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Das Gedächtnis des Körpers. Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern
 
 
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Das Gedächtnis des Körpers. Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern [Gebundene Ausgabe]

Joachim Bauer
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (62 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Eichborn Verlag; Auflage: 12 (Oktober 2002)
  • ISBN-10: 3821839562
  • ISBN-13: 978-3821839561
  • Größe und/oder Gewicht: 23 x 15,7 x 2,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (62 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 419.564 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Joachim Bauer
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Sind es nur die Gene, die unser Wesen unveränderbar bestimmen? Welche Rolle spielen Erfahrungen und Erlebnisse bei der Steuerung unserer Lebensprozesse? Diese Frage bewegt nicht nur seit Jahrhunderten Philosophen, Soziologen und Psychologen – das Wechselspiel zwischen Erbanlagen und Lebensumständen ist auch eines der großen Forschungsfelder der modernen Medizin und Neurowissenschaften.

Dieses Buch zeigt, wie Beziehungenserfahrungen und Lebenstile ihren »Fingerabdruck« in den biologischen und genetischen Strukturen unseres Körpers hinterlassen: Umweltreize bewirken ständige Veränderungen in den Feinstrukturen unseres Nervensystems und regulieren die Aktivität der Gene, seelischer Streß beeinflußt die Entwicklung des Gehirns; traumatische Erfahrungen wie erlebte oder auch miterlebte Gewalt können als genetischer Fingerabdruck gespeichert werden und noch Jahre später als physiologische oder psychosomatische Krankheiten wirksam werden – mit entsprechenden Auswirkungen und Chancen für Diagnostik und Psychotherapie.

Umschlagtext

Gene steuern nicht nur, sie werden auch gesteuert – durch Signale, welche vom Gehirn ausgesandt werden, als Folge von zwischenmenschlichen Beziehungen, Umwelteinflüssen und individuellen Erfahrungen. Welche Konsequenzen sich daraus ergeben und was dies mit Blick auf körperliche und seelische Erkrankungen bedeutet, das zeigt der Mediziner Joachim Bauer – verständlich und pointiert. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
185 von 188 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Katja Kaygin TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Was für ein spannendes Thema, das der Autor Prof. Dr. med. Joachim Bauer in diesem Buch darstellt, nämlich, daß die Gene nicht starr festgelegt sind und somit unser gesamtes Leben steuern, sondern daß wir selber unsere Gene regulieren können. Diese Genaktivierung unterliegt situativen Einflüssen und wird überwiegend nicht vererbt, d.h. bestimmte Erfahrungen, die wir machen, bilden im Organismus Reaktionsmuster aus und haben einen Einfluß darauf, wie die Regulation der Genaktivität sich in bestimmten Situationen verhält.

So werden gute zwischenmenschliche Beziehungen im Gehirn abgebildet und gespeichert und wirken sogar gegen seelischen und körperlichen Streß. Dort, wo sich die Quantität und Qualität zwischenmenschlicher Beziehungen vermindert, erhöht sich auch das Krankheitsrisiko, da seelische Vorgänge in biologische Signale umgewandelt werden, welche an der Regulation der Genaktivität mitwirken. Wie Gene auf Streß reagieren und das Streß auch das Gehirn so schädigen kann, daß Nervenzellen absterben, wird in Kapitel 4 genau erläutert. Bei Todesgefahr oder extremen seelischen Qualen z.B. reagiert das Gehirn mit schweren Gedächtnisstörungen und einer Verminderung der Hirnsubstanz (War Sailor Syndrome, Concentration Camp Syndrome).

Das nächste Kapitel erklärt, wie äußere Situationen vom Gehirn bewertet werden und aus welchem Grund Menschen völlig unterschiedlich auf Streß reagieren. Das darauffolgende Kapitel widmet sich den Synapsen (Nervenzellen) und das der Auf- und Umbau der Nervenzell-Verschaltungen im Gehirn abhängig davon ist, was wir im zwischenmenschlichen Bereich erleben.

