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"Am Anfang", schreibt Akin im 16-seitigen, reich bebilderten Booklet, "war für mich der Sound. Sound, der mich begleitete, mich inspirierte, den Drang hatte, mit einem Bild, einer Szene, einem Drehbuch, einem Film zu verschmelzen". Lieder wie die poetische türkische Folklore eines Selim Sesler & Orchester, Depeche Modes "I Feel You" oder das minimalistische, schräge Instrumental des Einstürzende-Neubauten-Gitarristen Alexander Hacke. Düstere Power kommt von The Sisters Of Mercy, die sich von Ofra Haza (Hit: "Im Nin Alu") "berühren" ließen. Die Sam Ragga Band, Ex-Begleitgruppe von Jan Delay, steuert mit ihrer einstige Frontfrau Reggae bei. Außergewöhnlich: das zwölfköpfige, rumänische Zigeuner-Blasorchester Fanfare Ciocarlia. Danach beeindruckt Sezen Aksu, die beste Stimme des türkischen Pop, mit einer atmosphärisch-dichten, akustischen Ballade. Sound-Designerin Mona Mur macht hörenswerten "Gothic Ambient", während Wendy Rene (ehemals The Drapels) für nostalgischen Soul steht. Agir Roman bieten türkische Clubmusik und Mercan Dede fusioniert elektronische sowie östliche Klänge mit Improvisationen zu faszinierenden Stimmungsbildern. Den Abspann untermalen Zinoba, die Gruppe um den ehemaligen Selig-Sänger und -Schlagzeuger, mit einer Coverversion von Talk Talks "Life's What You Make It".
Binnen 68 Minuten 33 Sekunden fügen sich all diese Lieder, die übrigens bereits vor dem Drehbeginn ausgewählt worden sind, nahtlos zusammen. Aus so vielen augenscheinlich unpassenden Puzzleteilchen ein schlüssiges Gesamtbild zu erhalten, ist ungewöhnlich. Dass es zur Verwirklichung weniger Glück, sondern vielmehr der entsprechenden Vision und Einstellung bedarf, erklärt Fatih Akin im Booklet: "Konzepte und Formen sind dazu da, über den Haufen geschmissen zu werden". Korrekt, denn so kann etwas Neues entstehen. Dieser Sampler ist der beste Beweis dafür! --Thomas Hammerl
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Die Musik ist wie fast immer eine geniale Mischung aus Türk-Pop, Türkischer Dancemusik und internationalen Klängen. Mit dabei auch Jan Delay/Sam Ragga-Reggae, die international bekannte Sezen Aksu oder 80ziger Star Mona Mur.
Neu sind dieses Mal ein paar Torchsong-Balladen (My Man don't love me) und türkische Musik, die eher mit der Sanat-Tradition verbunden ist (Bülent Ersoy, Zeki Müren) von Selim Sesler, die im Film untertitelt sind und nun versteht man die schönen poetischen Liedertexte erst mal richtig, wenn man kein türkisch spricht.
Klasse auch natürlich der Beitrag von Depeche Mode und der Talk Tal -Coverversion "Life's what you make it" von Zinoba.
Eine sehr gelungene Zusammenstellung, die die Atmosphäre des Films gut wiedergibt. Kaufempfehlung UND Sehempfehlung. Der Film ist super! Spielt im türkischen Millieu Hamburgs, Traditionsprobleme zwischen 2. und 3. Generation werden hier gut verständlich gemacht. Eine eine gute Portion Erotik fehlt ebenfalls nicht.
Die Aufregung um die Hauptdarstellerin Sibel Kekilli ist völlig umsonst: klasse Schauspielerin.
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