5.0 von 5 Sternen
Die Obsession, Gedichte zu mögen, 3. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Das Gedicht. Zeitschrift /Jahrbuch für Lyrik, Essay und Kritik: Das Gedicht 11. Pop und Poesie. Zeitschrift für Lyrik, Essay und Kritik (Taschenbuch)
Hoppla, schon ist es da ! Das neue Buch mit über 160 Seiten und mit Poesie und mit Essays über die Poeterey, wie sie sein kann, soll, könnte und wie sie eben ist.
Sie ist schön, schwungvoll, voll Rhytmus und sie kommt über die Musik von den Griechen her, die sie sangen, vorführten in Hexametern, Heptametern und eingen Metren mehr, wie wir wissen und wie es uns Albert von Schirnding wieder vor Augen führt.
Wie kann man die Lyrik so lieben, wie es hier in diesem Buch dargestellt wird?
Dazu muß man wohl ein Vernarrter sein, und er ist es wirklich, Anton G. Leitner, der als Kenner immer wieder neue Autoren herausfindet und sie uns vorstellt, alle Jahre wieder oder gar mehrmals im Jahr, was auffällig ist. Im eigenen Verlag und inzwischen in renomierten Verlagen.
Hier in diesem Buch mit dem Titel "Pop und Poesie" hat er sich - wie gesagt - dem Rhythmus verschrieben, dem Lied, dem liedhaften Gedicht.
Und es sind in der Hauptsache junge Autoren & Autorinnen, die ihr Können unter Beweis stellen, wie Xochil A. Schütz:
ich bin ein flamingo und du bist ein gnu
murmelt mein blut und ich höre ihm zu
es murmelt und murmelt und du bist ein gnu
und wenn ich nicht schlafe,dann hör ich ihm zu
Oder Silke Scheuermann
Ich frage den Körper der liegenden Löwin liebe
Sphinx was sagt begabter Stein über die Arbeit Einsam
muß das sein Wache halten oder
wenn alles kaputt ist
Alles in extrem kleinen Scherben
und nur noch unsre Phantasie spielt Puzzle
So ist es gut, daß etwas herausgebracht wird, das hält und einen nährt und es ist auch nicht weißes Brot blos, das nur den Mund füllt, nein, Gott bewahre, es ist gut gebackenes kräftigendes Brot von oftmals jungen Menschen dargebracht für uns und herausgegeben von jemandem, der dies alles erst möglich macht.
Und auch "MADONNA SAGT", das Projekt der Künstlerin Augusta Laar ganz zu Anfang des Buches führt uns ein in eine Welt voller schöner Dinge für uns, die wir darauf vielleicht gewartet haben.
Viele Hinwiese und Kurzbesprechungen runden das Buch ab und nicht nur die schönen Gedichte, auch die gut gemachten Esays von
Albert von Schirnding, Enno Stahl, Arne Rautenberg oder Suleiman Taufiq, Ryal Patzak, Axel Sanjose oder Kalle Laar runden das Ganze ab.
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