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Geduld bringt Rosen: Erzählungen
 
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Geduld bringt Rosen: Erzählungen [Taschenbuch]

Veza Canetti
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Broschiert EUR 10,95  
Taschenbuch, 1. September 2003 --  

Produktinformation

  • Taschenbuch: 96 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag; Auflage: 1 (1. September 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423131160
  • ISBN-13: 978-3423131162
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 0,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.218.747 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Veza Canetti
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Prosa von bester Qualität, in der Wahl der stilistischen Mittel sicher und überzeugend.

Die Charakterzeichnung ist von asketischer Präzision und manchmal grotesker Schärfe; mit knappen Strichen schraffiert sie das Wiener Lokalkolorit, und auch ihr sachlich unterkühlter Stil hält sich von larmoyanter Sentimentalität fern.

Wehrt euch! Diese Worte sprechen deutlich aus Veza Canettis Texten. In einer gelungenen Gratwanderung demonstrieren ihre Geschichten, daß das Leben nicht so sein sollte, wie es ist: grausam und ungerecht.

Kurzbeschreibung

»Es ist nicht immer ein Bild wie um Werthers Lotte, wenn hungrige Kinder um die Schwester stehen und auf Brot warten. Wenn Anna Brot verteilte, war es ein anderes.« Denn die 19jährige Arbeiterin Anna muß mithelfen, ihre fünf Geschwister zu ernähren. Lernbegierig und strebsam ist sie, arbeitet sich in der Leinwandfabrik sogar bis zur Kontoristin hoch. Und dennoch wird sie schließlich entlassen – ist sie dem Chef für eine erotische Eskapade doch zu ärmlich und zu häßlich. Zwischen 1932 und 1934 erschienen in der Wiener ›Arbeiter-Zeitung‹, dem Forum der literarischen Avantgarde, unter Pseudonym die in diesem Erzählungsband versammelten Geschichten Veza Canettis. Mit spürbarer Anteilnahme, doch unsentimental und ohne Herablassung erzählt die Autorin von Menschen im Wien der frühen dreißiger Jahre, die in bedrückenden Verhältnissen leben. Ob von dem Kassenboten Mäusle, den seine Ehrlichkeit und Gutgläubigkeit in den Ruin treiben, oder von der Putzfrau, die Aktivisten des Februaraufstands 1934 unter Lebensgefahr versteckt: Wie auch schon in der ›Gelben Straße‹ sind es die namenlosen und übersehenen Menschen, denen Veza Canettis Aufmerksamkeit gilt.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Manche dieser Kurzgeschichten sind so gnadenlos präzise geschrieben, dass sie sich kaum zu Ende lesen lassen. Die haarsträubende Unabwendbarkeit des Schicksals der - meist armen - Frauen und Männer, deren kleines Leben Veza Canetti sehr genau zu verstehen scheint, ist so bedrückend, dass man verzweifelt das Buch zuschlagen möchte, um das unweigerliche Ende der Geschichte nicht miterleben zu müssen. Veza Canetti lebte im Wien der Jahrhundertwende. Zahlreiche Männer setzten sich damals mit Fragen wie "weiblicher Schwachsinn", "Weibliche Hysterie" und der "Unfähigkeit des Weibes, dem Wesen nach Literatur zu schreiben", auseinander. Die Ursache für dieses plötzliche Interesse an dem Thema war das erstmalige, langsame Aufkommen von Frauenliteratur. Männliche Autoren, im Einklang mit der allgemeinen gesellschaftlichen Einstellung zu Frauen, sorgten jedoch dafür, dass diese Autorinnen, meist bis heute, nie Anerkennung fanden. Veza Canetti durfte als Gattin einen angesehenen Autors sozialkritische Kurzgeschichten schreiben, die zum Teil in der Arbeiterzeitung veröffentlicht wurden. Erst nach ihrem Tode verwendete sich ihr Mann, dessen private Rezensentin sie ihr ganzes Leben lang sein durfte, für die Publikation ihres einzigen Romans "Die gelbe Strasse". Es halten sich übrigens nachhaltig Gerüchte, wonach Veza in Wahrheit die wahre Autorin so manchen Buches des Elias Canetti gewesen sei.
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