Der Autor sagt eigentlich nichts anderes als das, was wir an den Universitäten versuchen von unseren Studierenden einzufordern: Klare Definitionen und das Wissen (sic!) um den Zusammenhang und Hintergrund und vor allem die richtige Verwendung von Begriffen. Exzellentes Beispiel dafür ist das ab Seite 62 beschriebene "Wissensmanagement". Auf Seite 63 unten schreibt der Autor "Wissen ist etwas, was beim derzeitigen Stand nichts mit Computern und IT zu tun hat, sondern mit Gehirnen und noch mehr mit Verstand und Vernunft ..." und weiter "Die Wissenschaften, die sich am intensivsten mit dem befaßt haben, was man am ehesten als Wissensmanagement bezeichnen könnte, werden in der Diskussion über Wissensmanagement am wenigsten beachtet. Es sind die Pädagogik, die Lern- und Kognitionspsychologie, die Neurowissenschaften, die Kybernetik und Teile der Philosophie ... auf naive Weise wird (wieder) bei Adam und Eva begonnen - und meistens bleibt man dort stecken, oder man münzt einfach die Begriffe um und spricht statt von Daten und Information nun von Wissen ...". Freilich, der Autor wählt in diesem Buch eine etwas saloppe Sprache, aber es ist ja nicht als Lehrbuch, sondern als (Manager-) Lektüre gedacht. Daher ist es auch schnell zu lesen, und kann daher als (Extra-) Lektüre empfohlen werden. Wenn dieses Buch etwas zum Nachdenken anregt und die Leserin oder der Leser die gerne verwendeten Schlagworte und Begriffe in Zukunft etwas kritischer sieht, dann hat dieses Buch eigentlich seinen Zweck und sein Preis/Leistungsverhältnis bereits erfüllt. (A.Holzinger, Med.Uni Graz)