Sandra Brown ist mir durch ihre Krimis ein Begriff.
Da mir sowohl ihre kriminalistischen Plots, als auch ihr Schreibstil zusagten, dachte ich mir,
die leichte Kost eines Liebesromans von ihr sei gut zu geniessen.
Leider völlig daneben.
Die Geschichte handelt von einer amerikanischen, jungen (natürlich wunderschönen) Frau namens Jordan, welche mit einem reichen (und natürlich überaus attraktiven) Schweizer - Helmut - verlobt ist. Das Krude: bis auf ein Küsschen ist angeblich zwischen den Verlobten nichts körperliches geschehen :-) Dagegen war Hedwig Courths-Mahler verrucht.
Durch einen völlig abstrusen Zufall lernt sie den (natürlich auch blendend aussehenden) Landsmann Reeves kennen, bei dem sie ihre bisheriges "Rühr-mich-nicht-an" Verhalten sofort ablegt...
Das die Geschichte vorhersehbar und völlig realitätsfremd ist, mag noch zu verkraften sein.
Unmöglich jedoch die platten, nicht ansprechenden Dialoge. Ganz schrecklich: alle Beschreibungen der heissen Liebesnächte...
Wer einen netten, leichten Liebesroman lesen möchte, der greife denn doch lieber zu den bewährten, zuckersüßen Nora Roberts Romanen... Oder für etwas gehobenere Stunden: er greife zu den wirklich gelungenen Klassikern von Jane Austen, wo die Geschichten raffieniert, die Charaktere ausgereift und die Sprache noch lyrisch zu nennen ist.
Zu Sandra Browns Entschuldigung mag gesagt sein, das dies eines ihrer frühen Werke ist, wo sowohl ihr Schreibstil als auch ihre Geschichten noch alles andere aus ausgefeilt waren.
Ab sofort heißt es für mich:
Sandra Brown als Krimiautorin: zu empfehlen
Sandra Brown für Liebesromane: liegen lassen....