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100 Jahre Universal Pictures
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Produktinformation
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Drogen, Gewalt, Sex und Liebe: Gegen die Wand fängt schonungslos in brutal-realistischen und kraftvollen Bildern das stete Taumeln von Sibel und Cahit zwischen Lebenshunger und Selbstzerstörung ein und verdeutlicht eindringlich die Identitätskrise einer ganzen Generation von Einwandererkindern, die in Deutschland zwischen zwei Kulturen aufgewachsen sind. Brillant verquickt Akin auch in seiner Inszenierung deutsche und türkische Einflüsse und macht so aus Gegen die Wand nicht nur thematisch einen der bedeutendsten und beeindruckendsten europäischen Filme der letzten Jahre. --Frank-Michael Helmke
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
24 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Grandiose, extrem kraftvolle Liebesgeschichte aus Deutschland,
Von
Rezension bezieht sich auf: Gegen die Wand (DVD)
Wow! Mit "Gegen die Wand" gelang dem Deutsch-Türken Fatih Akin einer der kompromisslosesten deutschen Filme überhaupt.Die gnadenlose Story von dem völlig abgewrackten Cahit, der eine Zweckehe mit der gerade mal halb so alten Sibel eingeht, weist trotz aller Härte auch noch eine Menge Herz auf. Von Beginn an erinnert Akins Werk in gewisser Weise an den Stil von Martin Scorsese, stellenweise kann man den Film, nicht unbedingt auf die Handlung, sondern eher auf die Stimmung bezogen, als eine Art deutschen "Hexenkessel" bezeichnen. Der Film ist zum einen eine grandiose Milieustudie, die erste Hälfte spielt in Hamburg, die zweite in Istanbul. Zum anderen ist "Gegen die Wand" eine außergewöhnlich radikale, schonungslose Liebesgeschichte. Akin inszeniert seine Geschichte mit enorm viel Leidenschaft und Esprit, auch weil sein Film sehr persönliche Themen verarbeitet. "Gegen die Wand" spart auch nicht mit Schockmomenten, Akin weiß, wie er den Zuschauer zwei Stunden auf eine regelrechte Achterbahnfahrt der Emotionen schickt und einen sehr tiefen Einblick in seine Charaktere bieten kann. Die Darsteller liefern eine regelrechte schauspielerische Tour de Force, besonders Birol Ünel, dessen Performance stellenweise an die brodelnde Intensität eines Al Pacino erinnert. Ünel war bei dem Dreh stellenweise selbst betrunken, um besser in die Rolle finden zu können. Er geht mit seinem Porträt eines total verkommenen Verlierers, der nichts mehr in seinem Leben hat und durch Sibel wieder Kraft schöpft, an schauspielerische Grenzen. Auch Newcomerin Sibel Kekilli brilliert in ihrer Rolle der selbstmordgefährdete Sibel, die der Tradition ihrer Familie entfliehen will und deshalb eine Scheinehe mit Cahit eingeht. Beide gehen extreme charakterliche Wandlungen durch und reißen das Publikum mit ihrer Darstellung restlos mit. Auch klasse ist die Idee mit der türkischen Band, die immer wieder über den Film verteilt traditionelle türkische Songs zum Besten gibt und damit nicht von ungefähr an den typischen Chor in griechischen Tragödien wie "König Ödipus" erinnert. Fatih Akin erweist sich als enorm großes Talent, sowohl in erzählerischer als auch visueller Hinsicht. Sein Film erinnert wie schon erwähnt an die Milieustudien von Scorsese, auch in Hinsicht auf die brodelnde Atmosphäre und Intensität, die in dem Film vorherrscht. Trotzdem gelingt Akin eine absolut erfrischende und vor allem originelle Liebesgeschichte, die einem nicht selten vor Ehrlichkeit den Atem raubt. Er zeigt die Liebe aus allen Facetten, sowohl die zerstörerische, als auch die aufbauende Kraft. Zudem ist der Film zu keinem Zeitpunkt vorhersehbar und weist ein für einen deutschen Film untypisches internationales Flair auf. Gegen die Wand ist somit einer der besten deutschen Filme der letzten Jahrzehnte und wohl der kompromissloseste seit Das Experiment. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
42 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Klatschpresse hatte Unrecht!!!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Gegen die Wand (DVD)
