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Ernest Shackleton, der berühmte Polarforscher, ist zuerst wütend auf den blinden Passagier, ernennt ihn dann aber zum Küchenjungen. Peter ist glücklich, weiß jedoch noch nicht, was für eine lange Odyssee durch die Eishölle ihn erwartet. Denn noch bevor die Expedition an Land gehen kann, wird die Endurance von Packeis eingeschlossen und sinkt schließlich. Von nun an hat Shackleton ein neues, scheinbar unerreichbares Ziel vor Augen: alle 28 Männer lebend zurück zu bringen.
Christa-Maria Zimmermann hat ihr Geschick mit historischen Stoffen schon mehrmals bewiesen. Sehr gekonnt erzählt sie auch die Geschichte dieser Polarexpedition für junge Leser noch einmal neu, aus der Sicht des abenteuerhungrigen Peter, der erleben muss, wie rasch aus einer spannenden Reise ins Unbekannte ein qualvoller Kampf auf Leben und Tod werden kann. Und so wie die Endurance vom Packeis gefangen genommen wird, lässt man sich von diesem Leseabenteuer bis zur letzten Seite fesseln und meint dabei fast, das Knacken des Eises und das Heulen der Schneestürme hören zu können.
Besonders reizvoll sind als Ergänzung zum Roman die faszinierenden Aufnahmen des Expeditionsphotographen Frank Hurley, die eindrucksvoll unterstreichen, zu welchen Leistungen der Lebenswille Menschen befähigen kann. Und dass die unglaublichsten Geschichten immer noch das Leben schreibt. --Christian Stahl -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Zimmermann erzählt das Abenteuer in Romanform aus der Sicht des blinden Passagiers Peter, der tatsächlich existiert hat. Das Buch enthält auch einige der Bilder, die der Fotograf - dem Erschöpfungstod nahe - mitgeschleppt und durchgebracht hat. Ich denke, dass sich im Vergleich zu einer Dokumentation dieses Buch gerade für Jugendliche schöner liest, da hier die Charaktere der Menschen - die Ruhe Shackletons, die Verzweiflung der Mannschaft, besser dargestellt sind. Dafür nimmt man natürlich in Kauf, dass die Grenze zur Fiktion nicht immer klar erkennbar ist. Doch Zimmermann hält sich ziemlich exakt an die Fakten - das Tagebuch von Shackleton und die Berichte der Mannschaft sind schließlich dokumentiert.
Generell muss Shackleton ein großartiger Mann gewesen sein, der das Wort "Aufgeben" nicht kannte. Seine Maxime lautete während aller seiner Expeditionen, dass an seiner Seite kein Mann stirbt - und wie durch ein Wunder hat er alle 28 Mann durchgebracht. In jener Zeit ging die Parole um: willst Du Erfolg, so fahr mit Scott. Willst Du wissenschaftliche Erkenntnisse, dann fahr mit Amundsen. Doch wenn Du überleben willst, dann fahr mit Shackleton. Ein absolut lesenswertes Buch!
Ein nicht sehr ermutigender Anfang für eine Karriere als Schiffsjunge, aber... Lesen Sie weiter...
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