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Gedankenexperimente.
 
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Gedankenexperimente. [Taschenbuch]

Henning Genz
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 367 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb.; Auflage: 1 (3. Januar 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499619709
  • ISBN-13: 978-3499619700
  • Größe und/oder Gewicht: 18,5 x 12,4 x 2,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 371.522 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Hat Einstein seine Relativitätstheorie eigentlich experimentell bestätigt und ist bei Tempo Lichtgeschwindigkeit sich selbst hinterher gelaufen? Natürlich nicht. Ebensowenig hat Schrödinger sein Haustier geopfert, um das allseits bekannte Experiment von "Schrödingers Katze" unter Beweis zu stellen. Trotz fehlender experimenteller Überprüfung gelten diese Erkenntinisse als gesichertes physikalisches Wissen. Wieso? Weil sie durch Gedankenexperimente plausibel gemacht werden können. Einstein und Schrödinger befinden sich mit dieser Methode in guter Gesellschaft: Schon Galilei hat mangels praktischer Überprüfbarkeit auf die Beweiskraft des Gedankenexperiments gesetzt -- und auch noch dann Recht behalten, als moderne Teleskope eine Überprüfung erlaubten.

Der Physik-Professor Henning Genz hat in den letzten Jahren mehrere Sachbücher zu physikalischen Themen geschrieben, wie Die Entdeckung des Nichts, Wie die Zeit in die Welt kam oder Symmetrie. Bauplan der Natur -- immer in fundierter wissenschaftlicher Aufmachung, mit dem Anspruch, auch Experten des Fachs neue Erkenntnisse vermitteln zu können. Hier beschäftigt er sich nun mit Theorie und Anwendung von Gedankenexperimenten. Im ersten Teil nähert er sich dem Thema in eher essayistischer Manier und bezieht dabei auch die Historie des Gedankenexperiments in der Person von Galilei mit ein. Danach geht Genz detailliert auf verschiedene Beispiele aus der Physik ein, vor allem auf die Relativitätstheorie und die Quantenmechanik. Vorsicht: Wer hier Angst vor Formeln und anspruchsvoller wissenschaftlicher Ausdrucksweise hat, sollte besser in Deckung gehen. Zwar sind einige besonders komplexe Beweise in den Anhang ausgegliedert, trotzdem kommt man um zahlreiche Berechnungen nicht herum. Hilfreich erweisen sich hier allerdings die zahlreichen Illustrationen, die von einfachen Skizzen bis zur Nachahmung historischer Stiche reichen. Und Henning Genz findet noch andere ausgefallene Wege, seine Erläuterungen anschaulich zu machen: etwa eine Zeitungsmeldung über einen Schönheitswettbewerb oder ein Gedicht von Morgenstern. Wer das anspruchsvolle Niveau durchhält, hat am Ende nicht nur einiges über die Methode des Gedankenexperimentes erfahren, sondern noch viel mehr über ihre Anwendung in der Physik. --Heike Reher -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Neue Zürcher Zeitung

Buridans Esel

rox. Henning Genz, Professor für Theoretische Physik in Karlsruhe, hat ein ebenso anspruchsvolles wie bestechendes Buch geschrieben, das sich einem scheinbar «einfachen» geistigen Tun, nämlich dem Gedankenexperiment, widmet. Schon die Hermeneutik ist irreführend: im Sinne der Naturwissenschaften sind Gedankenexperimente alles andere als «Experimente». Schwieriger hingegen wird es, eine eindeutige Trennlinie zwischen den Verfahren der theoretischen Physik und dem Gedankenexperiment zu ziehen – auch wenn zu einer Theorie die Durchführung einer Anzahl von Algorithmen gehört, das Gedankenexperiment hingegen solches nicht kennt. Genz erinnert etwa an das durch Galilei berühmt gewordene «Turmexperiment» des Aristoteles, welches den grossen Philosophen zur Einsicht führte, dass die Erde, ohne sich zu drehen, so im Universum ruht, dass ihr Mittelpunkt mit dem Mittelpunkt des Universums selbst zusammenfällt. Wäre es anders, würde die Aristotelische Naturphilosophie in sich zusammenbrechen. Komplexer wird es bei der Logik der «spontanen Symmetriebrechung»; ein Phänomen, für das Leibniz, ausgehend vom berühmten animalischen Gedankenexperiment des Scholastikers Buridan, Rückversicherung bei einem allmächtigen Gott suchen musste, damit das Prinzip vom «zureichenden Grunde» gerettet war und der Esel – wenigstens in der Theorie – nicht verhungere. In der Praxis lässt sich ein kommunes Langohr durch derlei Gedankenschwere kaum vom Fressen abbringen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gut aber schwierig 11. April 2005
Format:Taschenbuch
Auch wenn es nicht so aussieht, hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Es vermittelt den naturwissenschaftlich gebildeten Laien interessante Einblicke in die Welt der Pysik und der Gedankenexperimente ihrer fähigsten Köpfe. Genau hier liegt aber das Problem. Um dieses Buch wirklich geniesen zu können, muss man bereits naturwissenschaftliche Bildung mitbringen. Einem totalen Laien, wird dieses Buch daher wenig nützen. Wer sich also für Physik begeistern kann und bereits Vorkenntnisse besitzt, dem kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Wem aber Begriffe wie Zeitdilletation, Wirkungsquantum oder Spin nichts sagen, der sollte von diesem Buch lieber die Finger lassen.
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