Soweit ich das verstehe, beruhen praktisch alle Memorierungstechniken aus beliebigen Gedächtnisverbesserungsbüchern auf einem Prinzip: Man verknüpft die Dinge, die man sich listenartig merken möchte, Stück für Stück mit den einzelnen Elementen einer Struktur, die man zuvor sicher auswendig gelernt hat und nun wiederverwendet. Inhaltlich haben die assoziierten Elemente nichts miteinander zu tun, wodurch die Bilder bizarr wirken und leichter erinnert werden können.
Es ist also keine große Überraschung, dass auch in diesem Buch das zweite Element einer Liste wieder mit einem Schwan verknüpft wird, der ja ein bischen wie eine Zwei aussieht (Warum die Vierzehn mit einem Bürostuhl verknüpft ist und nicht die Vier ist allerdings weniger klar).
Strukturen bietet dieses Buch mehrere und das ist gleichzeitig der Mehrwert: Da gibt es eine Liste von 0 bis 99 mit zugehörigen Bildern (die mir aber wiederum zu fremd sind, um sie mir leicht und vor allem gerne merken zu können), Uhren, Räume, Wortlisten und sogar ein Thesaurus wird bemüht.
Keine Frage - das kann sehr nützlich sein.
Alles andere (also bis auf die für das Essentielle benötigten 10 Seiten) ist Beiwerk und hilft nicht wirklich weiter. Und von den zehn verbliebenden Seiten scheint es mir, dass ich 5 umschreiben müsste, damit es für micht _gut_ funktioniert.
Fazit: Wert sich noch nicht mit Memotechniken auskennt, sollte sich dieses Buch zulegen, wer schon irgendwas in dieser Richtung kennt, dem hilft das Buch nicht weiter. Da aber das eigene Denken nun mal individuell ist, muss man sich im folgenden um eine Anpassung an die eigenen Bedürfnisse bemühen. Wie man das macht, darüber erfährt man allerdings wenig.