20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Toskana - I love you!, 10. Juni 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Gebrauchsanweisung für die Toskana (Gebundene Ausgabe)
Barbara Bronnen schrieb mit der "Gebrauchsanweisung für die Toskana" ein Buch, dem man beim Lesen auf den ersten Blick anmerkt, wie sehr sie die Toskana und ihre Leute liebt. Neben allgemeinen Informationen, wie zum Beispiel mit sehr gelungenen Kapiteln über, Haus(um)bau, albanische Einbrecherbanden oder das toskanische Brot führt die Autorin auch durch die gesamte Toskana und macht dabei in jedem grösseren Ort halt - erzählt von persönlichen Erlebnissen und gibt mitunter sogar Tipps.
Ich bin selber grosser Toskana-Liebhaber und konnte mich beim Lesen im Buch immer wieder selbst finden. Es ist wirklich so, wie Barbara Bronnen es beschreibt. Trotzdem gebe ich dem Buch nur 4 Sterne. Dies aus einem einfachen Grund: Die (häufig) verwendeten italienischen Wörter sind zum grössten Teil falsch geschrieben - das nervt einfach! Da hätte sich der Verlag beim Lektorat mehr an der Nase nehmen können.
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Romantisierende Selbstverwirklichung, 26. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Gebrauchsanweisung für die Toskana (Gebundene Ausgabe)
Ich habe mir das Buch gekauft, weil ich ein Buch zu Amsterdam aus dieser Reihe gelesen habe und die vielen netten Hintergründe zu Amsterdam, den Menschen und deren Denken und Treiben sehr spannend fand. Man erfuhr eine Menge über Stadt und Leute und das Warum und Wieso für viele Dinge, die man als Tourist beobachten kann. Das Buch zur Toskana nervt aber total! Ich konnte es nicht annähernd zu Ende lesen:
Die Autorin verliert sich in langatmigen, überdrehten Beschreibungen. Sie ist stets nur bemüht, scheinbare brillante Formulierungen zur Schau zu stellen. Und das, was an Hintergründen zu Land und Leuten erzählt wird, hilft und packt weder vor noch nach einem Toskana-Urlaub.
Das, was man erwartet hätte - nämlich mehr über das Land zu erfahren, als es geschichts- und kunst-/kulturfokussierte Reiseführer bieten (können) - bekommt man hier keinesfalls geboten. Das Buch strotzt nur so von Liebeserklärungen der Autorin, die nur dann interessant sein dürften, wenn man selbst hoffnungslos diesem Land verfallen ist. Denn Frau Bronnen verliert regelmäßig die Bodenhaftung und romantisiert ohne jegliche Selbstreflexion.
Oder wer will wirklich Absätze lesen wie folgenden (S. 84): "Es ist ein märchenhafter Morgen und ich bereue es nicht, wieder einmal zu früh aufgewacht zu sein. Dieses geheimnisvolle Licht, dieser Geruch nach Tang und diese Perle, der Platz der Wunder, der weißleuchtende Stein, der helle Sand zu meinen Füßen, daneben der Fetzen einer verblichenen Trikolore. Nicht nur der schiefe Turm, nicht nur Pisa, auch die Geschichte, die ganze Welt sind auf Sand gebaut."
Derartige gequält philosophisch anmutenden Infos lassen nur einen Schluss zu: Es lohnt nicht Bücher dieser Reihe zu kaufen, denn der Verlag scheint bei seinen "Gebrauchsanweisungen" keinerlei klare redaktionelle Leitlinien zu verfolgen. Sonst wären die Bücher zu Amsterdam und zur Toskana nicht so grundsätzlich unterschiedlich, so derart auseinander klaffend in Stilistik und Wirkung auf den Leser.
Wirklich Schade, wo das Konzept so viel versprechend klingt. Und auch wirklich Schade, dass die hier und da interessanten Dinge und Erlebnisse zur Toskana bei Frau Bronnen derart überlagert werden von ihrem scheinbaren Trieb zu dichterischen Selbstverwirklichung.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Salbaderei, 9. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Gebrauchsanweisung für die Toskana (Gebundene Ausgabe)
Ich habe es nicht geschafft, mehr als 50 Seiten dieses Buches zu lesen: Um die betuliche Art des verliebten Beschreibens von Banalitäten zu ertragen, braucht es Nerven wie Drahtseile. Nahezu jedes Objekt der Betrachtung wird mit zwei Adjektiven geschmückt, von denen immer mindestens eines "gutes" oder "frisches" ist, meist werden aber beide kombiniert.
Nach einigen durchweg guten und unterhaltsamen Bänden der Reihe "Gebrauchsanweisung für ..." war dieses Buch für mich ein Reinfall.
Toskana-Freunde, welche Ihre Bibliothek unbedingt komplettieren wollen, sollten allenfalls ein gebrauchtes Exemplar bestellen und das so gesparte Geld besser in eine Flasche Chianti investieren.
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