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Gefühlssterne, Angstfresser, Verwandlungsbilder: Kunst- und Gestaltungstherapeutische Methoden und Modelle
 
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Gefühlssterne, Angstfresser, Verwandlungsbilder: Kunst- und Gestaltungstherapeutische Methoden und Modelle [Broschiert]

Udo Baer
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 408 Seiten
  • Verlag: Affenkönig; Auflage: 6., verb. Aufl. (8. Januar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3934933203
  • ISBN-13: 978-3934933200
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15,6 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 71.118 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Udo Baer
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Die Ergotherapeutin malt einen achtzackigen Stern auf ein Blatt Papier. Herr G., ein Schlaganfallpatient, schaut wie so oft misstrauisch, sitzt gebeugt auf seinem Stuhl. Schweigsam ist er, aber sie lässt nicht locker. Jede Zacke des Sterns ist ein Gefühl, die gegenüberliegende Zacke das gegenüberliegende Gefühl. Behutsam beschriftet er das Blatt, wählt für jedes Gefühl eine Farbe, malt dann den Stern aus. Mit ein bisschen Stolz lächelt er seinen sehr bunten Stern an. Frau W. hat Albträume. Sie wacht schreiend auf, kann nicht mehr einschlafen. Die Nachtschwester denkt an Schlafmittel, geht dann aber mit Frau W. in den Tagesraum. Da liegen alte Zeitungen. Die beiden Frauen kleben daraus einen Angstfresser zusammen. Sie kichern sogar dabei. Diesen kleinen pussierlichen Drachen hängt Frau W. über ihr Bett und schläft wieder ein. Frau K. malte in ihrem Wahn Augen, angstmachende, geängstigte Augen. Die Bilder bringt sie eines Tages ihrer WG-Betreuerin mit. Diese springt in den nächsten Copy-Shop, macht Farbkopien. Frau K. zerschneidet die kopierten Augen, bindet aus den Schnipseln einen bunten Blumenstrauß. Diese drei Anekdoten sind nicht in dem Buch zu finden, oder doch? Beim Lesen dieses Lehrbuches sind sie mir eingefallen. Daran schuld sind all die Geschichten, die dort geschrieben stehen. Denn neben den knapp und allgemeinverständlich gehaltenen Theorieteilen ist das Buch gefüllt mit Berichten über kunst- und gestaltungstherapeutischer Praxis. Und bei therapeutischer Praxis muss jetzt nicht an Emailleschild, Sprechstundenhilfe oder Couch gedacht werden, sondern an die doch immer wieder zu findenden warmen Nischen im sozialen System, in denen diese Geschichten möglich sind. Udo BAER, von Haus aus Pädagoge und Gestalt-Therapeut, hat ein Buch geschrieben für alle im Sozialen arbeitenden Menschen. Ein Hochschulstudium braucht der Leser nicht. Therapie ist Kunst." Mit diesen drei Worten beginnt das Buch. Dies ist eine freundliche Absage an den Wissenschaftler, der, einsam auf seinem Planeten sitzend, das Leben in ein dickes Buch katalogisieren will. BAER ist der kleine Prinz, der an die Einzigartigkeit eines jeden Menschen glaubt. Aus dieser Einsicht ergibt sich seine therapeutische Haltung. Klientenkompetenz heißt, dass nur der Klient die Kompetenz hat, seine Bilder zu deuten. Und noch wichtiger als das Deuten erscheint der Prozess des Gestaltens, der Kontakt zwischen Klient und Therapeut. Das Buch erscheint mir als wichtiges Bindeglied zwischen der psychotherapeutischer Kunsttherapie, die akademisierend versucht, später vielleicht doch noch als Heilmethode im Rahmen des Psychotherapeutengesetzes anerkannt zu werden und der Ergotherapie, die doch oft in funktionalen und medizinischen Strukturen denkt. Mehr als alle kunst- und gestaltungstherapeutischer Rafinesse, die hier dargestellt ist, überzeugt das Buch wegen seines Menschenbildes, macht es lesenswert für alle, die in sozialen Einrichtungen arbeiten. (praxis ergotherapie, Jg. 13(2), April 2000, S.86))

