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Gefährliche Wahl: Wie Demokratisierung in den ärmsten Ländern der Erde gelingen kann
 
 
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Gefährliche Wahl: Wie Demokratisierung in den ärmsten Ländern der Erde gelingen kann [Gebundene Ausgabe]

Paul Collier , Klaus-Dieter Schmidt
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Preis für beide: EUR 29,85

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
  • Verlag: Siedler Verlag (17. August 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3886809366
  • ISBN-13: 978-3886809363
  • Originaltitel: Wars, Guns, and VotesDemocracy in Dangerous Places
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,2 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 436.578 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Paul Collier
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Collier führt seine Forschung als Abenteuer aus. Wie ein Zauberkünstler jongliert er Fakten und Zahlen und knallt die Ergebnisse seiner unerwarteten Fragestellungen aufs Blatt.« (Die Zeit )

„Colliers Stärke ist, dass er seine Thesen aus empirischen Daten ableitet - ohne Rücksicht darauf, ob sie ihm selbst gefallen oder nicht. Deswegen gibt sein Buch jede Menge - oft auch unangenehme - Denkanstöße.“ (Handelsblatt )

»Der Autor überzeugt, weil er seine originellen Thesen mit ausführlichen Untersuchungen und umfangreichem Zahlenmaterial belegen kann.« (Das Parlament )

Kurzbeschreibung

Damit aus Wahlkämpfen keine Bürgerkriege werden

Eine Milliarde Menschen leben in den ärmsten Ländern der Erde, die zugleich auch die undemokratischsten Staaten der Welt sind. Warum ändert die Entwicklungshilfe der reichen Industrienationen daran nichts? Und warum führen Wahlen in armen Ländern oft zu noch mehr Armut und Krieg statt zu Wohlstand und Frieden? Der Ökonom und Bestsellerautor Paul Collier untersucht die entscheidende Funktion von Wahlen in den ärmsten Ländern der Erde und zeigt, was wir tun müssen, um die Demokratisierung dieser Staaten wirklich zu unterstützen.

In seinem neuen Buch betrachtet Paul Collier die Demokratisierungsversuche der ärmsten Länder der Erde und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis: Wahlen, von den reichen Geberländern als erster, entscheidender Schritt auf dem Weg zur Demokratie gepriesen, verstärken in vielen armen Ländern die politische Gewalt und vertiefen gesellschaftliche, oft auch ethnische Gräben. Statt ein friedliches, demokratischeres Gemeinwesen zu schaffen, enden Wahlen in armen Ländern meist in der Festigung des herrschenden Regimes oder gar in Putschen und Bürgerkriegen. Das Elend der Bevölkerung wächst dadurch unweigerlich.

Paul Collier plädiert deshalb für einen radikalen Wandel in unserem Bemühen um eine Demokratisierung armer Staaten. Statt mit der Durchführung von Wahlen nur demokratische Fassaden aufzubauen, müssen die reichen Industriestaaten den Ländern der »untersten Milliarde« mehr internationale Sicherheit bieten, damit sie ihren eigenen Weg zur Demokratie finden. Dies kann jedoch nur gelingen, wenn wir völlig neu über humanitäre und militärische Interventionen nachdenken.

Plädoyer für eine wirksame Entwicklungspolitik.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Carl-heinrich Bock HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Der mehrfach ausgezeichnete Ökonom mit Oxford Professur und Direktor des Zentrums für afrikanische Ökonomien an der Universität Oxford, Peter Collier, untersucht in seiner Studie warum Demokratisierungsversuche in den ärmsten Ländern immer wieder scheitern müssen und wie erfolgreiche Konzepte aussehen könnten. Eine Milliarde Menschen leben in den ärmsten Ländern der Erde und Collier zeigt, wie schwer es ist die Handlungsanleitungen für eine Verbesserung des asymmetrischen Verhältnisses zwischen den reichen Industrienationen und den Ländern "der untersten Milliarde" zu geben. Dabei hat er keine wirklichen Theorien zur Hand, sondern er zeigt ungeschönt die entwicklungstechnischen Fehlentwicklungen, beruft sich auf die Fakten, die in der Geschichte immer dazu geführt haben, dass der wachsende Wohlstand der einen Seite immer zu Lasten der anderen gegangen ist. Da die wirklichen Schwierigkeiten bisher offenbar unterschätzt wurden, plädiert Collier dafür, dass neue Strategien gesucht werden. Er fragt sich, ob die Durchführung von Wahlen in Ländern der Dritten Welt, sie eine Diktatur oder einen Bürgerkrieg hinter sich haben, ein Garant für demokratische Verhältnisse sind und kommt dabei zu dem Schluss, dass in der Konsequenz diese fatalen Demokratisierungsversuche sowie die westlichen Entwicklungshilfen oder Militäreinsätze zur Friedenssicherung oft zu mehr Armut und Krieg, statt zu Wohlstand und Frieden führen. In vielen Ländern wird dadurch die Korruption gefördert, die politische Gewalt nicht eingedämmt. Die gesellschaftlichen und ethnischen Zerwürfnisse werden nicht minimiert, sondern eher noch vertieft.

