Ich bin Birgit Baader für dieses Buch so unendlich dankbar!
Nach der Geburt meiner ersten Tochter im Jahr 2009 war ich überglücklich und stolz. Wir hatten mit unserer Beleghebamme im Krankenhaus eine harmonische Wassergeburt ohne Schmerzmittel oder sonstige medizinische Interventionen. Unser Kind war "pflegeleicht" und entwickelte sich prächtig. Dennoch fühlte ich, dass für mich irgend etwas gefehlt hat.
Nach der Geburt las ich die Bücher von J. Liedloff und M. Odent. Diese setzten in mir soviel in Bewegung, dass ich fast alle Meinungen und Ansichten über das Mutter werden und Mutter sein über Bord warf, von denen ich bisher überzeugt war. Am liebsten hätte ich die ganze Schwangerschaft und Geburt nochmal wiederholt - mit meinem jetztigen Wissen!
Dann 2010 war die Elternzeit vorbei und ich ging wieder arbeiten - und wurde wieder schwanger. Gefangen in der Routine des Alltags verblassten meine Eindrücke und Erkenntnisse. Erst kurz vor dem Geburtstermin (ca. 4 Wochen vorher) begann ich mich ernsthaft auf die Geburt vorzubereiten. Ich fühlte mich gut. Mit meinem Baby war ich bereits in intensivem Kontakt. Ich spürte, was es tat und dass es ihm gut ging. Die Vorsorge-Untersuchungen fanden bei meiner Hebamme statt (die selbe wie beim ersten Kind). Meine Frauenärztin übernahm nur die drei Ultraschall-Untersuchungen. Alles Bestens. Ich begann mich mit speziellen Atem- und Entspannungstechniken (Stichwort: Hypnobirthing) auf die Geburtsarbeit vorzubereiten. Diese trainierten Techniken halfen mir sehr im Ausnahmezustand der Geburt - aber beim Üben fühlten sie sich nicht ganz vollständig an. Erst beim Lesen dieses Buches, spürte ich wie sich all meine Spannungen, Sorgen, Ängste und Erwartungen quasi in Luft auflösten. Ich kam ganz langsam zu mir selbst. Ich konzentrierte mich auf meinen Körper mein Gefühl und mein Baby.
Der berechnete Termin verstrich (logisch). Zehn Tage später spürte ich vormittags endlich die ersten leichten Wehen. Sie waren unregelmäßig und gut zu ertragen. Ich ging damit einkaufen, besuchte mit Familie und Freunden das Kinderfest unserer Kita, scherzte mit meinen Freundinnen über meine Kugel und über meine "schönen" Wehen - ja, sie waren schön. Ich spürte, dass mein Körper das dafür vorgesehene Programm gestartet hat und das alles gut war. Zuhause hatten wir alles für die Geburt vorbereitet, denn dieses mal wollte ich die Geburt ganz rein und ohne Ablenkung erleben. Und so war es auch. Während dieser leichten Wehen öffnete sich die Fruchtblase. Zuhause angekommen, gab ich meiner Freundin und meinem Mann noch ein paar Instruktionen und verständigte die Hebamme. Dann, endlich, stieg ich in den Geburtspool und konnte mich zu 100% auf die Geburt einlassen. In den Fenstern brannten Kerzen, im Hintergrund lief meine Entspannungsmusik. Ich spürte keine Schmerzen. Nur unbändige Energie. Eine alles überrollende, unglaublich mächtige Urkraft. Überwältigend. Nach gerademal anderthalb Stunden wurde meine Tochter geboren. Im Wasser. Ohne Geburtsverletzung. Die Hebamme schaffte es gerade noch bei den letzten vier Wehen dabei zu sein.
Und dieses mal fühlte es sich vollständig und richtig an. Alles war so wie es sein sollte. Ich wünsche jeder Frau und jedem Baby, dass sie dieses Geburtsfest feiern.
Danke an Birgit Baader.