85 von 88 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Absoluter Knaller!, 11. Juli 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Gedächtnis der Natur. Das Geheimnis der Entstehung der Formen in der Natur (Taschenbuch)
Leider werden neue Weltmodelle immer von der konventionellen Wissenschaft unterdrückt, belächelt und im Keim erstickt, da die eigene Reputation vieler Wissenschaftler auf dem Spiel steht.
Zugeständnisse gibt es in dem Metier leider nicht.
Deshalb ist es für jeden Wissenschaftler ratsam, sich vor der Veröffentlichung solcher Theorien, wie der von Sheldrake, erst einmal in der "Szene" auf konventionelle Weise zu profilieren.
Sheldrake vermittelt ein Weltmodell, das ins Metaphysische abzugleiten vermag. Er bezieht sich auf höhere Organisationsformen von universellem Charakter. Oft muss er aufpassen, nicht ins anthroposophische abzugleiten, da sonst die Glaubwürdigkeit gefährdet ist.
Letztlich geht es um Morphogenetische Felder und die Annahme, das Gene und deren Produkte nicht allein für Form und Gesamtcharakter eines Organismus verantwortlich sein können.
Es werden diverse Beispiele aufgeführt.
Da es sich um eine recht komplexe Mateterie handelt, ist eine naturwissenschaftliche Beweisführung wohl auch noch auf Jahre hin ausgeschlossen.
Was aber leider oft bei Naturwissenschaftlern vergessen wird ist: Die Natur ist wesentlich komplexer als, wir es annehmen. Sei es die Physik oder die Chemie (von der Biologie garnicht erst zu reden). Da Sheldrake sich mit einem der wohl der schwierigsten -aber zugleich auch spannensten- Themen befasst, ernetet er harsche Kritik der sog. "Fachwelt".
Als Naturwissenschaftler kann ich seinen Text sehr gut beurteilen. Was Sheldrake schreibt, liegt durchaus im wissenschaftlich Möglichen. An alle anderen Naturwissenschaftler gewandt deshalb meine Warnung: man sollte immer bedenken: Es gibt nichts, was es nicht gibt.
Um zum heutigen Weltbild zu gelangen, bedurfte es auch vieler falscher Theorien. Und vielleicht ist unser heutiges Weltbild auch falsch. Aber erst durch das Durchdenken vieler Theorien gelangt man zu einem Weltbild. Dieses Buch wird wegen seiner Thesen regelrecht verteufelt. Vielleicht ist es gerade dieser ketzerische Touch, der das Buch so unendlich spannend macht.
Absolut lesenswert.
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51 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
werk zum bevorstehenden paradigmenwechsel, 13. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Das Gedächtnis der Natur. Das Geheimnis der Entstehung der Formen in der Natur (Taschenbuch)
ein leichtverständliches, populärwissenschaftliches werk über den von eingeweihten wissenschaftlern und philosophen wie zum beispiel stephen wolfram oder fritjof capra prophezeiten paradigmenwechsel in den natur- und geisteswissenschaften.
rupert sheldrake zeigt anhand von erstaunlichen beispielen aus dem bereich der biologie, wie gegen ende des zwanzigsten jahrhunderts die mechanistische theorie der aufgeklärten, kartesianischen wissenschaft immer weniger imstande ist, zeitgenössische forschungsergebnisse hinreichend zu erklären. stattdessen postuliert er ein neues weltbild, welches nicht versucht, jegliche prozesse in der natur auf elementarste physikalische gesetze zu reduzieren, sondern auf jeder komplexitätsebene ganzheiten mit eigenem seins-grund sieht. ein beispiel dafür ist das organismische verhalten eines termitenhügels, scheinbar unabhängig von einzelnen termiten als ganzer lebender organismus zu verstehen.
sheldrake erklärt auf einfache weise, wie ein solches neues weltbild konzipiert werden könnte. allerdings scheint er gegen ende des buches zunehmend überheblicher, als ob seine theorie die einzige möglichkeit sei, zeitgenössische wissenschaft zu beschreiben. der biologische ansatz lässt jedoch zweifellos ein leichtverständlicher einstieg in die neue wissenschaft zu, und somit ist dieses werk jedem zu empfehlen, der offen für ein neues denken ist.
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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
originelle Theorie, 13. Januar 1999
Von Ein Kunde
Das Buch "Das Gedächnis der Natur" bietet einen guten Einstieg in Sheldrakes Theorie der morphischen Felder. Es ist deutlich elaborierter als sein unmittelbares Vorgängerbuch "Das schöpferische Universum". Seine Kritik des mechanistischen Weltbildes ist an manchen Stellen etwas ungenau, aber darauf kommt es auch gar nicht an. Primär wird der Leser in die Theorie der morphischen Felder eingeführt und Experimente werden beschrieben, um aus der Theorie abgeleitete Hypothesen zu falsifizieren. Mögliche Implikationen der Theorie für unser Selbstverständnis und Weltbild werden von Sheldrake dann in späteren Büchern behandelt. Mit "Das Gedächnis der Natur" wird der Leser in eine sehr spannende biologische Theorie eingeführt, die ein enormemes Anwendungspotential hat. Die Theorie wird von Sheldrake zwar auch zur Erklärung von Phänomenen angewandt, um die sich sonst vor allem Esoteriker kümmern. Es geht bei Sheldrake aber nicht um eine esoterische Theorie. Seine Theorie hält sich absolut an die wissenschaftliche Methodologie (logische Stringenz, Falsifizierbarkeit, usw.). Sheldrike selbst ist ein handwerklich durchaus gut ausgebildeter Wissenschaftler der seinen Ph. D. in Biologie an der englischen Renomieruni Cambridge gemacht hat. Heute ist er Research Fellow der alt-erwürdigen Royal Society. Na ja dann viel Spass beim lesen. Vielleicht gelingt es ja euch die Theorie zu falsifizieren.
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