Das fokussierte Problem der Länder "der untersten Milliarde" besteht in der Regel darin, das ihre Gesellschaften zu groß und zu klein sind - zu groß, weil sie zu unterschiedlich sind, um "bei der Erzeugung öffentlicher Güter zusammen zu arbeiten und zu klein, da sie bei der Bereitstellung des wichtigsten öffentlichen Guts, der Sicherheit, diesen Größenvorteil nicht nutzen können".

Bei allen Versuchen eine liberale Diktatur in diesen Ländern einzuführen vergessen westliche Politiker, dass auch wir diesen Schritt aus der Diktatur in die Demokratie nicht in einem Sprung geschafft haben. Mit dem Understatement eines Wissenschaftlers, der mit Sicherheit weiß, das seine Methode auch nicht das Allheilmittel ist, entwickelt er diverse Kombinationsmodelle in dem Bemühen um einen radikalen , in dem Bemühen um eine Demokratisierung armer Staaten, wohl wissend, dass sich Demokratien in multiethnischen Gesellschaften schwer realisieren lässt.

Die reichen Länder haben fraglos den Willen die armen zu unterstützen - wenn auch aus Eigennutz, aber wie soll das erfolgreich geschehen? Bei der Suche nach neuen Strategien, bei der Vermeidung von Fehlern, bei seinem Plädoyer für eine neue wirksame Entwicklungspolitik kommt der Autor dann auch zu fragwürdigen Spekulationen, wie dem Überdenken des Subsidiaritätsprinzips mit Hilfe begrenzter militärischer Interventionen, die bei mir auf erheblichen Vorbehalt stoßen. Trotzdem regen die zusammengetragenen Fakten du Zahlen zum Nachdenken an und belegen, dass der Frieden in "Postkonfliktgebieten" besonders gefährdet ist.
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Von P. Hoss
Format:Gebundene Ausgabe
Paul Collier versteht es dem Leser Zusammenhänge auf eine verständliche und nachvollziehbare Art und Weise zu vermitteln. Der Inhalt dieses Buches hätte 5 Sterne verdient, aber die Fülle an Druckfehlern hat mir die Lektüre vermiest. Besonders das Kapitel "Kernschmelze an der Elfenbeinküste" hätte so niemals in den Druck gelangen dürfen, das finde ich schon ziemlich beschämend für den Verlag!
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Notwendige Ernüchterung 22. August 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch sollte Pflichtlektüre für jeden sein, der sich mit den Problemen der Dritten Welt, insbesondere Afrikas, beschäftigt, aber auch für all jene, die glauben, dass die Probleme eines armen Entwicklungslandes bereits durch die Abhaltung von Wahlen gelöst sind. Die Realität ist - wie so oft - sperriger und Collier schildert sehr differenziert, empirisch unterfüttert und nachvollziehbar, welche Anreize und Versuchungen in der politischen Realität eines afrikanischen oder jedes anderen Landes am Fuss der Einkommenspyramide bestehen. Zwei Zitate, die mich besonders beeindruckten: 'Wir fanden heraus, dass die Demokratie in Ländern mit mittlerem Einkommen das Risiko des Auftretens von politischer Gewalt systematisch verringert. (...) Aber in einkommensschwachen Ländern macht Demokratie die Gesellschaft gefährlicher.' (S. 28) "Möglicherweise haben wir diese Gesellschaften durch die Einführung von Wahlen in ein Zwischenreich geführt, wo sie weder die Fähigkeit von Autokratien besitzen, entschlossen zu handeln, noch das verantwortungsvolle Regierungshandeln einer wahren Demokratie geniessen.' (S. 58) Warum das so ist, wird in Kapiteln zu Ethnopolitik, Waffen, Kriegen und Putschen ausgeführt, stets auch an den afrikanischen Politiker als möglichen Leser gerichtet. Die Schlussfolgerungen und Handlungsvorschläge Colliers - Sicherstellung korrekter Wahlen, redlicher Umgang mit dem Staatshaushalt und internationale Sicherheitsgarantien - sind einleuchtend. Alleine, mir fehlt der Glaube an die Bereitschaft der wohlhabenden Staaten, die damit verbundenen finanziellen und insbesondere militärischen Verpflichtungen zu übernehmen - so nahe liegen Rede und Geldbeutel in unseren Gesellschaften nun doch nicht beieinander. Colliers Buch wird aber als Stachel im Fleisch bleiben. Keiner kann sagen, zu diesem Thema hätten keine fundierten Erkenntnisse und Vorschläge vorgelegen. Daher: lesen!
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