Kurzbeschreibung
Es ist eine melancholische Reise in die Vergangenheit, auf die sich Privatdetektiv Varg Veum begibt. Der Tod hat in der letzten Zeit unter seinen ehemaligen Schulkameraden reiche Ernte gehalten, und Veum versucht, die Hintergründe aufzudecken. Allmählich wird klar, daß das Rätsel mit den Harpers zusammenhängt, einer Rockband, die in den siebziger Jahren ganz Bergen unsicher gemacht und sich im wahrsten Sinne des Wortes über Nacht aufgelöst hatte. Als Veum herauszufinden versucht, was in jener Nacht geschah, stößt er auf eine Mauer des Schweigens ...
Klappentext
Es ist eine melancholische Reise in die Vergangenheit, auf die sich Privatdetektiv Varg Veum begibt. Der Tod hat in der letzten Zeit unter seinen ehemaligen Schulkameraden reiche Ernte gehalten, und Veum versucht, die Hintergründe aufzudecken. Allmählich wird klar, daß das Rätsel mit den »Harpers« zusammenhängt, einer Rockband, die in den siebziger Jahren ganz Bergen unsicher gemacht und sich im wahrsten Sinne des Wortes über Nacht aufgelöst hatte. Als Veum herauszufinden versucht, was in jener Nacht geschah, stößt er auf eine Mauer des Schweigens ...
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Über den Autor
Gunnar Staalesen wurde 1947 in Bergen geboren. Seit seinem Durchbruch mit den Varg-Veum-Romanen in den achtziger Jahren zählt er zu den führenden Krimiautoren Norwegens. Gunnar Staalesen lebt mit seiner Familie in Bergen, wo er als Dramaturg am Theater arbeitet und sich in seiner Freizeit der Schriftstellerei widmet.
Auszug
Die Beerdigung fand an einem Freitag statt. Es war der zehnte Tag im Dezember und die Luft war grau von Schneeregen.
Ich traf Jakob Aasen vor der Kapelle. Zuerst erkannte ich ihn fast nicht wieder. Er hatte sich einen Bart stehen lassen, und das dunkle, dichtgelockte Haar hatte graue Strähnen.
Einen Augenblick standen wir da und sahen einander an. Dann lächelte er vorsichtig, und ich nickte, als eine Art Bestätigung.
»Varg?«
Ich nickte. »Jakob ... «
Wir gaben uns die Hand.
»Wie lange mag es her sein, daß wir ... «
Ich hob die Schultern. »1965.«
»Ja, aber - wir müssen uns seitdem doch mal gesehen haben?«
»Ein paarmal auf der Straße, vielleicht. Zufällig. - Warst du die ganze Zeit in der Stadt?«
»Mehr oder weniger. Und du?«
»Auch, jedenfalls seit 1970.«
»Sechzehn Jahre - und dann sind wir uns kaum begegnet.«
»Wie viele andere aus der Klasse hast du getroffen?«
Er sah sich um. »Tja, gute Frage.«
»So ist das eben. Wir trampeln uns Pfade und folgen ihnen, zum Wasserloch und zurück, Jahr für Jahr. Du kannst ein ganzes Leben in Bergen verbringen, ohne einem Klassenkameraden zu begegnen, der zwei Straßenecken weiter wohnt. Er geht seinen eigenen Weg zur Arbeit. Und du deinen. Und sie kreuzen sich nie.«
Er lächelte schief. Wieder sah er sich um. »Es ist traurig mit Jan Petter. Glaubst du, es kommt jemand von den anderen?«
»Paul Finckel kämpft sich da unten den Berg rauf.«
»Der Paul? Ist das da der Paul?«
»Mhm.«
Wir standen da und sahen auf Paul Finckel...
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