Als langjähriger DSA Fan verfolge ich den Rhiana Romanzyklus nun schon von Anfang an und fand vor allem die ersten beiden Bücher recht gut. Das mag auch an meiner Farindelwaldbegeisterung gelegen haben. Im vorliegenden Roman treiben sich die Helden zwar nicht wieder an einem unbedeutenden Nebenschauplatz herum sondern treiben die Handlung in Bezug auf den Flammenbund voran aber das war es auch schon. Das Buch hat den Charakter einer eilig dahingeschriebenen Auftragsarbeit und strotzt vor unglaubhaften Ereignissen und Wendungen. Wenn dem Autor nichts mehr einfällt wie seine Helden die Handlung auflösen können, greift er als deus ex machina" ein und biegt sie sich zurecht. So wird Rhiana bei einem schweren Sturm bewustlos über Bord gespült, kann aber trotz Kettenhemd, Helm und Schwert von Finni über Wasser gehalten werden bis Hilfe eintrifft. Natürlich gehen die Sachen nicht verloren sondern sind in der nächsten Szene wieder einsatzbereit. Naja, vielleicht war das Meer an dieser Stelle auch nur nicht so tief. Ein andermal retten sich die Helden indem Sie just genau an den Ort "gebeamt" werden wo die Handlung weitergeht und die Verbündeten warten...
Zu der Unglaubhaftigkeit und Unnachvollziehbarkeit trägt weiter die totale Überladung des Romans bei. Alle zwei Seiten taucht eine andere Fabelgestalt, alte geheimnissvolle, untergegangene Zivilisation, Kampfrobotter, Zauberwald, gar ein ganzer untergegangener Kontinent auf Deere, Piraten, Tempel, Teleporter, noch mehr untote Piraten, Zyklopen oder eine aventurische Besonderheit, ein Artefakt oder Ähnliches in Erscheinung so das man schon nach kurzem glaubt einen Tag in DisneyLand denn in Aventurien zu erleben.