Jeder weiss, dass der Film "Gegen die Wand" von Fathih Akin ständig in der Klatschpresse verrissen wurde. Es war die Rede von der Pornovergangenheit der Hauptdarstellerin Sibel Kekelli und das sie keine Laienschauspielerin ist. Ja, über diesen Film wurde in der Klatschpresse nur hergezogen, aber meine Meinung dazu ist, dass Fatih Akin absoluter Respekt gilt (Saygi Fatih), weil er es geschafft hat, etwas zu thematisieren, was vielen Türken sauer aufstösst: Er stellt eine türkischstämmige Frau in den Vordergrund, die sich in Deutschland genauso bewegen will, wie jede andere junge deutsche Frau auch. Sibel (gespielt von Sibel Kekelli) fühlt sich in ihrer Familie und den türkischen Sitten gefangen und kämpft um ihre Freiheit. Als sie merkt, dass sie doch niemals so frei leben kann, wie sie es will, versucht sie sich das Leben zu nehmen, wird aber wieder gerettet und lernt im Krankenhaus den türkischstämmigen Trinker Cahit (Birol Ünel) kennen, der auch seinem Leben auch ein Ende setzen wollte. Sie macht ihm das Angebot, eine "Scheinehe" mit ihr einzugehen. Sie will bei ihm wohnen und den Haushalt führen und er soll ihr dafür alle Freiheiten geben, die sie braucht. Als Cahit auf ihr Angebot nicht eingeht, schneidet sie sich mitten im Lokal die Pulsadern auf. Aus Angst, dass Sibel sich wieder etwas antut, geht er auf ihren Vorschlag ein, von dem sein Freund gar nicht begeistert ist. So wird traditionell bei den Eltern um Sibels Hand angehalten und geheiratet. Sibel verändert Cahits Leben, was sich auch äusserlich bei Cahit bemerkbar macht. Er beginnt sich in Sibel zu verlieben und will die Ehe mit ihr vollziehen. Sibel ist aber darauf fixiert, ihre "Freiheit zu geniessen" und - wie sie es sagen würde - "mit mehreren Typen zu ficken". Cahit, der Sibel mehr und mehr begehrt, kommt damit nicht klar und auch die - natürlich deutschen und nicht türkischen - Männer, mit denen Sibel zusammen ist, werden von ihr nur für eine Nacht benutzt. Da aber auch die deutschen Männer ein Herz haben und Sibel sie durch ihre Art verletzt, kommt es zu einem folgenschweren Eifersuchtsstreit zwischen ihrem Ehemann und einem ihrer Liebhaber. Cahit muss ins Gefängnis und Sibel fliegt zu ihrer Verwandten nach Istanbul, um nicht den Hass ihrer Familie zu ernten, deren "Ehre sie jetzt verletzt hat". Mehr möchte ich hierzu nicht verraten. Besonders intensiv sind mir aber einige Szenen im Gedächtnis geblieben: Der Film hat eine derbe Sprache, weil er in einem bestimmten Milieu spielt. Er zeigt nackte Haut und ist damit für uns "normal", für Türken aber aufgrund dieser Tatsache schon extrem angreifbar, da nackte Haut bzw. Sexszenen kaum im türkischen Fernsehen zu sehen sind (so etwas macht man nicht). Ich finde es sehr mutig von Fatih, dass er sich diesem Thema gestellt hat und auch unschöne Dinge, wie Vergewaltigungen, Selbstmord und Drogenkonsum zeigt. Er zeigt Menschen, die auf der Suche nach sich selbst sind, ohne auf auferlegte Normen zu achten und damit eckt dieser Film an. Sibel Kekelli, Birol Ünel, Mehmmet Kurtulus und alle anderen grandiosen türkischen und deutschen Schauspieler, deren Namen ich leider nicht alle kenne (wie z.B. Sibel's Verwandte in Istanbul, die in der türkischen Serie "Gurbet Kadini" mitgespielt hat) spielen mit vollem Herzen und machen diesen Film glaubwürdig und intensiv. Fantastisch intensiv ist auch die Musik in diesem Film, der lt. Fatih Akin um die Musik herum entstanden sein soll. Alles in allem absolut empfehlenswert, daher 5 Sterne!!!! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
19 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der "andere" Film,
Von
Rezension bezieht sich auf: Gegen die Wand [Limited Edition] (DVD)
Drei Buchstaben: W-O-W!Dieser Film ist "anders", dieser Film ist nicht richtig deutsch, dieser Film ist kaum europäisch, dieser Film hat nix mit Hollywood zu tun. Und das meine ich in keinstem Fall negativ - "Gegen die Wand" schafft es, eine eigene Nische zu finden, mit überzeugendem, stark an der Wirklichkeit orientiertem Plot, mit Darstellern so inpulsiv und großartig, dass es dem stets hoffnungsfrohen, oft enttäuschten Cineasten Tränen in die Augen treibt. Ich habe selten, praktisch nie, eine solch intensive, irgendwie krasse, dabei aber stets kunstvolle und zu keiner Zeit uninteressante, "inländische" Produktion gesehen. Es wird eine so kraftvolle Echtheit vermittelt, dass man andere Filme in Zukunft kritischer beäugt - mir geht es zumindest so. "Andere" Filme sind eben "andere" Filme und das sollen sie ruhig bleiben. "Gegen die Wand" ist ein Juwel und wird nicht mittendrin in meiner DVD-Sammlung eingeordnet - da muss ich mir nen "anderen" Platz einfallen lassen... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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