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Gegen die Welt [Gebundene Ausgabe]

Jan Brandt
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (30 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. August 2011
Ein Dorf in Ostfriesland, Kühe grasen auf den Wiesen, ab und zu zerreißt der Lärm eines Tieffliegers die Stille. Hinter den getrimmten Tujenhecken des Neubauviertels blühen die Blumen, in den Auffahrten glänzen frisch gewachste Neuwagen.
In diese Welt wird Mitte der Siebzigerjahre Daniel Kuper, Spross einer Drogistendynastie, hineingeboren. Ein schmächtiger, verschlossener Junge mit viel zu viel Fantasie und zu wenigen Möglichkeiten. Doch bald geschehen seltsame Dinge: Mitten im Sommer kommt es zu heftigem Schneefall, ein Kornkreis entsteht, ein Schüler stellt sich auf die Bahngleise, Hakenkreuze tauchen an den Hauswänden auf. Für all das wird Daniel Kuper verantwortlich gemacht. Und je mehr er versucht, die Vorwürfe zu entkräften, desto stärker verstrickt er sich in ihnen. Daniel Kuper beginnt einen Kampf gegen das Dorf und seine Bewohner. Sie sind es, gegen die er aufbegehrt, und sie sind es, gegen die er am Ende verliert. Gegen die Welt ist ein großer deutscher Roman: über die Wende in Westdeutschland, über Popkultur in der Provinz und über Freundschaften, die nie zu Ende gehen.

In GEGEN DIE WELT finden sich grafische Besonderheiten, Verneblungen, handschriftliche Eintragungen, leere Seiten oder gegeneinander laufende und optisch voneinander abgegrenzte Erzählstränge.
Wie jener, in dem ein Junge durch Mobbing an der Schule in den Selbstmord getrieben wird. Er stellt sich, weil er keinen Ausweg mehr weiß, auf die Schienen und wartet auf den nächsten Zug. Das ist die oben laufende Erzählung. Unten setzt die Geschichte des Lokführers ein, der ihn überfahren wird, und zwar an dem Punkt, an dem das Martyrium des Schülers beginnt, bis zum dem Punkt, an dem es durch seinen Tod endet. Das Lokführerkapitel spielt mit der Frage, wo beginnt und wo endet das Leben, es ist die Geschichte eines Mannes, der als Zugführer immer wieder unfreiwillig zum Mörder wird und, durch diese Erlebnisse traumatisiert, seine Familie und Freunde verliert. Gerade als er meint, sein Trauma überwunden zu haben, steht wieder einer vor ihm auf den Gleisen und die Geschichte beginnt von vorn.

Hinweise und Aktionen

  • Hinweis: In diesem Buch haben einige Passagen ein spezielles Layout, eine besondere Typographie oder aufgehellte Schrift. Dies ist beabsichtigt und kein Produktionsfehler.


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Produktinformation

Leseprobe Jetzt reinlesen [PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 927 Seiten
  • Verlag: Dumont Buchverlag; Auflage: 6 (1. August 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3832196285
  • ISBN-13: 978-3832196288
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 14,6 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (30 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 41.468 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Jan Brandt, geboren 1974 in Leer (Ostfriesland), studierte Geschichte und Literaturwissenschaft in Köln, London und Berlin und besuchte die Deutsche Journalistenschule in München. Seine Erzählungen sind in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und im WOCHENENDE der Süddeutschen Zeitung erschienen. Sein Roman ›Gegen die Welt‹ erschien 2011.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
77 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Geschichte des Meisters der Einsamkeit 4. September 2011
Von Spaddl TOP 500 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Ein junger, bebrillter Mann schaute mir in der Literaturzeitschrift entgegen, in der sein Debütroman "Gegen die Welt" beworben werden sollte: ein 927 seitenstarkes Erstlingswerk! Der Autor: Jan Brandt, dessen Buch nun auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2011 zu finden ist - verdientermaßen.

