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Geburt und Stillen. Über die Natur elementarer Erfahrungen
 
 
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Geburt und Stillen. Über die Natur elementarer Erfahrungen [Broschiert]

Michel Odent
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 151 Seiten
  • Verlag: C.H. Beck Verlag (Mai 2000)
  • ISBN-10: 3406374182
  • ISBN-13: 978-3406374180
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,8 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 788.324 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
66 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Der Geburtshelfer Dr. Michel Odent ging in den 1970er Jahren in Pithiviers (Frankreich) erstmals andere Wege als die bis damals übliche Kreißsaalgeburt.

Um ihr Kind zu gebären, muss die Mutter sich unbeobachtet fühlen können; verhält sich jemand wie ein Beobachter oder gibt Anweisungen, ist das ein Störfaktor des Geburtsprozesses. Augenkontakt während der Geburt wirkt den Geburtskräften entgegen.

Betrachtet man die Geburt als unwillkürlichen Vorgang, dann ist die Vorstellung, dass eine Frau das Gebären lernen müsse, nicht länger aufrecht zu erhalten. Odent kritisiert Ferdiand Lamaze, den Vater der sogenannten Lamaze-Methode, der meinte, eine Frau müsse das Gebären lernen.

Der Autor verwendet für jene Faktoren, die dazu beitragen, dass die Frau sich vollkommen ungestört und unbeobachtet fühlt, den englischen Begriff "Privacy":
Im Dunkeln fühlt man sich weniger beobachtet. Ein gewisser Grad an Unordnung schafft Vertrautheit. Es ist einfacher, in einem kleinen Zimmer ein Kind zur Welt zu bringen, als in einem Großen. Wenn eine Frau mit Wehen ins Krankenhaus kommt, sollte sie sofort das Zimmer belegen können, in welchem sie ihr Kind zur Welt bringen wird. Ein Wechsel des Ortes während der Geburt führt häufig zu einer Geburtsverzögerung. Der Ort, an dem das Baby zur Welt kommt, sollte besonders warm sein.

Ein plötzliches Bedürfnis, etwas zu ergreifen und die Knie zu beugen, ist so typisch dafür, dass das Baby gleich kommt, dass sich jede vaginale Untersuchung erübrigt. Dies ist der Zeitpunkt, an dem sich viele Frauen ohne zu zögern ihrer Kleider entledigen. Es besteht das dringende Bedürfnis, ein wenig Wasser zu trinken. Die Pupillen der Frau sind vollständig erweitert.
Odent bemerkte, dass manche Frauen, meistens direkt bevor die Presswehen beginnen, auf mehr oder weniger direkte Art Angst ausdrücken. Falls es keine Einmischung von außen gibt und die Frau ihre Angst ohne Hemmungen ausdrücken kann, bauen sich die starken Kontraktionen ganz plötzlich auf und arbeiten so effektiv wie möglich.

Bei der Geburt kommt es nicht auf die Körperhaltung der Frau selbst an, sondern auf ihren Hormonhaushalt. Ihr Hormonhaushalt beeinflusst ihre Körperhaltung. Beim Beginn der letzten Wehen ist die beste Körperhaltung normalerweise eine, an die niemand im voraus gedacht hätte.

Genau wie während der Geburt sollte auch während der Nachgeburtsphase keinesfalls eine Position vorgeschlagen werden. (Es gibt nur eine absolut ungünstige Position: die Mutter liegt auf dem Rücken, in einer halb sitzenden Stellung, und das Baby liegt auf ihrem Bauch. Odent kritisiert, dass Geburtshelfer gerade diese Haltung oft vorschlagen.)

Die Mutter nimmt spontan eine Position ein, die dafür sorgt, dass der Blutverlust gering bleibt. Beim ersten Stillen koordinieren Mutter und Baby ihr Tun. Niemand "legt das Baby an die Brust". Der Kontakt mit den Augen und der Haut des Babys hilft der Mutter, die Hormone auszuschütten, die notwendig sind, um die Plazenta auszustoßen.

Odent streicht die Bedeutung der Vormilch (Kolostrium) für das Neugeborene heraus.

Zum Weiterlesen verweise ich auf "Die Wurzeln der Liebe", dort schildert der Autor die hier angesprochenen komplexen biochemischen Vorgänge rund um die Geburt noch eingehender.

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43 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Der Mensch ist ein Säugetier. Michel Odent, Arzt, der seit Jahrzehnten Frauen bei Hausgeburten begleitet und Forschungsleiter eines Gesundheitszentrums ist, beschäftigt sich seit langer Zeit mit diesem Thema. "Geburt und Stillen" ist ein provokantes und gleichzeitig visionäres Buch darüber, wie heutzutage mit Geburt umgegangen werden könnte. Wir sollen uns auf unsere Wurzeln und wahren Bedürfnisse besinnen, statt immer mehr der Technik zu vertrauen. Im Zeitalter von Wunschkaiserschnitt und "Heimüberwachungsgeräten" für Säuglinge schreit dieses Buch regelrecht nach einer Rückkehr zur Natur. Frauen müssen nicht länger gebären lassen, sondern können wieder Selbstvertrauen in ihren Körper gewinnen, um ihre Babys auf eine sanfte Weise zur Welt zu bringen. Dazu müssen sich aber in den Köpfen der Menschen (werdende Eltern ebenso, wie Ärzte und Geburtshelfer) einige Sichtweisen über die Geburt ändern.

