Kurzbeschreibung
Es war eine Sensation, als der Preisträger des Goldenen Bären der Berliner Filmfestspiele 2004 verkündet wurde: Fatih Akins »Gegen die Wand«. Die Sensation bestand aber nicht in erster Linie darin, dass nach 18 Jahren wieder einmal ein deutscher Film den Sieg davontrug. Wichtiger war: Der Regisseur und seine Hauptdarsteller sind junge, in Deutschland aufgewachsene Türken, die mit diesem hochverdienten Erfolg schlagartig ins öffentliche Bewusstsein brachten, in welchem Maße Deutschland auch kulturell längst ein Einwandererland ist. Neben dem Originaldrehbuch, zahlreichen Abbildungen, Hintergrundmaterialien und Interviews mit dem Regisseur und der Hauptdarstellerin Sibel Kekilli versammelt der Band die Stimmen einer heftigen öffentlichen Diskussion, die sofort nach der Preisverleihung ausbrach. Zusammengestellt von Helge Malchow.
Der Verlag über das Buch
Goldener Bär für den besten Film der 54. Internationalen Filmfestspiele Berlin: »Gegen die Wand«
Über den Autor
Fatih Akin, geboren 1973, ist ein interessanter und erfolgreicher Regisseur. Akins erster Spielfilm, das düstere Milieudrama "Kurz und schmerzlos" (1998), erhielt insgesamt neun Preise, darunter den Bronzenen Leoparden (Locarno), den Adolf-Grimme-Preis und den Bayerischen Filmpreis. Seine Vielseitigkeit als Filmemacher zeigte Fatih Akin anschließend mit dem romantischen Roadmovie "Im Juli", der Dokumentation "Wir haben vergessen zurückzukehren" (beide 2000) und "Solino" (2002). Für sein bisheriges Schaffen wurde Fatih Akin 2002 mit dem DEFA-Nachwuchspreis geehrt.