Ich habe mir das Buch gekauft, weil ich schon andere Bücher der Reihe "Gebrauchsanweisung für..." gelesen habe. Alles in allem finde ich auch, dass die Autorin die "Seele" Wiens gut erfasst hat und diese auch mit Humor beschrieben hat. Ich selbst habe 10 Jahre in Wien gelebt und habe die Stadt ähnlich erlebt.
Leider musste ich ein paar Fehler entecken, so heißt der Ex-Minister Erhard Busek (und nicht Eberhard!),außerdem nennt man in Wien Kuchen, Torten etc. nicht "Bäckerei", sondern "Mehlspeisen", da man unter Bäckerei in Ostösterreich so etwas wie Vanillekipferl, Linzer Augen, Zimtsterne etc. versteht.
Noch ein negativer Punkt: Das Buch wirkt etwas wirr durcheinander und manchmal meint man, man liest eine Biographie der Autorin, die sich (und ihre adeligen Bekannten) schon relativ oft in den Mittelpunkt rückt.
Trotzdem 3 Sterne, weil es ein kurzweiliges Lesevergnügen ist.
An alle Nicht-Österreicher: Hände weg von diesem Buch, falls es als "Reiseführer" dienen sollte, viele Episoden und Namen sind nur Österreichern verständlich, also gewissermaßen "Insider-Schmähs" (z.B. die Geschichte mit dem deutschen Touristenpaar, das Schnitzel mit Tunke und Klößen im Beisl bestellen will..eine Aufklärung bleibt die Autorin den nicht-österreichischen Lesern schuldig, die öster. Leser kennen sich eh aus).