Odent gibt hier kein Handbuch zum Besten, sondern eher einen teils etwas wissenschaftlich, aber dennoch auch für Laien verständlich formulierten Ratgeber mit gesellschaftskritischem Blickwinkel.
Warum sterben in Holland, wo die Hausgeburtsrate enorm viel höher ist als bei uns, weitaus weniger Babys während oder kurz nach der Geburt als im Rest der "entwickelten Welt", wo die meisten Kinder im Krankenhaus zur Welt kommen?

Wie kann die hohe Zahl an Kaiserschnitten, Zangen-/Saugglockengeburten, die fast schon obligatorische Gabe von Schmerz-, Betäubungs- sowie geburtsfördernden Mitteln auf ein Minimum reduziert werden? Warum kann der moderne Inkubator für Frühgeborene überflüssig gemacht werden? Was haben Kolostrum und langes Stillen mit Gesundheitsvorsorge in der Gesellschaft zu tun? Antworten dazu liefert Odent. Und sie scheinen so einfach - warum hört bisher kaum jemand darauf?

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39 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Odent, der seit Jahren im Bereich natürliche und sanfte Geburt forscht, schreibt von seinen Erfahrungen mit verschiedensten Geburtssituationen. Mit Blick auf die Säugetiere in freier Wildbahn und unter Forschungsbedingungen versucht er, die elementaren Vorgänge und Erfahrungen während der Geburt und kurz danach zu veranschaulichen und führt deutlich vor Augen, wie weit wir uns von diesen bereits entfernt haben. Odent plädiert für eine Rückkehr zur natürlichen Geburt, bei der der Frau wieder Vertrauen in ihre eigene Kräfte und Emotionen gegeben wird - und zeigt auf der anderen Seite die zum Teil gefährdenden Aspekte der heutigen, als normal betrachteten Krankenhausgeburt auf. Ein Muß für jeden, der sich mit dem Thema Hausgeburt beschäftigt.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Nur zur Hälfte brauchbar
Die erste Hälfte hat mir noch ganz gut gefallen, da geht es um die Wichtigkeit von "Privacy" und einige seiner persönlichen Erfahrungen mit Hausgeburten. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Couscous veröffentlicht
Ein Must-Have für jeden Vertreter natürlicher Geburten und...
Wer ohnehin der Meinung ist, dass man sich verstärkt auf die Natur des Körpers besinnen sollte, wenn es um so elementare Vorgänge wie Schwangerschaft / Geburt /... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Chui veröffentlicht
natürliche Geburt- super Lektüre auf dem Weg zum normalen...
Die Bücher von Michel Odent sind einige Jahre alt und haben doch nichts von ihrer Aktualität und Wahrheit verloren. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Anonymus veröffentlicht
Herausragend!
Das Buch ist ein Muss für alle, die etwas mit der Geburt zu tun haben, Das Wichtigste bei der Geburt hat unsere Gesellschaft leider vergessen - und zwar, dass die Mutter eine... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Mira veröffentlicht
Keine Hilfe
Michel Odent zieht in seinem Buch Vergleiche der Geburt von Säugetieren zum Menschen. "Wir sind auch ein Säugetier und deswegen muss die Geburt so verlaufen" ist seine... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von M. Bernreuther veröffentlicht
Geburt und Stillen
Ich bin 60 Jahre alt, Mutter von Hausgeburtskindern und Heilpraktikerin für Kinder. "Geburt und Stillen" von Michel Odent lohnt sich. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Februar 2010 von Ursula Gruber
Pflichtlektüre für alle werdenden Mütter!
Dieses Buch sollte wirklich zur Pflichtlektüre jeder werdenden Mutter werden. Ich glaube, dann hätte kaum eine Frau mehr Angst vor einer normalen Geburt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Mai 2009 von Karu
Doktorarbeit
Inhaltlich mag das Buch sehr gut gelungen sein, aber es ist nichts Praktisches oder Informatives für eine werdende Mutter drin, sondern eher eine gelungene Doktorarbeit -... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. April 2009 von A. Küchler
Wichtige Einsichten
War das wichtigste Buch meiner ersten Schwangerschaft noch "Das Stillbuch" von Hannah Lothrop, so war es in der zweiten Schwangerschaft dieses Büchlein, das mir meine Hebamme... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Dezember 2007 von lindenlicht
Einfühlsames Plädoyer für die Privatsphäre...
Odent tritt für eine möglichst ungestörte Geburtssituation ein. Helles Licht, laute Geräusche, viele Menschen verkomplizieren den Geburtsverlauf... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. November 2007 von Sabine Bauer
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