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Gefährliches Landleben
 
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Gefährliches Landleben [Taschenbuch]

Margery Allingham , Brigitte Mentz
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Goldmann (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442053935
  • ISBN-13: 978-3442053933
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 11,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 707.027 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

„Zuerst wurde sein Sekretär erschossen. Er hatte im Lehnstuhl seines Herrn gesessen. Dann wurde sein Butler vergiftet, der offenbar hinter dem Whisky seines Herrn her war. Dann hatte sein Chauffeur einen geheimnisvollen Unfall, und zu guter Letzt fiel einem Mann, der mit ihm zusammen die Straße entlangging, ein Mauerstein auf den Kopf.“ Die Gerüchteküche brodelt, und es werden bereits Wetten darüber abgeschlossen, wie lange der Amerikaner Crowdy Lobbett noch zu leben hat. Der alte Richter hat mit großem Glück bereits vier Mordanschläge überlebt, doch scheint ihn das wenig zu beunruhigen. Nur widerwillig lässt er sich von seinem Sohn auf eine Schiffsreise nach England überreden, doch schon auf der Überfahrt hat man es wieder auf Crowdy Lobbett abgesehen: In letzter Sekunde greift Albert Campion ein, der zufällig an Bord ist, und rettet dem alten Herrn das Leben. Als der Richter, in London angekommen, ein weiteres Mal nur knapp einem Anschlag entgeht, wird seinem Sohn klar, dass er mit Hilfe der Polizei allein das Leben seines Vaters nicht wird retten können. Er wendet sich an Albert Campion, der Crowdy Lobbett bei seinen Verwandten in Suffolk vorübergehend in Sicherheit bringt. So glaubt er zumindest, doch bald schon wird er eines Besseren belehrt. „Simister“, ein geheimnisumwobener Krimineller, den Richter Lobbett sein Leben lang bekämpft hat, stellt ihm selbst bis dorthin nach. Denn dem berühmten Simister entkommt der Legende nach niemand – nicht einmal ein Privatdetektiv vom Format eines Albert Campion ...

Über den Autor

Margery Allingham, geboren 1904 in London, veröffentlichte ihren ersten Roman im Alter von neunzehn Jahren. Vier Jahre später heiratete sie den Künstler Philip Youngman Carter, der den Umschlag ihres ersten Buches gestaltet hatte. Berühmt wurde sie mit ihren insgesamt 20 Kriminalromanen um den höflichen Detective Albert Campion, von dem manche behaupten, er sei eine Karikatur von Dorothy Sayers' Krimiheld Lord Peter Wimsey. Heute gilt Margery Allingham wegen ihrer subtilen Erzählkunst, ihrem Witz und ihrer ungewöhnlichen Erfindungsgabe zu den großen Autorinnen klassischer englischer Kriminalromane. Margery Allingham starb 1966 in Colchester, Essex.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Melanie Holtmann VINE™-PRODUKTTESTER
Bis zur Hälfte hätte "Gefährliches Landleben" von mir glatte fünf Sterne bekommen. Danach - und ich gebe absolut zu, dass das ein subjektives Kriterium ist - war mir zu viel Spektakel und zu wenig Spektakuläres, vor allem in der Auflösung. Ich bin wohl zu sehr Agatha-Christie-geeicht und erwarte ihre raffinierten Tat/Täter/Motiv-Konstrukte auch bei anderen Autoren. Dabei geht Margery Allingham die Sache ganz anders an. Auch bei ihr gibt es die mysteriöse Ausgangslage - der Richter, dem ein omnipotenter Mega-Gauner seine Bande auf den Hals hetzt, um das Geheimnis seiner Identität zu wahren, muss von Allinghams Serien-Detektiv Albert Campion beschützt werden - und die zum Mitraten einladenden Ereignisse und Requisiten. Ganz hübsch gelingt ihr ein Rätsel, bei dem vom verstorbenen Pfarrer ein Haufen verwirrender Dinge bzw. Botschaften hinterlassen werden. Aber Allingham mag es offensichtlich nicht, ihre Leser wie weiland Dame Agatha aufs Kreuz zu legen. Alle Ingredienzen, die zum Handwerkszeug des detection novel - Verfassers gehören, beherrscht sie auch, aber die Antworten auf alle Fragen, die sie dem Leser stellt, sind verblüffend - übersetze hier: enttäuschend - einfach.