Baer liefert in dem vorliegenden Buch, auf dem Hintergrund eigener Erfahrungen in therapeutischer Praxis und langjähriger Tätigkeit als Leiter sozialtherapeutischer Fortbildungsgänge und psychotherapeutischer Aufbaufortbildung in kreativer Gestalttherapie, einen Überblick über die Vielzahl von kunst- und gestaltungstherapeutischen Methoden. Das breite Spektrum wird mit Bezug auf deren Einsatz in der Auseinandersetzung u. a. mit Gefühls-, Beziehungs-, Selbst- und Körperbildern in 14 Kapiteln dargestellt. Dabei werden nicht nur Anhaltspunkte für den Anstoß kreativer Prozesse in der Behandlung von bestimmten Problemen und Störungen vermittelt, sondern auch vielfältige Anregungen gegeben, mit dem vorgestellten Methodenrepertoire professionell zu experimentieren. Die Zuordnung zwischen Störungen und Methoden wird nicht rezeptartig erstellt. Stattdessen wird durchgehend der Stellenwert der Entwicklung einer tragfähigen therapeutischen Beziehung betont, die sich immer wieder neu entwickelt und durch ihre Einzigartigkeit auszeichnet. Das Augenmerk liegt folglich auf der Entfaltung einer wertschätzenden Kooperationsfähigkeit zwischen TherapeutInnen und KlientInnen und einer damit verbundenen, offenen Dialogbereitschaft, die sowohl Basis einer jeden Therapie sind als auch das inhaltliche Vorgehen steuernd" beeinflussen. Bereits im Rahmen der Methodenpräsentation gewährt Baer dem Leser einen Einblick in seine therapeutische Grundhaltung, zu der er im abschließenden Theorieteil (Kapitel 15), auch in (kritischer) Auseinandersetzung mit anderen Positionen, differenziert Stellung bezieht und Erwartungen für die weitere Entwicklung kreativer Therapieformen weckt. Therapeutisches Handeln, so eine Kernaussage des Buches, ist kein linearer Prozess. TherapeutInnen und KlientInnen steuern ihre jeweiligen Kompetenzen bei, um einen Rahmen gegenseitiger Wertschätzung aufzubauen, d. h. um hilfreiche Veränderungen und das Experimentieren mit Bildern zu begünstigen. In der Reflexion des eigenen professionellen Tuns werden die praxisrelevanten Anforderungen und theoretisch fundiertes Handeln einsichtig und nachvollziehbar verknüpft. Mit dem fließenden Wechsel von Beschreibungen, zu grundlegenden Überlegungen hinsichtlich der Fundierung und Zielsetzung der jeweiligen Methode und der konkreten Anwendungsbeispiele in verschiedenen Settings, werden die besonderen Möglichkeiten aber auch Schwierigkeiten kreativer Therapien deutlich. Diese liegen u. a. in der Kommunikationsstruktur von künstlerisch-bildnerischen Medien und Verfahren verborgen. Baer zeigt darum variable Kombinationen des Zusammenhangs von Wort und Bild bzw. von Gespäch und gestalterischen Prozessen auf. Die zahlreichen Fallvignetten, angereichert durch exemplarische Beispiele der in der Praxis entstandenen künstlerischen Ergebnisse, dienen der Veranschaulichung des Methodenspektrums. Dabei bieten die praxisbezogenen Schilderungen eine Fülle an Anregungen, das Charakteristikum der verschiedenen gestalterischen Ausdrucksmittel in der eigenen Arbeit verantwortungsvoll aufzuspüren. Ein professioneller Umgang mit Bildern verlangt jedoch nach Baer auch eine vertiefende Auseinandersetzung mit deren vielfältigen und vielschichtigen Wirkungsebenen: In Bildern können einerseits Konflikte fixiert werden, häufig mit erdrückendem Ausdruck verbunden, anderseits aber auch Probleme gelöst werden, bzw. Problemlösungen alternativ antizipiert werden. Der Umfang, der von Baer klar und nachvollziehbar beschriebenen Methoden, der Bezug zu verschiedenen Anwendungsbereichen und der flexible Einsatz von gestalterischen Methoden, je nach dem ob mit Kindern, Erwachsenen, mit Einzelnen, Paaren, Familien oder Gruppen gearbeitet wird, lassen das Buch zu einem Fundus für Praktiker werden. ... (Zeitschrift für Musik-, Tanz- und Kunsttherapie, 12 (1), 48-51, © Hogrefe-Verlag Göttingen 2001, S.48f)

