Der siebte Krimi aus der Serie mit dem Privatdetektiv Varg Veum. Wieder spielt die Handlung in der zweitgrößten Stadt Norwegens, Bergen. Wer die Stadt kennt oder einen Stadtplan zur Hand hat, kann das Geschehen auch räumlich gut verfolgen, da häufig Straßennamen, Stadtteile und Vororte genannt werden.
In diesem Buch häufen sich die Todesfälle unter den Schulkameraden von Varg Veum. Nach einem eher melancholischen Rückblick auf seine Jugenderlebnisse beginnt sich der Fall um die Mitglieder der Rockgruppe „The Harpers" zu drehen. Zwei von ihnen kamen vor kurzem ums Leben. Irgend etwas muß früher einmal geschehen sein, aber Vargs Ermittlungen verlaufen schleppend. Keiner will darüber reden. Gunnar Staalesens unglaubliche Beobachtungsgabe und seine Fähigkeit, dies mit seinen Worten niederzuschreiben, ließen mich in die Gedanken und in die Handlung versinken als sei ich mittendrin im Geschehen. Viele nachdenkliche Passagen schmücken den Mittelteil des Buches - Fragen um Glauben und Moral, die mit diesem Tiefgang neu sind in dieser Buchserie. Zum Schluss laufen die Fäden zusammen und mehrere Personen hätten „der Täter" sein können. Mit einem überraschendem Ausgang findet das Werk ein anrührendes Ende.
Bislang konnte ich mich nicht entscheiden, welches das beste Buch der Varg Veum-Serie sei. Nachdem ich nunmehr 9 von 10 ins deutsche übersetzte Bücher gelesen habe, weiß ich es: wenn es möglich wäre: 6 Sterne für die „Gefallenen Engel" !!!