Könnten wir mit Gedichten etwas erreichen, so würden wir viel erreichen.
Und was sich gerade abspielt auf unserer "armen" Erde zur Zeit, ist nicht angetan, etwa ruhig zu sein.
Schreien müßte man, daß es schallt, weithin.
Und so geschieht es hier (leider nur in gedruckter Form und im Buch).
Auf Plakaten sollten sie erscheinen, in den Städten uns aufrütteln, anschreien, die Mehrzahl dieser Gedichte.
So ist es aber recht und auch das beiliegende rote Extrablatt von Rolf Hochhut, das wohl etwas zu spät eintraf, ist wichtig. Gerade dieses Gedicht in seiner aufrüttelnden Farbe und Sprache, die ehrlich mit dem Stoff (und mit uns) umgeht, birgt alles in sich, was wir uns als Leser von kritischer Lyrik so sehnlich wünschen.
Ach, kann man da nur noch seufzen, ach, wäre alles doch schon vorüber, diese Bedrohung, dieses Fehlverhalten, diese Sprache-Anwendung(gebraucht von manchmal fast analphabetisch angehauchten, großmäuligen Polithelden!), so wäre schon viel gewonnen.
Und wieder einmal zeigt sich, daß alle Poesie, so vielschichtig gut sie auch sein mag (entstspringt sie doch dem menschlichen Geist, dem Singen in uns!), auf Anhieb nicht gar so viel vermag.
Und die Wiederholung, bringt sie es endlich ?
Oder bleibt es wieder nur beim unsäglichen Klagen und Anklagen, oder dem vergebens angestimmten engelhaften Singen?
So gingen wohl manche zum Schafott, singend und musizierend und überließen das Leben den Verbrechern.
Schön trotzdem, daß es solche Lyrik gibt.Tröstet sie doch wenigstens.
Danke deshalb den vielen Autoren, dem Herausgeber Anton. G. Leitner und dem Verlag für den z.T. mutigen Versuch.