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Gefährliche Hunde
 
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Gefährliche Hunde [Broschiert]

Michael Hanstein , Dirk Kaltz , Stephan Heim
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Broschiert
  • Verlag: Verlag Deutsche Polizeiliteratur; Auflage: 1 (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3801105032
  • ISBN-13: 978-3801105037
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 14,8 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 453.525 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
"Gefährliche Hunde" aus dem Verlag Deutsche Polizeiliteratur, ist ein Buch, dass zur Pflichtlektüre von Streifenpolizisten gehöhren sollte. Immer wieder liest man in den gängigen Foren über Tötungsmeldungen von Hunden durch die Polizei. Die Autoren, selbst Diensthundeführer, möchten hier aufklären und Alternativen aufzeigen, damit nicht jeder streunende Hund, der Abwehrverhalten zeigt, mit dem Leben auf der Strecke bleibt.

Zartbeseidete Gemüter seien gewarnt, dass ein Polizeibeamter im Dienst möglicherweise Sachzwängen unterworfen ist, die den durchschnittlichen Tierliebhaber schockieren. So wird eben auch beschrieben, wie ein Hund durch Einsetzen der Dienstwaffe getötet werden kann. Die Autoren zeigen jedoch wiederholt die Alternativen auf und betonen bei diversen Abwehrtechniken immer wieder, dass die Angemessenheit der Mittel im Vordergund stehen sollte.

Zu Anfang gibt es einen kurzen Exkurs im "Lesen des Hundes". Die Bedeutung von Körperhaltung und Gebaren des Hundes werden knapp erläutert und in unterschiedliche Gefährlichkeitsgrade eingeteilt. Es folgt ein Abriss zum Thema Beschwichtigungssignale, wie sie beim Hund zu deuten sind, und vor allem auch, wie der Beamte sie ggf. zu seinem eigenen Vorteil selber anbringen kann.

In der Mitte des Buches findet sich ein bebilderter Abschnitt mit ein paar Darstellungen von Listenhunden und ihren entsprechenden Rassen. Dieser Abschnitt strotzt leider nur so von Fehlern. Die Autoren betonen in diesem Kapitel aber auch, dass die Rasse des Hundes nach ihren Erfahrungen keine Rolle spielt, was wieder einmal verdeutlicht, dass der Gesetzgeber alleine für die derzeitige Gesetzeslage verantwortlich ist, und dass selbst die ausführenden Organe des Staates die aktuelle Regelung für absurd halten.

Nach einem Exkurs zu technischen Hilfsmitteln zum Fang und zur Sicherung von Hunden, widmet sich die 2. Hälfte des Buches hauptsächlich den einzelnen Abwehrtechniken die bei einem Angriff durch einen Hund zum einsatz kommen können. Neben gezielten Griffen und dem Einsatz eines Stocks wird hier auch das einfache wegdrehen vom Hund gezeigt. Es steht also nicht das "Ausschalten" des Hundes im Vordergrund, sondern es wird immer wieder auf die Möglichkeit der Deeskalation hingewiesen. Dieser Abschnitt ist umfangreich bebildert, wodurch das Buch bequem an einem Nachmittag durch gearbeitet werden kann.

Einem Hundeinteressierten werden die einzelnen Erklärungen oft zu kurz und stark vereinfacht vorkommen. Betrachtet man jedoch die Zielgruppe, die zwar immer wieder mit möglicherweise aggressiven Hunden konfrontiert wird, sich aber nicht in voller Breite mit dem komplexen Thema Hund auseinandersetzen kann, so muss man zugestehen, dass diese Vereinfachungen ausreichen.

Das Buch hinterlässt durchaus einen bitteren Beigeschmack, seine besondere Zielgruppe und der spezielle Kontext in dem es steht dürfen aber nicht ignoriert werden.

Uch bin überzeugt, dass dieses Buch dem einen oder anderen, aus Unwissenheit oder Hilflosigkeit erschossenen Hund, das Leben hätte retten können, wenn es Bestandteil der Ausbildung wäre.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Jedem der mit (potenziell) gefährlichen Hunden zu tun hat ist dieses Buch zu empfehlen. Besonders auch für Tierpfleger im Tierheim anzuraten. Anhand der Bilder und Beschreibungen lassen sich alle Techniken gut nachvollziehen. Der Text kondensiert alles auf das Wesentliche. Der Hund und sein Wohlergehen stehen im Vordergrund. Ein wirklich gelungenes Buch, das auch echten Hundeprofis Neues bietet.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Als aktive Tierschützer kommen leider auch wir immer wieder in Situationen gefährlichen Hunden zu begegnen, die nicht durch Gitter von uns getrennt sind. Dies geht auch für Feuerwehrrettungskräfte, Tierärzte, Polizeibeamte, Tierheimleiter, Tierpfleger und alle Tier- und Menschenrettungskräfte.

