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Gedanken. Meisterwerke der Philosophie Gebundene Ausgabe – 1. September 2007

4.7 von 5 Sternen 9 Kundenrezensionen

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Format: Gebundene Ausgabe
Dust thou art, to dust returnest,
Was not spoken of the soul.
(Henry Wadsworth Longfellow)

In jungen Jahren widmete sich Blaise Pascal (1623-1662) ausgiebig der Mathematik, überhaupt den Naturwissenschaften. Er gilt neben Rene Descartes als der größte französische Denker des 17. Jahrhunderts. Als er mit den Schriften Montaignes vertraut wurde, erweiterte sich seine Denkweise. Hin zu dem Menschen als Teil der Natur und seinem Bewusstsein in die Metaphysik prägten ihn. Zu dem stärkte die anfängliche Ambivalenz von Vernunft und Glauben seine Hinwendung zur Religion. Dieses Werk, die Pensees, die Gedanken sind das Hauptwerk seiner philosophisch-religiösen Arbeit aus den Jahren ab 1654 und insgesamt kann man sie zu den Meisterwerken der Weltliteratur zählen, weil sie - ähnlich wie Platon, Augustinus, Montaigne - die Denkweisen der abendländischen Kultur prägten.

Mit sieben Kapiteln erzielte er eine unvergängliche Wirkung, hervorgegangen aus einem geistig-religösen Schicksal, hineingeschrieben in eine Begegnung mit dem Wesentlichen. Um dieses zu erreichen, benötigt man nicht eine Form, sondern eine Haltung, die unmissverständlich und klar in Gedanken und Worten ist. So kann es nicht stören, dass dieses Buch ein Fragment ist. Es ist zudem eine Folge von Büchern, einfachen Gedanken, Maximen und Reflektionen. Pascal erscheint in seiner Denkweise stoisch und doch kann man ein Gespräch zu Montaigne erkennen und eine Nacheiferung von Augustinus. Manche vergleichen ihn auf Grund der Verknüpfung von Mathematik und Religion mit Novalis, der neben der Dichtkunst im gleichen Sinne ausgebildeter Ingenieur war.
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Philosophie und Religion so eng ineinander verschlungen, dass man beim Lesen das Gefühl bekommt von allen Dingen in dieser Welt gleichzeitig emporgehoben zu werden. Eine Bereicherung sondergleichen.
Ich habe an dieser Ausgabe nichts auszusetzen. Das Vorwort ist gelungen und das sorgfältige Namenregister ermöglicht auch im Nachhinein schnell zu bestimmten Stellen zurückzufinden.
Nehmt euch die Zeit für dieses Buch!
PS: Und für diejenigen, welche sich so wie ich mit dem Christentum bisher nur oberflächlich auseinandergesetzt haben: Nicht das Buch aus der Hand legen oder verzweifeln, wenn Pascal das ganze Elend des Menschen darlegt und uns auffordert uns zu hassen. Wenn man dieses Buch ehrlich zu Ende liest, dann wird am Ende Liebe stehen!
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Von Klaus Grunenberg VINE-PRODUKTTESTER am 19. Mai 2003
Format: Taschenbuch
Pascal hätte sich mal mehr um die Mathematik kümmern sollen und Frankreich die Unendlichkeitsrechnung schenken, anstatt sich "Zettelchen" in die Kleider zu nähen, so etwa äußerte sich Paul Valery über ihn und gleichzeitig hielt er ihn doch für einen der größten Geister, die je gelebt haben.
Daß Blaise Pascal aber seit seinem zwanzigsten Lebensjahr keinen Tag mehr ohne Schmerzen gelebt hat, sollte man wissen.
Hier in seinen "Gedanken", einem wirklich interessanten Fragment, das er neben seiner Arbeit als Wissenschaftler schrieb, schält sich aber der Mensch Blaise Pacal heraus, der - vielleicht vergleichbar mit Novalis, dem deutschen Romantiker (ebenfalls Naturwissenschaftler!), ähnlich empfand wie er.
In einzelnen Kapiteln (teilweise fragmentarischer Natur) spricht ( besser: raisoniert ) er über Themen wie:
Elend und Größe des Menschen
Auf der Suche nach Gott
Beweise Jesu Christi

Allein unter dem Untertitel: "Was lehren die Philosopen?" kommen solche Sätze vor wie: "Ich bewundere die Kühnheit, mit der diese Leute es unternehmen, von Gott zu sprechen." Und so geht es munter fort mit Annahmen, Beweisen, Gegenbeweisen, intelligenten Frage- und Antwort-Spielen, daß es eine Freude ist.
Manchmal ist man halt auch einfach perplex.
Nur, daß er einmal sagt, daß es von entscheidender Wichtigkeit sei, zu wissen, ob die Seele unsterblich ist oder nicht( wichtiger als die Lehre von Kopernikus zu ergründen ), das sollte zu denken geben und zwar deswegen, weil man eben auch heute noch nicht wissenschaftlich genau sagen kann, was eigentlich VITA ausmacht.
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Von Ein Kunde am 4. März 2002
Format: Taschenbuch
"Das ist schwierig", das sagte ein junger, offensichtlich philosophisch interessierter Franzose, als ich ihm dieses Buch in einem Cafe zeigte -- und damit hat er wohl recht. Nicht nur, dass man sich in Pascals "Pensees" durch viele Seiten mit theologischen Betrachtungen arbeiten muss, die nicht allzu weit entfernt von Augustinus liegen, Pascal macht es einem auch mit den ganz eigenen Gedanken nicht einfach. So beschreibt er, dass sich die Meinungen von Leuten mit verschiedenen Bildungsgraden jeweils umkehren. Jemand aus dem "Volk" (Pascals Wort) meint zum Beispiel, dass Kleidung, Qualität und Stil von Anziehsachen, sehr wichtig sei. Ein Gebildeter meint ganz im Gegenteil, dass so etwas nur oberflächlich ist und total unwichtig. Ein wirklich weiser Mensch wird dann dagegen wieder sehen, dass man durch bestimmte Kleidung faktisch soziale Vorteile geniesst und dass das seinen Sinn hat. Umwälzungen dieser Art, Sachen, die nicht zusammen passen, findet man überall in den "Gedanken", und nie weiss man wirklich, von welchem Ort aus Pascal spricht. Auch sind seine Themen sehr weit gestreut: Langeweile, Leidenschaften, Wissenschaft, Gesellschaft usw. Manche Fragmente sind so eingängig und kommen einem so bekannt vor, dass man sich ziemlich sicher ist, dass Pascal hier einfach populär sein will. Andere Fragmente sind so altklug, dass man meint, Pascal spielt hier einen Halbgebildeten. Und hier und da findet man Gedanken, die zum Besten gehören, was die Geschichte der Philosophie hervorgebracht hat. Man kann Pascal also nicht nur als Antwort auf Montaigne lesen, sondern er ist auch zeitlos genug, als dass er nicht auch etwas z.B. zu Themen wie Wissenschaftskritik oder der "Philosophie der Lebensform" beitragen kann (immerhin gibt es Leute, die Gemeinsamkeiten mit Derrida entdeckt haben, und Bourdieu hatte eines seiner neueren Bücher "Meditations pascaliennes" genannt ...).
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