In "Gefährliche Stille" (Fischer 15284 - "Listen to the Silence", 2000) ermittelt Sharon McCone in einer der bekanntesten US-Krimiserien in eigener Sache. Nach dem Tod ihres Vaters entdeckt sie bei Durchsicht des schriftliche Nachlasses ihre Adoptionsurkunde. Demnach wurde das "Baby Girl Smith" von ihren "Eltern" an Kindes statt angenommen. Sharon McCone, mittlerweile an die 40 Jahre alt, ist geschockt, daß ihre "Eltern" nicht ihre leiblichen Eltern waren, und begibt sich auf die Spurensuche in die Vergangenheit. Ihre Mutter ersucht sie, die Vergangenheit ruhen zu lassen, und ihre Geschwister behaupten, nichts davon gewußt zu haben. Das Ergebnis ihrer ersten Befragungen ist ausgesprochen mager. Doch über Anraten ihres Lebensmenschen, Hy Ripinsky, hält sie sich dann nicht an das, was die Leute sagen, sondern an das, was sie nicht bereit sind zu sagen. Einem Hinweis auf ihre Großtante Fenella und ihre indianische Herkunft folgend, geht sie ihren Spuren in einem Shoshonen-Reservat nach. Bald glaubt sie, ihre Mutter und ihren Vater ausgemacht zu haben. Doch bis sie ihre Eltern wirklich gefunden hat, gibt es mannigfache Zwischenfälle und die Aufklärung eines Verbrechens. Alles in allem einer der besten "Kriminalromane" von Marcia Muller mit Sharon McCone.