Pressestimmen
"Jane Austens Werke zählen längst zur Weltliteratur, einige nach ihnen gedrehte Filme sind zu Kassenschlagern geworden. Ihre Romane fanden und finden immer noch im Fernsehen und Kino ein Millionenpublikum." (Der Spiegel)
Kurzbeschreibung
Schilderung einer Gesellschaft, deren Denken sich um Teezirkel und Bälle dreht oder darum, wer wohl die beste Partie macht. Inmitten aber stehen Menschen, die auszubrechen versuchen aus den Ritualen und Verstrickungen, in die sie geraten sind - Menschen, schwankend zwischen Gefühl und Verstand.
Klappentext
»Verstand und Gefühl« - die Geschichte von Elinor und Marianne Dashwood, den zwei ungleichen Schwestern. Die Darstellung ihrer Gefühlswelt steht im Vordergrund der im ländlichen Bürgertum und Kleinadel spielenden Handlung.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe:
Taschenbuch
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Über den Autor
Jane Austen wurde 1775 in Steventon (Hampshire) als Tochter eines Landpfarrers geboren. Sie ist die Schöpferin bedeutender klassischer Werke der englischen Literatur. Nach Meinung ihres Bruders führte sie "ein ereignisloses Leben". Sie starb 41-jährig, unverheiratet und kinderlos, an Tuberkulose. Ihre literarische Welt war die des englischen Landadels, deren wohl kaschierte Abgründe sie mit feiner Ironie und Satire entlarvte. Psychologisches Feingefühl und eine lebendige Sprache machen ihre scheinbar konventionellen Liebesgeschichten zu einer spannenden Lektüre.
Auszug
Seit langer Zeit schon war die Familie Dashwood in Sussex ansässig. Sie verfügte über ausgedehnten Landbesitz, dessen Mittelpunkt das Herrenhaus von Norland Park bildete. Dort hatten sie seit vielen Generationen so ehrbar gelebt, daß sie sich in der ganzen Nachbarschaft eines guten Rufes erfreuten. Der verstorbene Eigentümer dieses Anwesens, ein Junggeselle, war sehr alt geworden und hatte in seiner Schwester viele Jahre lang eine treue Gefährtin und Haushälterin gehabt. Aber ihr Tod, der zehn Jahre vor seinem eigenen eintrat, führte in seinem Haus zu großen Veränderungen. Denn um diesen Verlust zu ersetzen, lud er die Familie seines Neffen Mr. Henry Dashwood ein und nahm sie in sein Haus auf; dieser war der rechtmäßige Erbe der Besitzungen von Norland, und ihm wollte sie sein Onkel auch vermachen. In der Gesellschaft seines Neffen, seiner Nichte und deren Kinder verbrachte der alte Herr seine Tage in großer Zufriedenheit. Seine Angehörigen wuchsen ihm immer mehr ans Herz. Die beständige Aufmerksamkeit, mit der Mr. und Mrs. Dashwood seinen Wünschen begegneten, ging nicht auf bloßes Eigeninteresse sondern auf wirkliche Herzensgüte zurück und gewährte ihm alle erdenkliche Bequemlichkeit, die er in seinem Alter noch erlangen konnte, und die Fröhlichkeit der Kinder gab seinem Leben noch einen zusätzlichen Reiz.
Aus einer früheren Ehe hatte Mr. Henry Dashwood einen Sohn, von seiner jetzigen Frau drei Töchter. Der Sohn, ein gesetzter, angesehener junger Mann, war durch das beträchtliche Vermögen seiner Mutter, dessen eine Hälfte ihm bei seiner Volljährigkeit übertragen wurde, reichlich versorgt. Durch seine Heirat, die kurz darauf erfolgte, wurde er noch wohlhabender. Für ihn war es daher nicht so wichtig, das Erbe von Norland anzutreten, wie für seine Schwestern; denn ohne das, was ihnen zufallen würde, wenn ihr Vater den Besitz erbte, konnte ihr Vermögen nur sehr gering sein.... . -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .