Irgendeiner hat mir mal geraten, eine Rezension nicht im Stil des rezensierten Buches zu verfassen. Jetzt ist aber das Problem, dass Evers Stil zum Nachahmen verleitet, weil er (also der Stil, nicht der Evers) so vulgär ist. Ein ganz normaler Typ von nebenan schreibt in diesem Buch halt auf, was ihm im Alltag so passiert. Steigert diese Beobachtungen dann ins Groteske und bleibt doch immer auf dem Boden. Kindlich naiver Blick trifft auf ungemein kompliziertes Weltgeschehen. Ist halt so. Ich habe mich irgendwie ertappt gefühlt und weiß nicht, ob ich das gut oder schlecht finden soll. Einerseits denke ich, naja, toll, dass da jemand ist, der auch auf dem Klo liest und das mal zugibt, andererseits habe ich mich gefragt: Will das denn einer wissen? Naja, und dann ist mir eingefallen, dass ich das ja wissen wollte, sonst hätte ich dieses Buch ja nicht in einem Atemzug durchgelesen. Der Evers, der lebt im Hier und Jetzt. Immer, egal was ihm passiert. Und das ist so einiges. Deutschlands ländliche Peripherie trifft auf Stadtmensch. Evers trifft seine Freunde, Technik trifft Evers, naja, und so weiter. Sehr amüsant, manchmal zum Schreien. Das Normale wird zum Wichtigsten erhoben und übersteigert.
Nee, jetzt fange ich an, mich im Kreis zu drehen, das muss ja dann auch nicht sein. Und bevor ich hier so rumschwafele, will ich allen, die Evers noch nicht kennen, dessen Werk wärmstens empfehlen. Jetzt ist die Rezension zu Ende.