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Gefangen in Hohenschönhausen: Stasi-Häftlinge berichten [Taschenbuch]

Hubertus Knabe
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

14. Mai 2007
Oft reichte ein kritisches Wort, ein »verdächtiger « Lebenslauf oder die Denunziation des Nachbarn: Immer wieder wurden zunächst in der sowjetischen Besatzungszone und später in der DDR missliebige Personen kurzerhand festgenommen und ohne rechtsstaatliches Verfahren inhaftiert. Die Haftanstalt Berlin-Hohenschönhausen war das zentrale Stasi-Untersuchungsgefängnis der DDR. In diesem Buch schildern zahlreiche Gefangene die entwürdigenden Haftbedingungen, die zermürbenden Verhöre und den psychischen Druck, dem man als Häftling ausgeliefert war.

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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Die schockierenden Beiträge (des Buches) stehen in krassem Gegensatz zu der Behauptung vieler ehemaliger Stasi-Mitarbeiter, bei dem Gefängnis in Hohenschönhausen habe es sich um eine völlig normale Untersuchungshaftanstalt gehandelt. Es ist einmal mehr das Verdienst Knabes, einer solchen Legendenbildung mit zahlreichen Fakten und authentischen Darstellungen der Betroffenen entgegenzutreten." (Südwest Presse, 25. Juni 2007)

Über den Autor

Hubertus Knabe, geboren 1959 in Unna, ist wissenschaftlicher Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen im ehemaligen zentralen Untersuchungsgefängnis des DDR-Staatssicherheitsdienstes. Von 1992 bis 2000 war er in der Forschungsabteilung des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (Gauck-Behörde) tätig. Er gehört zu den profiliertesten Historikern der Bundesrepublik, die sich der Aufarbeitung der SED-Diktatur widmen. Zuletzt erschienen von ihm die Bestseller Die Täter sind unter uns (2007) und Honeckers Erben (2009).

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
85 von 96 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mathias von Gersdorff VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Die Autoren der Schicksalsberichte sind allesamt Personen, die sich in irgendeiner Form oppositionell mit dem SED-Regime auseinandergesetzt haben und deshalb von der STASI inhaftiert wurden. Aus diesem Grund sind die Berichte zwar sehr persönlich, berücksichtigen aber auch den Rahmen der Verhaftung, der Verhöre und der Behandlung in Hohenschönhausen, dem wichtigsten Gefängnis des Staatssicherheitdienstes der SED-DDR.

Das ist vor allem für solche Leser von Vorteil, die kein Detailwissen über das Repressionssystem des SED-Staates besitzen. Fakten und Erklärungen von Berichten, die aus einer rein subjektiven Optik beschrieben werden sind oft schwer einzuordnen. Dies passiert bei der Lektüre von Gefangen in Hohenschönhausen" nicht.

Trotzdem spürt man die Verzweiflung, die Einsamkeit und die Ohmacht der Häftlinge. Man spürt die Unerbittlichkeit des Systems, das sich zum Ziel gesetzt hat, ihre Gegner psychologisch zu brechen, idem es versucht, ihnen jegliche Gewißheit und Selbstbewußtsein zu nehmen.

