Kurzbeschreibung
Der im Juli 1913 erschienene Band Gedichte war die einzige Buchveröffentlichung, die Georg Trakl (1887-1914) erlebte. Der frühe Tod, im November 1914 in der psychiatrischen Abteilung eines Militärhospitals in Krakau, hat der großen, dunklen literarischen Begabung ein jähes Ende gesetzt. Diese Gedichte aber, voller Vorahnungen, Verwandlungen, musikalischer Offenbarungen, haben die deutsche Lyrik mehr beeinflußt als Vieles vordem und später Geschriebene. Auch wegen des Dichters frühem Tod strahlen die Dichtungen für viele Leser Unheimliches und Unsagbares aus, bleiben sie ein Geheimnis, welches jeder erahnen möchte. Der Maler und Graphiker Johannes Heisig, der schon mit der Illustrierung von Pascals Pensées eine Vorliebe für die dunklen Wahrheiten entwickelte, versucht in expressiven Zeichnungen eine kongeniale Begleitung der lyrischen Verse, ohne sie zu interpretieren. Eine gelungene Symbiose aus Wort und Bild.
farbig geprägter Leineneinband
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Gebundene Ausgabe
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Autorenporträt
Copyright: Aus
Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)
Trakl, Georg österreich. Lyriker *3.2.1887 Salzburg, 3.11.1914 Krakau Sebastian im Traum, 1915 Georg Trakl gilt als der bedeutendste österreichische Lyriker des 20. Jahrhunderts. Seine Dichtung, oft pessimistisch in der Aussage, ist von unverwechselbarer sprachlicher Schönheit. Als viertes von sechs Kindern einer wohlhabenden, liberal eingestellten Familie in Salzburg geboren, verlebte Trakl eine wohlbehütete Kindheit. Bereits als 17-Jähriger begann er, Lyrik und lyrische Feuilletons zu schreiben, 1906 wurden am Stadt-Theater zwei Einakter aus seiner Feder aufgeführt. Seine schulische Karriere hingegen verlief wenig erfolgreich: Das humanistische Gymnasium musste er aufgrund ungenügender Leistungen verlassen. Seiner früh ausgeprägten Neigung zu Rauschmitteln folgend, absolvierte er in der Folge ein Apothekerpraktikum und studierte 1908-10 Pharmazie in Wien, wo er anschließend auch seinen militärischen Dienst als Einjährig-Freiwilliger leistete. Es folgten unstete Jahre der finanziellen Bedrängnis und der verzweifelten Suche nach einer bürgerlichen Existenz. Ende August 1914 zog Trakl mit einer Sanitätskolonne nach Galizien in den Krieg. Die Schrecken des Krieges verwirrten ihn derart, dass er in eine psychiatrische Abteilung eingewiesen wurde, wo er im November 1914 an einer Überdosis Kokain starb. Biografie: O. Basil, Trakl, 1965.