Kurzbeschreibung

Alle Menschen haben innere Bilder. Wie diese Bilder ihren Ausdruck finden und im therapeutischen Dialog für Heilungsprozesse genutzt werden können, davon handelt dieses Buch. Udo Baer stellt eine Fülle von neuen kunst- und gestaltungstherapeutischen Methoden vor und erläutert sie und die zugrunde liegenden theoretischen Modelle an zahlreichen Praxisbeispielen. Für Kunst- und Gestaltungstherapeut/innen und für alle, die mit Menschen arbeiten und auch den Reichtum gestalterischer Methoden nutzen wollen.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bin begeistert 6. April 2010
Format:Broschiert
Das Buch wurde mir von einer Tanzherapeutin empfohlen. Ich arbeite als Kunsttherapeutin in einer Klinik und im eigenen Atelier. Ich bin begeistert von der neuen Richtung, die das Buch vorgibt, von den Übungen, wie sie dargestellt sind und von der Herangehensweise. Ich kann das Buch jeder/jedem empfehlen, die/der mit Menschen therapeutisch arbeitet.
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115 von 124 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Um es gleich vorweg zu sagen, mir gefällt dieses Buch. Es ist ein Lehrbuch - ganz sicher, ein Methodenbuch - vielseitig und anregend allemal, ein Theoriebuch - nicht zuletzt, auch wenn die 100 Seiten, die mit „Theorie" überschrieben sind, ganz am Ende des Buches stehen. Vor allem aber ist es ein Lesebuch, in dem ich mit Spaß und Erkenntnis schmökern kann, das mich auf jeder Seite anregt zu eigenen Assoziationen und Ideen. Man kann dieses Buch mit Nutzen von vorne nach hinten lesen, man kann es aber auch irgendwo aufschlagen, man beginnt zu lesen und fühlt sich gefesselt.
Baer schreibt flüssig. Er wählt bevorzugt einfache Begriffe in dem ausdrücklich begründeten Bemühen, sich auch für KlientInnen verständlich auszudrücken. Überhaupt ist unbedingter Respekt vor den Klienten zentrales Anliegen von Udo Baer und durchgängig zu spüren. Dies ist eine wohltuende Stärke dieses Buches. „Klientenkompetenz" ist einer der wichtigen Begriffe. Baer setzt ihn in Kontrast zum „besserwissenden Therapeuten", der nur neue Abhängigkeiten schaffe.
Auch wenn es das Inhaltsverzeichnis nahe legt: Theorie und Praxis sind bei Baer nicht getrennt. In den Kapiteln, die vor allem den Methoden gewidmet sind, findet man immer wieder auch theoretische Erläuterungen und in dem Theorie-Abschnitt praktische Beispiele. Es ist nicht zuletzt diese Verzahnung, die die Lektüre so angenehm macht. Schwammig wird die Darstellung dadurch keinesfalls. Wörtlich zitierte Gegenrede von KlientIn und TherapeutIn in der aufzählenden Form „Th: sagt dieses , Kl: sagt jenes", vermeidet Baer vollkommen. Direkte Rede wechselt mit Beobachtungen und wird ergänzt durch die beabsichtigten Intentionen. Nicht nur die Antwort, sondern auch das Verhalten des Klienten und die Reflexionen des Therapeuten sind der Beschreibung wert. Gerade diese Mischung der verschiedenen Ebenen des Prozesses lässt die Therapiesequenzen lebendig werden.
In dem Buch findet sich kein umfangreicher „Nachschlage-Katalog" von Methoden. Die beschriebenen Modelle sind in Kapiteln geordnet, die sich zum Teil an der Methodik (z.B. „Kleckerbilder") zum Teil an den therapeutischen Intentionen (z.B. „Verwandlungen und Prozesse") orientieren. Inhaltverzeichnis und Seitenüberschriften verweisen auf einzelne Übungen, und beim schnellen Nachschlagen hilft, dass die Handlungsanweisungen zu den Modellen meist in direkter Rede formuliert und kursiv gesetzt sind. Und dann findet man darüber hinaus eben Angaben zum theoretischen Hintergrund, Ausschnitte aus praktischen Therapiesequenzen, Hinweise, was inhaltlich oder technisch zu beachten ist, Anregungen zur weiteren Arbeit oder alternativen Verläufen. Dadurch werden die Übungen sehr plastisch und nachvollziehbar. Und die Möglichkeit einer eigenen Anpassung an ein anderes Szenarium erscheint immer mit intendiert.
Die Handlungsanweisungen zu den Übungen selbst sind knapp und präzise formuliert, aber oft um die wichtigen Kleinigkeiten ergänzt, die mögliche Störungen reduzieren oder den Patienten Wahlmöglichkeiten aufzeigen und Druck wegnehmen. Hier erkennt man die große Erfahrung von Udo Baer. Und hier bekommt man unmittelbares Handwerkszeug angeboten. Gefallen hat mir auch, dass er immer wieder Gedanken einbringt, wie ein niederschwelliger Einstieg in Übungen möglich ist (z.B. mit Kleckerbildern) oder wie schutzwürdige Interessen des Patienten geschützt bleiben und trotzdem bearbeitet werden können (z.B. ein Geheimnis mit weißer Farbe auf weißem Grund malen, so dass man mehr spürt als sieht). Auch hier erkenne ich viel Respekt vor dem Gegenüber.