Es wäre wünschenswert, daß dieses Buch - für heutige Verhältnisse relativ günstig - in den Schulen verwendet wird. Jüngste Studien zeigen, daß das Wissen von Schülern über die SED-Diktatur sehr lückenhaft ist.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hohenschönhausen 20. August 2010
Format:Taschenbuch
Sehr interessantes Buch mit vielen Informationen. Ich war im Urlaub und habe mir den Stasi Knast angesehen danach habe ich mir das Buch gekauft. Mir ist beim lesen so mancher Schauer über den Rücken gelaufen.
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33 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschütternd 28. Januar 2010
Format:Taschenbuch
Als Geburtsjahrgang 1982 habe ich bewusst nie etwas von der 'aktiven' DDR mitbekommen, auch nicht von der Wiedervereinigung oder vom Mauerfall.
In der Schule gab es das Thema DDR gar nicht, in Filmen wie 'Good Bye, Lenin', 'Sonnenalllee' u.ä. wird das Leben der damaligen DDR-Bürger so dargestellt, dass ich es oftmals als 'filmisch' überzogen gesehen habe, die 'richtigen' Bücher, habe ich bisher nicht gefunden. Alles was ich bisher wusste, hatte ich durch Berichte und Reportagen aus den Medien. Es waren nur selten mir unbekannte Informationen dabei, da die Berichte ausschließlich objektiver Natur waren. Ich wusste, dass es die Stasi gegeben hatte und auch grob, welche Aufgaben und Funktionen sie hatte, aber mit welchen Mitteln sie arbeitete, war mir unbekannt. Natürlich wusste ich von den Überwachungen, Bespitzelungen und Denunzierungen durch Nachbarn, Freunde und Verwandte. Dass ein Staat eine solche Macht über sein Volk hatte, fand ich immer schon bizarr, wuchs ich doch in einer Welt auf, in der es zwar Grenzen und Regeln gab, aber auch immer die Möglichkeit, seine Meinung und Gedanken frei zu äußern. Gleichwohl ich oftmals in einer Diskussion auch mal eines Besseren belehrt wurde.
Das Buch 'Gefangen in Hohenschönhausen' hat mir nun auf sehr nachdrückliche Art und Weise das Leben in der ehemaligen DDR verdeutlicht. Das Buch ist zunächst unterteilt in die 50er, 60er, 70er und 80er Jahre. In den verschiedenen Epochen berichten Menschen, darunter Heinrich George (Vater von Schauspieler Götz George), der Autor Klaus Kordon, die DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld, u. a. auf unterschiedlichste Art von ihrer Verhaftung und ihrer Zeit in Haft. Heinrich George erzählt in Briefen, die er an seine Frau und Familie schrieb von seinen Gefühlen und Erlebnissen in Hohenschönhausen; Klaus Kordon lässt seine Haftzeit eine andere Person erleben; Vera Lengsfeld erinnert sich in Tagebuchform, wie einige andere auch.
Besonders beeindruckt hat mich die Schilderung von Erica Wallach (Pflegetochter des US-Amerikaners Noel Field), die während ihrer Zeit in Hohenschönhausen Mittel und Wege fand, sich sowohl geistig als auch körperlich fit zu halten, indem sie Gedichte schrieb, obwohl ihr kein Schreibzeug zur Verfügung stand, die aus ihrem Stofftaschentuch ein winziges Schachbrett machte, die jedes Mal, wenn sie in die Freiluftzelle gebracht wurde, Runde um Runde rannte. Diese Dinge gaben ihr die Kraft, die nächtelangen Verhöre besser zu ertragen und sich nicht selbst zu verlieren. Trotz allem beschreibt sie auch Momente, in denen sie an ihre Familie, speziell an ihre Kinder denkt und der Verzweiflung nahe ist.
Für mich war dieses Buch eine Hilfe, mehr und besser zu verstehen, obgleich ich oftmals fassungslos war, wie menschenunwürdig die Gefangenen behandelt wurden. Schikanierungen, Erpressungen und psychische wie physische Folter, das alles lässt mich selbst jetzt noch wütend werden.
Dieses Buch ist sehr zu empfehlen, da es zwar sachlich aber dennoch bewegend die dunkle Seite des Arbeiter- und Bauernstaates beschreibt. Einzig etwas anstrengend sind die vielen Fußnoten, die sich an jedes einzelne Kapitel anfügen, die aber die meist wichtige Erklärung von Namen und Bezeichnungen darstellen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Beklemmend
Wer sich mit der Geschichte des STASI-Gefängnisses in Hohenschönhausen beschäftigen will, kommt um dieses Buch nicht herum. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Tag von Rike.P veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Gefangen in Hohenschönhausen: Stasi-Häftlinge berichten
Das Buch ist ein erschütternder Bericht über die sadistischen Quälmethoden im Stasi-Knast. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Tagen von Martin Hoene veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Gefangen in Hohenschönhausen
Sehr spannend und sehr wahrheitsgetreu geschrieben bis zur letzten seite zu lesen , nur weiter zu empfehlen tolles sehr gutes buch
Vor 3 Monaten von wunderlich jens veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wahnsinn!
Ich wurde durch eine Fernsehsendung auf das Buch aufmerksam. Es ist zum nicht weglegen geschrieben.Man kann sich nicht vorstellen wie die Menschen behandelt wurden und was sie... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Maritta veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Hab schon besseres gelesen
Eigentlich bin ich von biografischen Texten begeistert. Aber dieser hat mich enttäuscht. Teilweise musste ich mich regelrecht zum Weiterlesen zwingen.
Vor 4 Monaten von Lydia Haltenberger veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Gefangen in Hohenschönhausen: Stasi-Häftlinge berichten
ist gut beschrieben, aber ich hätte mehr berichte ab der 70 jahre gewünscht...das buch ist interessant, aber irgendwas fehlt...lest es selber & entscheidet selber...
Vor 16 Monaten von Dark Angel veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Fesselnd
Ich war schon einmal mit der Berufschule, auf Abschlussfahrt, dort und wurden durch einen Zeitzeugen herumgeführt... Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Jenny veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Aufrüttelndes, dramatisches, interessantes Buch über noch...
In "Gefangen in Hohenschönhausen" berichten ehemalige Häftlinge des Untersuchungsgefängnisses Hohenschönhausen von ihren Erlebnissen während der... Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Melli veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Keine Gnade für die Täter
Es ist sehr zu begrüßen, dass es sich Hubertus Knabe zu seinem Lebensziel gemacht hat, die Diktatur in der DDR so darzustellen, wie sie war. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Sören-Ansgar veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Unbedingt lesenswert
In diesem Buch schildern viele ehemalige Häftlinge Ihre Haftbedingungen und die
Behandlung durch die Stasi-Behörden. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Frank Gerne veröffentlicht
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