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1.0 von 5 Sternen
Keine Konkurrenz für Harry Potter, 24. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Gefährliche Neugier (Broschiert)
Diesem Buch fehlt jegliche Spannung. Das Wesentliche ist nämlich bereits auf Seite 17 klar - und dort zeigt sich auch, daß die Eltern über die Organisation "OFAP" bestens informiert sind. Zum Vergleich - ich habe etwas in anderen Jugendbüchern geblättert. Dort ist jede Seite spannend, und macht Lust, das Buch zu lesen, also auch wenn man in der Mitte beginnt! Bei "Gefährliche Neugier" ist die Handlung jedoch nur ein wenig überzeugender Rahmen.
Die vier Helden der Geschichte, Anna, Robin, Lena und Frank haben keine Persönlichkeiten, keine Eigenschaften, kein Profil. Sie sind lediglich Namen ohne Eigenschaften. Man hätte sie ebensogut A, B, C und D nennen können. Dadurch fehlt dem Leser die Möglichkeit, sich in irgendeiner Weise mit ihnen zu identifizieren. Die Jugendlichen reden miteinander immer sachlich, kaum emotional. Sie verhalten sich untereinander wie Erwachsene in kleinen Körpern. Auch der Wortschatz ist nicht der von Jugendlichen. Nicht einmal die Autorin selbst wird in ihrer Jugend so geredet haben.
Die Detailliebe der Autorin geht leider ins Absurde - und ist doch nicht vollständig. Auf Seite 14 nehmen Robin und Anna eine große Flasche Cola aus dem Kühlschrank, sowie zwei Gläser und eine Tüte Chips nach oben. Sie bitten die Mutter, sie zu rufen wenn das Essen fertig ist. Auf Seite 16 kommen sie dann jedoch - trotz der Chips - selbst herunter, weil sie Hunger haben. Später gehen sie wieder nach oben. Auf Seite 19 gehen sie wieder nach unten, und Anna stellt die leere Flasche in die Getränke-Kiste zurück. Letzteres ist, wie viele Eltern mir sicherlich bestätigen werden, ein Wunder. Es fehlt eigentlich nur noch daß Anna eine volle Flasche Cola aus dem Keller in den Kühlschrank stellt, die beiden Gläser in den Geschirrspüler steckt, und die Verpackung der Chips in die gelbe Tonne wirft...
Auf Seite 47 holt sich Klaus eine Pizza aus dem Gefrierfach. Auf Seite 48 zieht er die Pizza aus der Mikrowelle, ohne sie je hineingetan zu haben. (Daß in einer klassischen Mikrowelle ohne Grill und Crunch-Platte gar keine Pizza gelingen kann, war der Autorin wohl nicht bekannt)
Ebenfalls bedauerlich ist daß es keine Illustrationen gibt, zum Beispiel eine Skizze zum Anfang eines Kapitels.
Positiv überrascht hat mich daß die Autorin keine Attacken gegen Personen aus der Kritiker-Szene eingeschmuggelt hat, denn in drei ihrer anderen Büchern gibt es diese Angriffe; seit 2002 lehnt sie es sogar vollkommen ab, an Scientology direkte Kritik auszuüben und konzentriert sich darauf, den Kritikern von Scientology alles mögliche vorzuwerfen und verharmlost Scientology, ganz im Gegensatz zu früher.
Als "Gefährliche Neugier" erschien, hielt ich es für eine gute Idee, Jugendliche durch ein Roman über die Gefahren von Sekten aufzuklären. Nach der Lektüre bin ich anderer Meinung. Um die Gefahren von Scientology nahe zu bringen, sind Sachbücher wie "Der Sektenkonzern", "Mission mit allen Mitteln", oder die Hefte von K.H. Schneider sicherlich ein guter Weg - auch weil diese Leute nach wie vor zu dem stehen, was sie früher geschrieben haben. In einem Jugendbuch wäre es dagegen sinnvoller, vor Sekten in allgemeinerer Form zu warnen - ähnlich wie es in den TV Serien "Ellen" und "Roseanne" in humorvoller Form schon mal getan wurde. Idealerweise sollte ein solches Buch durch einen Autor geschrieben werden, der bereits am Markt etabliert ist.
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8 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Scientology light, 11. September 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Gefährliche Neugier (Broschiert)
"Lieber den Einstieg verhindern als den Ausstieg nicht schaffen!" Renate Hartwig Anna aus der 9. Klasse wird zum Detektiv. Mitschüler verbringen ihre Freizeit immer mehr in einer Gruppe, die sich OFAP nennt. Wer steckt hinter diesem Kürzel? Warum darf man nichts erzählen, wenn man dort mitmacht? Weshalb verändert sich Sibylle, als sie mit Markus hingeht? Wer verschmiert die Autos mit warnenden Parolen? Warum unternimmt niemand etwas gegen die Anwerbung der Schüler? Wer alles macht schon mit? Fragen über Fragen, für die Anna zunächst keine Antwort bekommt. Ihre Neugier treibt sie in ein Abenteuer, durch das sie einer gefährlichen Psycho-Organisation auf die Spur kommt! Renate Hartwig hält seit 1991 Vorträge über gefährliche Psychogruppen und unberechenbare Sekten. Ihr größtes Anliegen war dabei immer, ein besonderes Augenmerk auf die naturgemäß neugierige und damit anvisierte Jugend zu lenken. Die wohl meiste Zeit ihrer Arbeit steckte sie neben zahlreichen Publikationen in die Aufklärung von Jugendlichen.
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6 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Lesenswert auch für Erwachsene, 3. Mai 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Gefährliche Neugier (Broschiert)
Absolut lesenswertes Buch zum Thema "Psychosekten". Anna kommt einer geheimnisvollen Organisation auf die Schliche, die in ihrer Schule Mitglieder anwirbt. Erschreckend wie die Struktur und die Lehre dieser Sekte dargestellt wird. Da Frau Hartwig selber Erfahrungen mit einer Sekte hatte ist das Buch absolut glaubwürdig. Gut verpackte Informationen - auch für Erwachsene.
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