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Gefühle in Zeiten des Kapitalismus. Adorno-Vorlesungen 2004
 
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Gefühle in Zeiten des Kapitalismus. Adorno-Vorlesungen 2004 (Broschiert)

von Eva Illouz (Autor)
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Produktinformation

  • Broschiert: 150 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp; Auflage: 1 (2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518584596
  • ISBN-13: 978-3518584590
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 11,6 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 283.716 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Wer in diesem Buch die Annahme bestätigt bekommen möchte, daß der Kapitalismus zu einer distanzierten, kühlen und unemotionalen Welt geführt habe, in der sich ökonomisches Handeln und das Reich der authentischen Gefühle unversöhnlich gegenüberstehen, wird sich verwundert die Augen reiben. Die israelische Soziologin Eva Illouz geht vielmehr von der These aus, daß die Kultur des Kapitalismus eine intensive emotionale Kultur ausgebildet hat: am Arbeitsplatz, in der Familie und in jeder Form von sozialen Beziehungen. Und sie geht weiter: Während ökonomische Beziehungen immer mehr und immer weitgehender durch Gefühle bestimmt werden, gilt für das Reich der Gefühle das Umgekehrte: Sie werden ihrerseits durch eine Ökonomisierung geprägt, die von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Trennung das Gefühlsleben reguliert. Dieses wird in immer deutlicherer Weise geprägt durch Verhandlungen, Austausch, Investitionen und Eigenkapital. Wer hat noch nicht davon gesprochen, etwas in eine Beziehung zu investieren? Illouz faßt dieses eigentümliche Verhältnis als emotionalen Kapitalismus und geht ihm in verschiedenen Feldern nach. Sie untersucht die neue Form der Gefühle im Internet-Chat und in Partnerbörsen, in Lifestyle-Magazinen und in Filmen, nimmt aber auch jene Berufsgruppe in den Blick, die aus den Irrungen und Wirrungen der Gefühle ihr Kapital zieht: die klinischen Psychologen.


Über den Autor

Eva Illouz ist Dozentin am Fachbereich für Soziologie und Anthropologie der Hebräischen Universität in Jerusalem. Forschungsschwerpunkte: Soziologie der Emotionen, der Konsumgesellschaft und der Medienkultur. Buchveröffentlichungen.

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21 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Frische Denkerin auf neuen Pfaden, 23. Mai 2006
Von Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Die Autorin ist Soziologin und Anthropologin an der Hebräischen Universität Jerusalem und bereitete mir bereits mit Ihrem Buch „Der Konsum der Romantik. Liebe und die kulturellen Widersprüche des Kapitalismus“ Freude. Nun erscheint im Suhrkamp, in gewohnt nüchterner Art, ein neues Werk in Deutsch. Sein Inhalt: Ihre Adorno-Vorlesungen in Frankfurt, zu denen sie 2004 eingeladen wurde.

Eva Illouz ist eine erfrischende Denkerin, die bekanntes Gedankengut so präzis und lange modelliert, bis wir neue Konturen erkennen. Und zu ihrem Handwerkszeug gehört auch eine besondere Sprache. Mit ihren wissenschaftlichen Metaphern schafft sie es, mich davon zu überzeugen, dass man sich nicht zwingend fachspezifischen Begriffen bedienen muss, um über Erkenntnisse der Emotionsforschung berichten zu können. Denn immer spürt man, dass Eva Illouz Damasio & Co gelesen hat und sich eingehend mit den Folgen dieser Forschungsarbeiten beschäftigte. Was die Leser inhaltlich erwartet, gebe ich am liebsten mit der Nennung einiger Überschriften bekannt: Die Neuausrichtung der unternehmerischen Vorstellungskraft; Ein neuer emotionaler Stil; Die kommunikative Ethik als Geist des Unternehmens; Die Rosen und Dornen der modernen Familie; Das Narrative der Selbstverwirklichung; Die Pragmatik der Psychologie; Das umworbene Internet; Virtuelle Begegnungen; Phantasie und Enttäuschung.

Mein Fazit: Die in Israel lehrende Soziologin überführt Erkenntnisse der Emotionsforschung in Gegenden, in denen oft so gesprochen wird, das nicht einmal Insider mitkommen, worum es geht. Glasklar und in einer eigenen Sprache verbindet Eva Illouz Natur- mit Geisteswissenschaften. Eine Entdeckung.
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5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Gefühlskalt, 21. November 2008
Ein hochtrabender Titel mit wenig Essenz.Die Ausbeutung emotionaler Ressourcen in der neuen Unternehmungskultur istnicht neu, genauso wie sie soziologische Sichtweise der Psychoanalyse.So ist Therapie für Illouz nur der Wunsch nach dem gesellschaftlichen Konstrukt der Selbstverwirklichung. Das ist falsch, weil Therapie nur bei psychischer Krankheit indiziert ist. Alles andere ist Vorurteil.Die Herausbildung des emotionalen Kapitals in der Moderne kommt sehr affirmativ daher. Hier wird nicht hinterfragt , ob es echte Gefühle oder doch nur Masken von Gefühlen sind.
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2 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Theorien, die besser strukturiert und ausgearbeitet sein sollten, 9. September 2008
Eva Illouz beginnt großartig, um dann zu zeigen, dass ihre Theorien sich auf nur wenige Fallbeispiele stützen und das Buch somit mehr verspricht, als es halten kann.

Die Ausführungen sind zu populärwissenschaftlich ausgefallen, um wissenschaftlich wirklich von Wert zu sein.
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