Das Tun in der Gestaltung, der Prozess, und der verbale Austausch über das Produkt sind für Baer gleichwertig. Den kreativen Prozess nur als Vorstufe zur anschließenden Interpretation zu sehen, würde ebenso viel Potential verschenken, wie der Verzicht auf ein anschließendes Gespräch über das „Produkt". Häufig schlägt Baer einen Dreischritt bei der Auswertung vor: Das „Feedback", die Rückmeldung der Beobachtungen, die der Therapeut während des Gestaltens gemacht hat („An dieser Stelle des Bildes hat Dein Atem gestockt"), das „Sharing", der Austausch über die Reaktionen, die das Werk beim Klienten und beim Therapeuten auslöst, und zum Ende eine offene Frage, die den Klienten veranlasst, sich weiter mit dem Bild zu beschäftigen.
Baer beginnt das Buch mit den Worten: „Therapie ist Kunst". Und eben nicht Wissenschaft. Baer betont den Vorrang der Praxis. Theorie beschreibt er als Landkarte, die man benutzt, so lange sie zur Wegfindung hilfreich ist, aber beiseite legen sollte, wenn man sich vor Ort besser orientieren kann. Baer nennt die Gestalttherapie seine wichtigste Quelle und bleibt im Menschenbild und Therapieansatz auch dicht an deren Grundannahmen. Er scheut sich freilich auch hier nicht, die eine oder andere begriffliche Vereinfachung vorzunehmen. An anderer Stelle ergeben sich - vielleicht aus der speziellen Sicht der Kunst- und Gestaltungstherapie - Differenzierungen. Neu führt er z.B. den (nicht ganz so schlichten) Begriff „Tridentität" ein, mit dem er drei Grundaspekte von Kommunikation und Therapie beschreibt: „Nähren", „Spiegeln" und „Gegenüber". Mit diesen Faktoren haben andere Menschen Einfluss auf die Identitätsentwicklung des Einzelnen. Assoziationen an die „Vier Wege des Heilens" nach Petzold drängen sich auf.
Unmittelbar aus der gestaltungstherapeutischen Erfahrung erwächst die Bedeutung, die er der „Imagination" in einem eigenen Abschnitt zumisst. „Imaginationen" sind danach ein besonderer Bestandteil der allgemeinen menschlichen Fähigkeit, kreativ zu sein. Der Mensch kann sich ein Bild machen. Das geschieht ständig bewusst und unbewusst (z.B. als innere Antwort auf einen Begriff wie „Feuer"). Baer arbeitet vier Aspekte heraus, die Imaginationen für Veränderungsprozesse so wichtig machen: 1) Menschen können ganz neue Imaginationen erschaffen (als Produkt des Leibes). Daraus entsteht die Chance, innere und äußere Bilder zu gestalten und sie damit auch zu verändern. 2) In Imaginationen können Menschen in die Vergangenheit und in die Zukunft gehen oder an Orte (z.B. ins Innere des Körpers), die der direkten Beobachtung nicht zugänglich sind. Und Bilder, die ich mir mache, beeinflussen mein Verhalten. Damit ist schon der 3) Aspekt angedeutet: Zuerst kommt das Bild und dann die Tat (zuerst die Vorstellung einer Brücke über den Fluss und dann die Bautätigkeit). Imagination einer Veränderung ist die Voraussetzung einer realen Veränderung. Und 4) ist Sprache ohne Imaginationen nicht denkbar. Erst durch die inneren Bilder, die Sprache erzeugt, ist Verständigung möglich, wird Literatur oder Kommunikation lebendig. Und eben wegen dieser Bedeutung der „Imaginationen" ist es sinnvoll, sie in gestaltungstherapeutischen Prozessen nach außen sichtbar werden zu lassen.
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75 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Therapie ist Kunst 12. September 2003
Format:Taschenbuch
„Therapie ist Kunst." Mit diesen drei Worten beginnt das Buch. Dies ist eine freundliche Absage an den Wissenschaftler, der, einsam auf seinem Planeten sitzend, das Leben in ein dickes Buch katalogisieren will. Baer ist der kleine Prinz, der an die Einzigartigkeit eines jeden Menschen glaubt. Aus dieser Einsicht ergibt sich seine therapeutische Haltung. Klientenkompetenz heisst, dass nur der Klient die Kompetenz hat, seine Bilder zu deuten. Und noch wichtiger als das Deuten erscheint der Prozess des Gestaltens, der Kontakt zwischen Klient und Therapeut.

Das Buch ist ein Plädoyer für sozialtherapeutische Handelns auch dort, wo viele resignieren.. Mehr als alle kunst- und gestaltungstherapeutischer Rafinesse, die hier dargestellt ist, überzeugt das Buch wegen seines Menschenbildes, macht es lesenswert für alle, die in sozialen Einrichtungen arbeiten.

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