Endlich, „Gefälschtes Gedächtnis", der neue Roman von John F. Case! Nach dem genialen „Der Schatten des Herrn" und dem leider nur durchschnittlichen „Das erste der sieben Siegel" nun ein weiteres Highlight aus der Feder von Case?
„Gefälschtes Gedächtnis" zieht einen von den ersten Seiten an in seinen Bann. Im gewohnten Stil lässt einen der Thriller einfach nicht mehr los, man kann das Buch kaum mehr aus der Hand legen, muß einfach wissen wie es weitergeht.
Diesmal erzählt John F. Case die Geschichte eines Psychiaters, dessen junge Patientin Nico Selbstmord begeht. Nicos Schwester, Adrienne, sucht die Schuld ihres Todes bei Duran, Nicos Therapeuten. Wegen absichtlicher Zufügung emotionaler Qualen und wegen Betruges verklagt sie ihn. Nach Recherchen von Adrienne und ihrem Detektiv habe er angeblich nie sein Diplom in Psychologie abgelegt, sei angeblich noch nicht mal Jeffrey Duran, der laut Sterbeurkunde schon lange tot ist, sondern einfach nur ein Schwindler. Durans heile Welt beginnt langsam einzustürzen...
Wer ist Duran wirklich, was ist ihm widerfahren? Warum kann er sich kaum an seine Vergangenheit erinnern? Und weshalb nahm sich seine Patientin das Leben? Noch mysteriöser wird die ganze Angelegenheit als Auftragskiller Duran und Adrienne an den Kragen wollen...
Nach und nach erfährt der Leser mehr von Durans dunkler Vergangenheit, von Nicos Selbstmordmotiv, warum plötzlich Jagd auf die beiden Hauptdarsteller gemacht wird.
„Gefälschtes Gedächtnis" fesselte mich bis zum Ende, das leider auch der größte Schwachpunkt des ansonsten genialen Romans ist. Hier hätte ich mir etwas mehr erwartet, ein wirklich enttäuschender Schluß für eine Buch diesen Kalibers.
Trotzdem kann ich jedem Fan spannender Thriller dieses Buch wärmstens ans Herz legen. Der Kauf hat sich auf jeden Fall gelohnt!