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Gebt den Juden Schleswig-Holstein!: Wenn Deutsche Israel kritisieren - ein Streit -
 
 
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Gebt den Juden Schleswig-Holstein!: Wenn Deutsche Israel kritisieren - ein Streit - [Taschenbuch]

Henryk M. Broder , Erich Follath
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 176 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (21. Juni 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442102294
  • ISBN-13: 978-3442102297
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 343.298 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Eine Polemik, die sich gewaschen, in der Politik nichts ihresgleichen und einen Reichtum an prima Pointen hervorgebracht hat. Das reine Lesevergnügen!" (Mein schönes Zuhause, 06/10)

Kurzbeschreibung

Jenseits von verlogener Political Correctness und ritualisierten Schuldzuweisungen

Wie viel Kritik an Israel ist erlaubt? – Israel ist die einzige Demokratie im Nahen Osten, aber auch eine Besatzungsmacht, die Menschenrechte verletzt. Sollen wir uns als Deutsche angesichts unserer Geschichte mit Kritik an diesem Staat zurückhalten? Oder verpflichtet uns die Vergangenheit im besonderen Maße dazu, Missstände anzuprangern? Zwischen den SPIEGEL-Reportern Erich Follath und Henryk M. Broder hat sich über diese brisanten Fragen eine Debatte entsponnen. Mit großer Lust an der Auseinandersetzung und mit sprachlicher Brillanz feuern die beiden Israel-Kenner die Argumente aufeinander ab – als befreundete Kollegen, was sie jedoch nicht daran hindert, vom Dialog zum Angriff überzugehen.


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46 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Wenn Deutsche Israel kritisieren", so der Untertitel des vorliegenden Buches, ist Streit vorprogrammiert und eine Menge teilweiser verlogener, teilweise anpasserischer political correctness ist im Spiel.

Bei dem hier dokumentierten, hauptsächlich über lange E-Mails ausgetragener Streitgespräch zwischen dem jüdischen Journalisten Henryk M. Broder, der bekannt dafür ist, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt und der immer wieder die bundesdeutsche Öffentlichkeit wegen ihrer Haltung zu Israel und zuletzt noch häufiger wegen der Anpassung vieler intellektueller Eliten an den Islam heftig und polemisch kritisiert hat ("Hurra, wir kapitulieren!" und "Kritik der Toleranz'"und dem diplomatischen Korrespondent des Spiegel Erich Follath, der seinerseits nicht nur das Land Israel durch viele Aufenthalten gut kennt, sondern auch durch zahlreiche Reportagen über den Nahen und Mittleren Osten sich einen Namen gemacht hat als profunder Kenner der dortigen Lage und seiner schwierigen Ätiologie.

Die Leitfragen, um die es geht sind:

· Wie ist es zu bewerten, wenn die einzige Demokratie im Nahen Osten, Israel, als Besatzungsmacht Menschenrechte verletzt ?
· Sollen insbesondere Deutsche sich mit ihrer in der Sache berechtigten Kritik an der Politik Israels zurückhalten ?
· Oder ist es nicht gerade die Vergangenheit und das auch von Angela Merkel immer wieder betonte besondere Verhältnis ("Staatsräson"), das uns verpflichtet, dortige Missstände zu benennen ?
· Kann man von Deutschland aus Israel behandeln wie jedes andere Land ?

Die Debatte, die Broder und Follath hier führen ist scharfzüngig und extrem streitfreudig, immer aber von gegenseitigem Respekt geprägt. Das macht die Lektüre dieses Buches völlig unabhängig, davon, welches der zahllosen Argumenten pro und contra man jeweils überzeugend findet, zu einer erhellenden und unterhaltsamen Lektüre, die zeigt, wie man heute auch noch streuten kann, ohne "political correctness" allein mit den scharfen Waffen der Vernunft und des Arguments, die aber die Leidenschaft für eine Sache nicht aus dem Blick lässt.

Die beiden sind befreundete Kollegen und scheuen sich dennoch nicht, den jeweils anderen hart anzugreifen. Ein Resümee ist schwer zu ziehen, zu differenziert und vielfältig ist die Themenpalette.
Wer sich einen Überblick verschaffen will über diese oft nur verdeckt geführte Debatte, wer seine eigene Meinung vertiefen und mit Argumenten versehen will oder wer einfach nur einmal Lust hat an einer Debatte, wie man sie in unseren Medien heute so nicht mehr findet, weil da keiner länger als zwei, drei kritische Sätze aneinander reihen darf, eher er unterbrochen wird, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt.
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10 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von T. Hofbauer VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Broder und Follath stehen für Journalismus, der nicht in der Tradition des Springer-Verlags steht. Sicherlich ist ihr politischer Hintergrund für die heutige junge Generation manchmal schwer nachzuvollziehen, aber gerade deswegen ist dieses Buch so interessant. Diese beiden Experten (ich denke man kann sie getrost als solche betrachten) tauschen sich per e-mail über die Thematik Israel, Juden (was für mich eindeutig nicht das selbe ist), Palästina, Iran usw. aus. Sie beleuchten, aufgrund ihrer unterschiedlichen Position, die Thematik des Nah-Ost-Konflikts von anderen Blickwinkeln. Und auch wenn sie die Meinung des Anderen mit Argumenten (manchmal mehr, manchmal weniger faktenbasiert) auszuhebeln versuchen, die Stellung des Anderen akzeptieren und ihr Gegenüber respektieren. Gerade dieser Aspekt macht dieses Buch und die e-mails so spannend. Es ist ein Schlagabtausch auf hohem Niveau und es bedarf schon einer gewissen Hintergrundkenntnis des Lesers, um den Inhalt zu verstehen und zu würdigen.
Es gibt allerdings auch zwei Aspekte, die mir etwas zu kurz geraten sind - die Religion und die Beantwortung des Untertitels. Ich denke, dass genau dies eine der Hauptprobleme im Nahen Osten ist. Die zentrale Frage ist doch: Sind Juden ein Volk oder eine Religionsgemeinschaft? Ich denke, diese Frage muss jeder für sich beantworten und ich denke, dass Follath und Broder dabei möglicherweise auch unterschiedliche Antworten hätten. Desweiteren vermisse ich eine etwas klarere Stellungsnahme zum Frage des Untertitels, die - wie auch bei der Frage zuvor - jeder für sich selbst beantworten muss.
Für Politikinteressierte, für diejenigen, die sich mit dem Nah-Ost-Konflikt näher beschäftigen oder für jene, die gerne einen ironisch, sarkastischen und qualitativ hochwertigen Schlagabtausch mögen, ist dieses Buch wärmstens zu empfehlen. 5 Sterne.
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11 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ein Buch über ein anderes Land, aber eben doch über uns, unsere Geschichte und unsere Aussenpolitik. "Gebt den Juden Schleswig-Holstein" ist leicht verständlich geschrieben, es fordert uns alle zum Diskutieren heraus, nicht nur die Eingeweihten. Sehr zu empfehlen.

Noch besser als das Buch wäre natürlich, Follath und Broder in einer Live Diskussion mitzubekommen. Das Interesse wäre sicherlich groß, siehe Goldhagens öffentliche Diskussionen mit deutschem Publikum in den 90er Jahren. Vielleicht läßt sich das ja arrangieren.
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