Jan Brandt erzählt die Geschichte des Jungen Daniel Kuper, der in dem kleinen Dorf Jericho aufwächst, zur Schule geht, Freunde findet und wieder verliert, sich für Mädchen interessiert und Schabernack treibt - ein typisches Teenager-Leben eines Jungen mit einer Prise zu viel Fantasie, die er nicht ausleben kann, da er in einem Dorf voller Borniertheit, Spießertum und Verlogenheit groß werden muss. Doch bald geschehen merkwürdige Dinge: ein Kornkreis taucht auf, ein Mitschüler begeht Suizid und Hakenkreuze werden an Hauswände geschmiert. Und für alles wird Daniel verantwortlich gemacht - den Kampf gegen die, gegen seine, Welt beginnt.

Beim ersten Lesen fällt direkt die einfache, aber sehr fesselnde Sprache auf. Der Autor überfordert den Leser zu keiner Zeit mit seiner sprachlichen Versiertheit, dennoch ist der Roman alles andere als stumpfsinnig. Viele Spielereien mit der deutschen Sprache und Doppeldeutigkeiten, die erst beim zweiten Lesen des Satzes auffallen, prägen die Geschichte: Nichts ist so wie es anfangs scheint. Diese Tatsache müssen Daniel und der Leser realisieren, ob sie wollen oder nicht.
Brandts Stil ist für einen Autoren seines Alters herausragend. Er wechselt gekonnt zwischen den Perspektiven seiner Dorfbewohner, um anschließend in einem fiktiven und vor Wut strotzenden "Stream of consciousness" Daniels Aggression auf die Welt freien Lauf zu lassen.
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eigenen Mikrokosmos erschaffen - aber mit Längen 5. September 2011
Von Andreas Schröter TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
In seinem satte 928 Seiten dicken Debütroman "Gegen die Welt" erschafft Jan Brandt, geboren 1974, mit dem fiktiven ostfriesischen Ort Jericho einen ganz eigenen Mikrokosmos. Der Leser kennt sich nach einer Weile dort so gut aus, dass er ganz genau weiß, wo die Menschen einkaufen gehen, welchen Arzt sie aufsuchen und wer mit wem ein heimliches Verhältnis hat. Man meint, das Dorf und seine Bewohner schon jahrelang aus eigener Anschauung zu kennen.

Im Mittelpunkt steht der Junge Daniel Kuper, der deutlich intelligenter und aufgeweckter ist als seine meist dumpfen Mitmenschen. Doch bringt ihm dieser Unterschied nichts als Ärger ein: beim Konfirmanden-Unterricht, bei seinen Mitschülern und Lehrern, bei seinen Eltern, die eine Drogerie betreiben, und schließlich im gesamten Dorf, als er den Bürgermeister-Kandidaten als heimlichen Nazi entlarvt, aber selbst bezichtigt wird, Nazi-Symbole an die Hauswände zu schmieren. Am Ende ist Daniels Ruf derart ruiniert, dass er kaum noch einen Schritt tun kann, ohne sich wenig später auf der Polizeiwache wiederzufinden.

