Wie die ersten beiden Teile zeigt auch dieser Film starke Frauen als Hauptfiguren und ist sexuell in Sprache und Taten mal wieder deutlich offener, als man das hierzulande ist.
Die Faszination bezieht der Film zu Beginn aus der Tatsache, dass die Hauptfigur Sandrine den Job schmeißt und auch in Punkto Liebesleben ihr Leben so leben möchte, wie es ihr gerade ist. Ergo sie tut etwas, was viele von uns manchmal einfach auch machen möchten, nämlich das Leben um 180 Grad umdrehen. Aber wer macht das letztlich schon??
Man merkt, wie die ersten beiden Teile bietet dieser Film mehr als Erotik, nämlich auch eine Story. Wie in den Vorgängerfilmen geht es auch hier darum, was ist, wenn aus erster Lust nach und nach Obsession wird. Ein wenig Geschmacksache ist die Handlung schon, weil der Film sich auch an das Thema heran wagt, Erotik mit Schmerz zu verbinden, aber es wird nicht übertrieben, sondern nur mal kurz angerissen.
Anders als in Teil 2, der nur aus Frauen-Frauen-Szenen bestand, gibt es hier wieder Szenen zwischen Frauen und Frauen und Frauen und Männern.
Wer auf dialoglastige Filme mit einem Schuss Erotik steht, ist hier richtig. Nur leider verzettelt sich der Film etwas zu sehr in der Handlung und nutzt die Tatsache, dass man es hier mit einer weiblichen Hauptfigur zu tun hat, die ihr ganzes Leben umkrempelt, letztlich viel zu wenig fantasievoll.
Das Ende des Films fällt nicht so dramatisch aus, wie bei Teil 1 und 2, ist aber alles in allem der schwächste Film der "Heimliche Spiele"-Trilogie.