf die Vielfalt der Quellen die das Werk Arendts verbindenden roten Fäden. Im Zentrum stehen dabei Arendts Kritik am modernen Arbeitsverständnis und am modernen Fortschrittsdenken. Beides wird von Schindler luzide entwickelt und in einen Zusammenhang gebracht mit Arendts Versuch, einen neuen Begriff der Politik zu entwickeln. Dabei wird insbesondere Arendts Theorie der Macht von vielen Mißverständnissen befreit und für gegenwärtige Diskussionen zur Krise der Demokratie fruchtbar gemacht. Fazit: Ein in der deutschen Arendt-Rezeption einzigartiges Buch.