Die Insel-Ausgabe beginnt mit Oscar Wildes Gedicht "Ravenna", das ihn 1878 schlagartig berühmt machte. Hierfür wurde er mit dem Newdigate-Preis ausgezeichnet. Weiter geht die Sammlung mit Gedichten von 1881, wie z.B. Hélas!/Eleutheria/Der Liebesgarten/Rosa Mystica/Windblumen/Charmides/Goldblumen/Impressions de théâtre/Panthea/Der vierte Satz/Humanitad. Weiterhin sind Gedichte enthalten außerhalb dieser Sammlung, wie zum Beispiel: Das Hurenhaus/La Mer/Les Ballons/Die Sphinx.
Wie immer wendet Oscar Wilde hier viele Farben, Blumenmeere und sagenhafte Helden an, um seinen Gedichten eine Persönlichkeit zu verleihen. Er bearbeitet viele Themen der griechischen Antike und nimmt auch Figuren aus dieser Zeit als Bearbeitungsstoff. Manche Verse sind schwer zu lesen/zu entziffern, da sie zum Teil auf griechisch geschrieben sind und er Gestalten wie Hypsipyle oder aus Werken zitiert, wie etwa aus Homers Odyssee. Jedoch ist die Übersetzung an jeder Seite unten vermerkt zum besseren Verständnis. Mag man griechische Mythologie und schwimmt man auf der gleichen Welle wie Oscar, sprich sieht man die Natur, die Menschen und ihre Geschichten als schön an, dann liegt man mit dieser Ausgabe nicht falsch. Jedoch ist dies nichts für Anfänger, da man entweder von Oscar Wilde keine Lust mehr haben wird etwas zu lesen oder die griechische Mythologie als noch schwieriger einstuft, als sie eigentlich ist.
~Bücher-Liebhaberin~