Dennoch fügt Allingham dem Genre auch etwas Eigenes hinzu. Da ist einmal die höchst exzentrische Hauptfigur Albert Campion. Der Name ist nur ein Pseudonym; es wird eine Herkunft aus höchsten Adelskreisen angedeutet, Bekannte finden sich unter höchst zwielichtigen Gestalten und Mr Campion selbst besitzt ein verhältnismäßig komplexes Innenleben, das Allingham in der exzentrischen Form der Campion'schen Kommunikation andeutet und sonst durch die Beschreibung von Gesten oder Blicken recht geschickt artikuliert. Damit unterscheidet er sich deutlich von Schnüffelkameraden wie Christies Hercule Poirot oder Dorothy Sayers' Lord Peter Wimsey, der immerhin auch ein Psychoprofil verpasst bekommt. Mit Campion muss man erst einmal warm werden, und trotz meiner Befremdung rechne ich es Allingham hoch an, ihrem Protagonisten derart eigenwillige Züge verliehen zu haben.

Ein weiteres Plus ihrer Campion-Romane besteht darin, dass Allingham in ihren Geschichten einen für die teils recht gemütlichen "Häkelkrimis" der alten englischen Schule ungetrübten Blick auf die Realität wirft. Der Zustand der Leiche eines Selbstmörders zum Beispiel wird ungeschminkt in seiner ganzen Unschönheit beschrieben, und auch sonst ist der Ton eindeutig rauher als bei ihren Krimi-Kolleginnen.

Viel auf der Habenseite - warum also nur drei Sterne? Wie gesagt, zum einen und vielleicht vor allem anderen dringt da bei mir die Christie-Sozialisation durch. Allinghams Krimis beginnen immer vielversprechend und kippen irgendwann in nahezu reinen Aktionismus; irgend jemand muss befreit werden und auch sonst bewegt sich der Kilometerzähler. Allingham gibt alles peu à peu preis, nicht wie zum Beispiel Christie in ihren obligatorischen "the truth revealed" - Sequenzen am Ende der Stories. Die eine wuchert mit ihren Pfunden, die andere erzählt sich einfach durch. Mir gefällt ersteres eindeutig besser. Eins muss man Allingham aber zugestehen: Sie ist gegenüber Christie die versiertere Erzählerin; so wechselt etwa des öfteren die Erzählperspektive (aber auch das bedeutet natürlich die Preisgabe mancher Asse, die sich Christie in der Hinterhalt behalten hätte) und überhaupt bemüht sich Allingham, dem dürren Krimiplot dramaturgisches Fleisch auf die Rippen zu schneidern. Wieder die Betrachtung von der anderen Seite: Christie hätte das gar nicht nötig gehabt, weil die raffinierten Mordgeschichten als Substanz die ganze Handlung allein tragen können.

Das war jetzt eine etwas längere Auseinandersetzung, und der Vergleich zwischen einzelnen Autoren erscheint auch mir nicht ganz fair. Hauptsächlich um der Drei-Sterne-Begründung willen sei es mir aber für dieses Mal verziehen. Ich gebe die Hoffnung mit Allingham noch nicht auf, zumal ihre Geschichten keineswegs schlechter Lesestoff sind. Vielleicht wird es ja eine Liebe auf den dritten oder vierten Blick.
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Klamauk + Krimi = Campion 22. Februar 2012
Von Gabi
Von Amazon bestätigter Kauf
Das der Vorname Albert von dem Verb albern" abgeleitet wird, steht nach der Lektüre dieses Buches außer Frage. Oder, um es mit den Worten eines Akteurs des Krimis auszudrücken: Dieser reichlich lästige Humor von Ihnen...".

Die Person des Albert Campion wurde von Margery Allingham bewusst so angelegt. Ein blasser, unscheinbarer junger Mann, gerne sehr ausführlich in Metaphern sprechend, spazierend auf dem schmalen Grad zwischen amüsant-albern und nervend-albern. Dass diese Albernheit und vor allem das bewusst naive und dümmliche Gebaren nur vorgeschoben sind, versteht sich von selbst.

Zitat:
(...)Aber ich verstehe nicht, wie Sie in diese ganze Sache hineingeraten sind. Was für ein Spiel spielen Sie? Wer sind Sie?"
Der blasse junge Mann sah noch törichter aus als zuvor, falls das überhaupt möglich war.
Was ich spiele?", fragte er. Ich verstehe nicht ganz, was Sie meinen. Speerwerfen kann ganz gut, und gelegentlich spiele ich auch Flohhüpfen (...)"

Und so nimmt Albert Campion den Fall um Richter Lobbett in die Hand. Ihm, und somit auch uns, begegnen eine Menge, teilweise zwielichtige, Gestalten, die Lösung des Falls ist vertrackt, aber keineswegs zu vertrackt für Mr Campion. Und der geübte Krimileser kann es Albert Campion gleichtun, und die richtige Fährte wittern.

Wer den typischen, alten britischen Krimi im Stil von Agatha Christie mag, ist bei Margery Allingham richtig. Und wer dazu noch ein bisschen Klamauk mag und einen Detektiv, der sich selbst nicht so ernst nimmt, wird sie lieben.
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