Man hat nicht den Eindruck, als habe der Verfasser des ersten Kommentars (siehe unten), Andreas Caumanns, dieses Buch wirklich gelesen. Der Autor des Buches ist zB nicht Soziologe , sondern Physiker und hat , ich zitiere das Buch, "mit einer Arbeit auf dem Gebiet der Hochernergiephysik promoviert" und war ausserdem Mitglied des CNRS (siehe Buchdeckel ! ) , der grössten staatlichen Forschuingsorganisiation Frankreichs. Wiewohl er später an Untersuchungen zu wissenschaftsoziologischen Themen bezüglich Subjektivität und Vorurteilen in der Wissenschaft (sic!) gearbeitet hat. (Der erste Kommentar unten scheint einen gewissen Vorurteilesverdacht zu bestätigen.)
In diesem Buch beschäftigt sich der Autor folgerichtig anhand einer wissenschaftlichen Untersuchung ( nicht seiner eigenen) zur Frage der Informationsspeicherfähigkeit von Wasser mit dem Problem, dass die meisten Wissenschaftler auf solche oder ähnliche Problematiken nicht etwa sagen ( ich zitiere):" 'Wir verstehen es nicht ; lasst uns nach Erkläreungen suchen.' Nein , sie reagieren anders: 'Wir verstehen es nicht , also ist es unmöglich.' Dabei ignorieren sie alle früheren Beispiele in der Wissenschgaftgeschichte , bei denen ein unerwartetes Ergebnis, sozusagen eine Anomalie, letztlich zu völlig neuen Einsichten in manche Phänomene geführt hatte."
Ein Kommentar scheint dem Autor angebracht , der ins ironische spielt ( sinngemäß) : die Wissenschaft macht nicht die Natur , sondern beobachtet sie lediglich. Daher wird es nach wie vor Phänomene geben, die wir wohl beobachten können, aber nicht verstehen.
Mit einem behaupteten Explikationsmonopol führt sich die moderenen Wissenschaft also ad absurdum , wenn Beobachtungen als nicht existent erkärt werden , nur weil man sie noch nicht einordnen oder verstehen kann, sie noch nicht in ein etabliertes Dogma passen. Ein alter Hut im Grunde. Die Wissenschaft wird eben leider nicht nur vom Intellekt geleitet , sondern vor allem von den partikulären Interessen der Protagonisten.
Im Untertitel heisst diese Buch daher : "Homöopathie und ein spektakulärer Fall von Wissenschaftszenzur". Damit macht man sich bei den Kritisierten sicherlich nicht beliebt.
Meiner Ansicht nach bringt dieses Buch nicht nur einige Klarheit in die Thematik "Gedächtnis des Wassers" , die Versuche werden für Laien ausreichend gründlich beschrieben, sind allerdings sicher nicht als wissenschaftliche Referenz gedacht, und bearbeitet anhand dieses wissenschaftlichen Versuchs eben besonders die Selbstschutzmethodik eines selbstreferneziell gewordenen und an Dynamik erlahmenden Wissenschaftsbetriebs, der an veraltenden Dogmen klebt und die wenigen Versuche über die gehegten Grenzen hinaus mit zu Gebote stehender Macht zu bekämpfen sucht . Leider wird diese "Systemanalyse" des Autors vom Vorkommentator fälschlicherweise als "Empörung" missinterpretiert. Der Blickwinkel des Autors und dessen Hauptanliegen scheint diesem "Leser" entgangen zu sein. Das Hauptthema des Buches ist Wissenschaftszensur !