Ein Kapitel widmet sich dem Thema Depression: Wie sie entsteht, was eine Depression ist und wie sich eine Depression verselbständigen kann und was der Grund dafür ist, daß einige Menschen für eine Depression anfällig sind und andere wiederum nicht und wie man sie behandeln sollte. Welche körperlichen Auswirkungen Streß und Depression haben und welche Verbindungen hier bestehen, liest sich außerordentlich spannend. Genauso wie das Kapitel der körperlichen Risiken von Streß und Depression, nämlich der Immunabwehr und dem Tumorrisiko. Sehr gut fand ich auch den Teil bezüglich der Behandlung mit Psychopharmaka und den Auswirkungen auf die Gene, nämlich das nicht nur prägende Ereignisse, sondern auch solche Substanzen im Gehirn Gene aktivieren können, die nachhaltige Spuren hinterlassen, was ebenso für Drogen (auch für THC = Haschisch) gilt. Auch sehr spannend in diesem Zusammenhang ist das Thema der Medikamentenunverträglichkeit und der richtigen Dosis.

Was hinter Schmerzerfahrungen ohne organischen Befund steht, nämlich das hier bei Auftreten eines häufigen Reizes sich nicht nur die Synapsen des Nervenzellen-Netzwerkes, sondern auch das Netzwerk an sich, vergrößern und sich somit diese Reize verselbständigen, wird erläutert. Weitere Themen sind: PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) und die Narben in der Gehirnsubstanz", die durch ein Trauma ausgelöst werden; seelische und neurobiologische Folgen von Gewalt und Mißbrauch bei Kindern (Borderline-Störung, Dissoziation, wie Binge Eating); Körperliche Spuren bei Problemen am Arbeitsplatz (Burnout-Syndrom); Auswirkungen der Psychotherapie auf neurobiologische Strukturen, sowie eine Übersicht über die Wirkungsweise der Gene. Ein sehr spannendes und gut zu lesendes Buch, mit vielen neuen Einsichten. Unbedingt empfehlenswert!
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520 von 534 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein brillantes Buch 18. April 2007
Format:Taschenbuch
Hier hat ein Medizinerkollege ein wirklich brillantes Buch geschrieben! Neidlose Anerkennung! Das sehr verständlich geschriebene Buch zeigt, wie die Biologie des Menschen beeinflusst wird durch das, was ein Mensch erlebt und das, was sich in seinen zwischenmenschlichen Beziehungen ereignet. Das Buch bietet dem Leser einen neuen Zugang zum Verständnis verschiedener Erkrankungen, insbesondere zu depressiven Erkrankungen und zu Krankheiten, die Folge eines Traumas (z. B. von Gewalt, Verbrechen etc.) sind.

Doch warum können seelische Erlebnisse die Gesundheit des Körpers beeinflussen? "Gene sind keine Autisten", so der Autor dieses Buches, das mittlerweile als ein "Klassiker" gilt. Joachim Bauer war selbst jahrelang im Bereich der Genforschung aktiv und hat in anerkannten internationalen Zeitschriften publiziert, er weiß wovon er spricht. Jedes der rund 30.000 Gene hat zwei Arten von "Genschalter" (so die sehr verständliche und gute Bezeichnung durch Bauer), Fachleute bezeichnen die eine Art des Genschalters als "Promoter", die andere Art als "Enhancer" (Bauer erwähnt in seinem Buch beide Arten und weist darauf hin, daß sie unterschiedlich funktionieren. Entscheidend ist, dass Gene in ihrer Aktivität durch Umweltfaktoren gesteuert werden.

Zu den Verdiensten dieses Buches gehört, dass es die in der Medizin üblichen Übertreibungen über den Einfluss von (genetischen) Erbfaktoren mit Blick auf die Entstehung von Krankheiten korrigiert. Hunderte, ja tausende von Genen sollen an irgendwelchen Krankheiten beteiligt sein, das Meiste sind unbewiesene Hypothesen. So wurde behauptet, die Alzheimer-Krankeit sei überwiegend erblich. Falsch. Nur 2% der Kranken leiden an einer erblichen Form. Es wurde behauptet, Brustkrebs sei überwiegend erblich. Falsch. Weniger als 5% der an Brustkrebs erkrankten Frauen leiden an der erblichen Form der Erkrankung. Alleine diese Richtigstellungen machen die Lektüre dieses Buchs lohnend.

