Kurt Tucholsky sagte einmal "Man lacht sich krumm, bewundert hinterher, ernster geworden, eine tiefe Lyrik, die nur im letzten Augenblick ins Spasshafte abgedreht ist - und merkt zum Schluss, dass man einen philosophischen Satz gelernt hat."
Entdecken Sie mit diesem Band nicht nur einen heiteren Dichter mit tiefen Gedanken, sondern auch einen Dichter mit Hang zum Absurden in der Galgenpoesie, einen Dichter, der Kompliziertes auf einfache Art und Weise darstellen konnte.
Hier ein paar Beispiele seiner Kunst:
Wind und Geige (S. 428)
Drinnen im Saal eine Geige sang,
sie sang von Liebe so wild, so lind.
Draußen der Wind durch die Zweige sang:
Was willst du, Menschenkind?
Drinnen im Saal die Geige sang:
Ich will das Glück, ich will das Glück!
Draußen der Wind durch die Zweige sang:
Es ist das alte Stück.
Drinnen im Saal die Geige sang:
Und ist es alt, für mich ists neu.
Draußen der Wind durch die Zweige sang:
Schon mancher starb an Reu.
Der letzte Geigenton verklang;
Die Fenster wurden bleich und blind;
Aber noch lange sang und sang
Im dunklen Wald der Wind ...
Was willst du, Menschenkind ....
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WACH auf! dein Ziel ist in Gefahr".
Du gabst in bunten Träumerei'n
Der Einsamkeit, was ihrer war -
Nun gib dem Leben auch, was sein.
WER alles ernst nimmt, was Menschen sagen,
darf sich nicht über Menschen beklagen.
Alles Reden ist meist nur Gered.
Weiß man erst, was dahinter steht,
lässt mans klappern wie die Mühlen am Bach
und geht stillfein in sein eigen Gemach.
(Beides S.363)