Ein 928-Seiten-Buch hat meist Längen. Und das gilt auch für "Gegen die Welt". Jan Brandt verliert sich gelegentlich in seitenlangen Aufzählungen (zum Beispiel was es in der Drogerie alles zu kaufen gibt). Auch wird der Sinn einiger Nebenhandlungsstränge, die zunächst über hunderte von Seiten ausgebreitet werden, dann jedoch keine Rolle mehr spielen, nicht klar. Beispiel dafür ist die Geschichte eines Lokführers, der psychisch an den Menschen zugrunde geht, die sich vor seinen Zug werfen und Selbstmord begehen.
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23 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Was bleibt? Dieser Roman? Ich sage: Nein! 27. September 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Glauben Sie NIE der Werbung - und erst recht nicht, wenn Sie die überschwänglichen Kritiken lesen, die dieses Buch erhielt.
"Großer Roman: Über die Wende in Westdeutschland" - Die Wende wird nur so nebenbei behandelt. Aber das ist ja wohl noch ein Glück. Sonst wäre dieses langatmige, streckenweise höchst langweilige Werk noch weiter mäandert und hätte leicht und locker die 1000 Seiten überschritten. Dabei ist es mit seinen 921 (928) Seiten schon jetzt um mindestens 600 Seiten zu lang.
"Popkultur in der Provinz" - Auch hiervon gibt es (zum Glück) reichlich wenig und doch schon zu viel. Aber Liebhabern von 8os Heavy Metal mag das gefallen.
"Freundschaften, die nie zu Ende gehen" - geschenkt. Fast alle Freundschaften gehen hier durchaus zu Ende. Aber das soll kein Vorwurf an den Autor sein.
"Hier hätten die Brüder Karamasow sich einiges abschauen können: Ein beeindruckender Roman..." - Die Brüder Karamasow sind Romangestalten, werter Herr Kritiker. Und im Vergleich zur Romangestalt Daniel Kuper, dem 'Helden' dieses Romans sind die Brüder Karamasow wahre Lichtgestalten.
"Jan Brandt hat mit diesem gewaltigen Roman viel gewagt und (praktisch) alles gewonnen." - Was er gewonnen hat, ist das Wohlwollen einiger (vieler) Kritiker. Weshalb? Dazu komme ich noch. Was er gewagt hat??? Dass das Buch nicht veröffentlicht wird, und er sich die ganze Arbeit umsonst gemacht hätte. Nun, ich glaube, das wagen mehr.

Der 'Held' Daniel Kuper bleibt merkwürdig blass. Fast nie erfahren wir, was ihn bewegt, was er denkt. Wir erfahren nie, weshalb er sich in welche Richtung bewegt. Er ist ein Wischi-Waschi-Typ, wie er im Buche steht. Leider in diesem Buch.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Unverschämtheit!
Sehr geehrter Herr Brandt,
wie können Sie es wagen, einfach aufzuhören, mittem im Satz und das Buch einfach enden lassen? Lesen Sie weiter...
Vor 9 Tagen von anoba veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Zwischen jugendlichem Leichtsinn und Tiefsinn
Anfangs scheint Brand auf einen einfachen „Dorfjugend“ Roman zu zu steuern, wenn auch schön erzählt und zum reingreifen real. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von bücherwürmchen veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen nicht des lesens wert
Werbung fuer das Buch ist richtig gut. Was dahinter steht nicht mehr. Konfuses durcheinandser und ewige Widerholungen. da macht lesen keinen Spass mehr.
Vor 7 Monaten von paulischke veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Sterbenslanatmig
Ich habe auf Seite 215 aufgegeben. Die wenigen spannenden Erzählphasen stehen in keinem Verhältnis zu den quälend langatmigen, langweiligen Teilen.
Vor 10 Monaten von Kiel 1973 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Nicht nur Daniel Kupers Kampf gegen die Welt
"Gegen die Welt" verlangt dem Leser einiges ab - sowohl sprachlich (lateinische und griechische unkommentierte Zitate), mit Gedanke an die Perspektivwechsel (wir befinden uns ohne... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Claudia Bätcke veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen 200 Seiten top - 700 Seiten flop!
Ich bin Jahrgang 1976, also nur 2 Jahre jünger als J. Brand, und selbst in Jericho (dem schönen Ihrhove) aufgewachsen. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Christopher Kurz veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ganz mein Geschmack
Auf die Short List für den Deutschen Buchpreis 2011 hat es Jan Brandts Debutroman "Gegen die Welt" geschafft. Zu recht, wie ich finde. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Th. Leibfried veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Außerirdische Absurditäten
Alles, was Daniel Kuper auch in seinem Leben tut, ist "gegen die Welt". Ob er angeblich von Außerirdischen entführt und wieder im Kornfeld freigelassen wird, ob er... Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Anke Przybilla veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Panoptikum provinzieller Verstörungen
Es beginnt mit einem Güterschuppen und es endet auch mit ihm. Auch der Güterschuppen endet. Und damit endet noch vieles andere mehr. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von film-o-meter veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen tolles Buch
Ein der besten Bücher, die ich in den letzten Monaten gelesen habe. Wer mehr wissen möchte, google nach den vielen Rezensionen, die es im Netz gibt - schließlich... Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Eibo Menninga veröffentlicht
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