Joachim Bauer gehört zu den wenigen Medizinkollegen, die sowohl molekularbiologisch als auch als klinisch tätige Ärzte über Kompetenz verfügen. Wenige Bücher sind derart wichtig und verdienstvoll wie dieses! Dieses Buch ist ein Buch für alle, die mehr über die Zuammenhänge von Lebensstilen, Seele und medizinischer Gesundheit lernen wollen.
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183 von 190 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Leonard_K
Format:Taschenbuch
Ein faszinierendes, anspruchsvolles, dabei aber gut zu lesendes Buch: Was der Koerper eines lebenden Organismus erlebt, hinterlaesst im Koerper Spuren. Der biologische Hintergrund: Gene steuern nicht nur, sie weden auch -und zwar hinsichtlich ihrer Aktivitaet- gesteuert. Signale, die der Koerper aus der Umwelt aufnimmt (das meiste laeuft dabei ueber das Gehirn), regulieren die Aktivitaet von Genen und veraendern den Koerper. Bauers Buch erklaert, was das fuer den Alltag bedeutet, warum Menschen nach Trauma-Erfahrungen krank werden koennen oder warum eine bestimmte Lebensgeschichte das Risiko fuer eine Depression erhoeht. Vor allem aber zeigt das Buch, welche Behandlungswege etwas taugen und wovor man sich besser schuetzen sollte. Nicht alles was die Medizin (bzw. die Psychiatrie) anbietet, ist offenbar gut. Ein wertvolles, serioeses, exzellentes Buch.
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Vor 10 Tagen von D. Besser veröffentlicht
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Warum kann Stress von manchen Menschen gut weggesteckt werden, führt bei anderen aber zur Depression? Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von M. Golde veröffentlicht
Interessantes Thema, schlecht geschrieben
Das Buch verkauft sich mit dem Aufhänger, etwas über Genetik sagen zu wollen. In Wirklichkeit handelt es über Neurologie und Hirnphysiologie. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Reinhard Ilk veröffentlicht
Alles prima, gerne wieder!
Einwandfreie Trasaktion, Qualität perfekt, Lieferzeit optimal, es gibt nur Anlass zu positiver Rückmeldung! Immer wieder gerne! Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von wolfgang veröffentlicht
Gene oder Umwelt? Gene und Umwelt!
Joachim Bauer liefert einen gut lesbaren und sehr strukturierten Beitrag zur Debatte "Gene oder Umwelt"? Obwohl wir in der Schule v.a. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Else Kling veröffentlicht
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Ein gutes Buch. Plausibel, verständlich geschrieben und wissenschaftlich fundiert. Auf angenehme Art und Weise schafft Bauer es, eine so trockene Materie wie Hirnphysiologie... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Frumpy Frembgen veröffentlicht
Erfreulich: Inzwischen Thema eines SPIEGEL-Titels
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Vor 20 Monaten von Steve K.L.S. Milberg junior veröffentlicht
Mind meets Brain
Das Psychologie und Neurologie irgendwie zusammengehören müssen ist eigentlich klar. Aber lange war völlig unklar wie. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von tgmann veröffentlicht
Wissenerweiterung mit AHA Effekt
Joachim Bauer zeigt,wie in seinen anderen Büchern, die die Epigenetik behandeln, sehr anschaulich und vor allem für Laien verständlich wie aus "Psychologie Biologie"... Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Gisela Heumann veröffentlicht
Sehr interessant
Das Buch eröffnet neue Sichtweisen über Gene, von denen wir glauben, sie seine unveränderlich. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Bea Langhammer veröffentlicht
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