- Taschenbuch
- Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt (2000)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3596147344
- ISBN-13: 978-3596147342
- Größe und/oder Gewicht: 18,9 x 12,4 x 2,2 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 773.405 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
Produktinformation
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Welch ein Kontrast zur Bardot war da Simone de Beauvoir. Die französische Schriftstellerin lehnte das klassische Frauenbild vom Objekt der männlichen Begierde ab (wie übrigens die Bardot in ihren späten Jahren auch). Sie zerlegte dessen von einer Männerwelt gelegte Grundlagen in ihrer berühmten Arbeit Das andere Geschlecht. De Beauvoir trat heftigst für die Emanzipation der Frauen ein -- ein Ansinnen, dem Brigitte Bardot (auf den ersten Blick) überhaupt nicht entsprach. Aus dieser ideologischen Grunddifferenz heraus bilden diese beiden Frauen die erste weibliche Gruppierung der Reihe Gegenspieler. Ihr Leben, ihr Schaffen und ihre Ansichten werden von der deutschen Autorin Nathalie Hillmanns akzentuiert dar- und gegenübergestellt: "Simone de Beauvoir und Brigitte Bardot stehen für zwei sehr unterschiedliche weibliche Lebenswelten, was sie zu Gegensätzen im besten Sinne macht." Parallel durchläuft der Band die Biografien der Französinnen, in denen Privat- und Berufsleben immer eng verbunden waren. Etwa in der lebenslangen Beziehung de Beauvoirs mit Jean-Paul Sartre, während Bardots Ehe mit Filmemacher Roger Vadim eine kürzere Haltbarkeit bescheiden war.
Trefflicher als die Autorin selbst kann man die gegensätzlichen und sich doch ergänzenden Positionen von Brigitte Bardot und Simone de Beauvoir, die dieses Buch so spannend machen, nicht zusammenfassen: "Die eine wurde zum Inbegriff von Frau, die andere erklärte, wie das funktioniert". --Joachim Hohwieler
rox. Die Berliner Journalistin Nathalie Hillmanns liebt Konfrontationen und schroffe Gegensätze und diese lassen sich nun wirklich auch finden bei zwei so unterschiedlichen Frauen wie Simone de Beauvoir und Brigitte Bardot. Nehmen wir das Jahr 1949. In Paris erscheint ein Buch, das zunächst auf viel Ablehnung, Kopfschütteln und Missverständnis stossen wird: In «Le Deuxième Sexe» erklärt Simone de Beauvoir, was es bedeutet, als weiblicher Mensch geboren zu werden und von «der Welt» als Frau definiert zu werden. Das ist viel Theorie, und zwar von der Sorte, der nicht alle folgen wollen. Lieber greift man (hier wäre gar ein «mann» angezeigt) da zur augenfälligen, ja gefälligen Anschauung: Die französische Frauenzeitschrift «Elle» zeigt, im Sommer 1949, auf dem Titelblatt ein weibliches Wesen, das bald als Inbegriff der Frau gelten wird: die damals fünfzehnjährige Brigitte Bardot. Hat Gott die Frau erschaffen? Weshalb sollte Roger Vadim die Antwort auf eine Frage (deren Antwort ihn sowieso nicht interessierte, solange nur der sex appeal die Kinokassen klingeln liess) gerade bei einer Philosophin vom Format Simone de Beauvoirs suchen? Nathalie Hillmanns hat eine glückliche Hand gehabt mit der Wahl ihrer «Gegenspielerinnen» (dies ein neuer Reihen-Titel bei Fischer). Les extrêmes se touchent würden die Franzosen sagen. Was der Sache vielleicht doch etwas näher kommt als das ach so deutsche «Gegenspiel».
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