Oft sind es keine wirklich "bösen" Hunde (die wir übrigens in langjähriger Praxis selten kennengelernt haben, obwohl wir genügend Beißereien beiwohnten), sondern Tiere, die durch Angst oder Paniksituationen für die Tierretter oder Tierpfleger gefährlich wurden.

Ob im Tierheim ein Gassiegeher plötzlich angegriffen wird, ein unerfahrener Tierpfleger in Gefahr geriet, ob Hundehalter um Hilfe baten, weil der eigene Hund sie angriff, ob ein Hund durch die Schocksituation eines Verkehrsunfalls bissig wurde, bei der Suche nach einem entlaufenen Hund, der sich selbst irgendwo festgesetzt hat und in Panik um sich beißt, ob ein Hund auf der Autobahn eingefangen werden muss oder "einfach nur" bei einer Hundebeißerei im Tierheim, einer Tierauffangstation, einer tierheimähnlichen Einrichtung oder der Situation, dass Tierschützer einen Hund beurteilen sollen, der vom Halter angeboten wird, weil er gebissen hat. All dies sind Situationen, die schnell gefährlich für die Tierbetreuer und die Tiere werden können. Für all diese Personen ist das Buch ein MUSS.

Auch wenn der ungeschulte oder unsportliche Tierfreund nicht alle Techniken aus diesem Buch selbst anwenden kann und sollte, bietet es erstaunliche Tipps im Umgang mit gefährlichen Hunden und trägt immens dazu bei, dass Tiere NICHT !!! schwer verletzt oder getötet werden müssen (oder Tierpfleger wegen vermeidbarer Verletzungen wochenlang für die Tierpflege ausfallen ;-))und man kann deutlich feststellen, wie sehr die Tiere den Autoren am Herzen liegen, wenn man das Buch richtig liest.

Ganz besonders wichtig finden wir den Teil für JEDERMANN, der Hinweise darüber gibt, wie man verhindert, dass ein Hundebiss durch falsches Verhalten des Gebissenen noch schwerere Folgen hinterlassen kann, denn genau solche Dinge MUSS man vor der gefährlichen Situation verinnerlichen. Allein dieser Teil ist es wert, dass jeder, der mit Hunden beruflich oder ehrenamtlich zu tun hat, das Buch liest.

Das Buch ist gut gegliedert, verständlich geschrieben, reich bebildert, auf Wesentliches beschränkt und weist herausgestellt auf Gefahrensituationen auch für das Tier hin. Einzig der Preis lässt uns noch etwas schlucken, denn er mag abschreckend für einige Leute sein, die es dringend lesen sollten. Da wir aber kein anderes Buch dieser Art gefunden haben und die Erscheinung eines solchen Buches mehr als überfällig war, können wir damit leben und hoffen, dass auch der Streifenpolizist und der Briefträger es sich kaufen (hier sind auch die Dienststellen gefragt ein solches Buch anzuschaffen und zur Verfügung zu stellen).

Wir hatten mit Kollegen von Herrn Hanstein zu tun, die einen Einsatz führten, wo 5 "gefährliche" Hunde gesichert werden mussten und sind froh, dass diese Hunde - DANK dieser Einsatztruppe und der hervorragenden Vorarbeit der Autoren - alle noch am Leben sind und so hoffentlich die Chance erhalten nun in bessere Hände als die ihrer Vorbesitzer zu geraten. Dies ist dem Fachwissen, aber auch dem tierlieben Herzen der Einsatzkräfte zu verdanken und wer aus diesem Buch eine "brutale Vorgehensweise" entnimmt, hat es nicht richtig gelesen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Herr Hanstein und Kollegen weiterhin ihr Fachwissen auch mit Tierschützern teilen und gemeinsam weiterentwickeln und hoffen, dass das "modifizierte Hundefangnetz" noch vielen Hunden das Leben retten wird.
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