Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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83 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Aufklärung für Nichtschotten" in sympathischem Schreibstil, 21. Mai 2005
Bei der "Gebrauchsanweisung für Schottland" von Heinz Ohff handelt es sich um eine perfekte Vorbereitung für Schottland-Interessierte! Das Buch ist informativ, amüsant und äußerst gut zu lesen. Herr Ohff, Jahrgang 1922, besitzt einen der sympathischsten Schreibstile, die ich bisher kennen gelernt habe. Er verfügt über die Fähigkeit, den Leser für dieses Land zu begeistern, ihn gleichzeitig aber nicht mit persönlichen Eindrücken und Meinungen zu überfordern. Auch wenn er natürlich - wie jeder Mensch - seine Vorlieben hat, werden diese dem Leser dieser "Gebrauchsanweisung" nicht krampfhaft aufgedrängt. Dennoch macht jedoch gerade auch das Persönliche, das Selbst-Erlebte, den Reiz dieses Buches aus! Das Buch besteht aus 21 Kapiteln, mit u.a. folgendem Titeln: Schottland ist nicht England; Das Wasser des Lebens (Anm.: Whisky ist hier gemeint:); Highlands, Lowlands; Edinburgh versus Glasgow; Im Tal von Glencoe; Wie man Monroist wird; Ein Kapitel über die schottische Sprache; Shetland, die Orkneys und zweimal Scapa Flow; Geiz und Aberglaube. Es sticht immer wieder die gute Recherche des Autors hervor - Heinz Ohff beruft sich auf zahlreiche Buchtitel (von Fontane, Sir Walter Scott, Robert Burns ...) jedoch auch gerne auf aktuelle Statistiken; dies hat die praktische Folge, dass sich die im Anhang erschienene Bibliographie auf über zwei Seiten erstreckt - hier findet Schottland-Enthusiasten sicherlich noch das ein oder andere Buch, soz. zum weiteren Informieren *lach*. Im einzelnen verrät der Autor Insider-Tipps, die nicht in jedem Reiseführer aufgezählt sind (ich hoffe deshalb, dass der "gewöhnliche Schottlandbesucher" nicht unbedingt dieses Buch liest *lach*), er erzählt viel über die Geschichte Schottlands, über die Rivalitäten zwischen England und Schottland, die Erfindungen berühmter Schotten werden genannt (Schotten haben prozentual, also auf die Einwohnerzahl umgerechnet, mehr erfunden als Engländer!): Seife, Whisky, die Vollpension, das Telefon, der Asphalt, die soziale Marktwirtschaft, Penicillin, ... Weiterhin erfährt der Leser durchaus wissenswerte Dinge über Sitten, Bräuche, Liedtexte, Gedichte, berühmte Persönlichkeiten usw., so z.B. den Hintergrund des Liedtextes zu "Loch Lomond". Also, befolgen Sie Herrn Ohffs Rat und lesen sie den Schottland-Reiseführer erst nach Ihrer Reise in dieses Land (erkunden Sie das Land auf eigene Faust) - diese Gebrauchsanweisung können Sie jedoch durchaus zuvor lesen! Da dieses Buch durch und durch liebevoll, fesselnd und eben äußerst sympathisch geschrieben ist, vergebe ich an dieser Stelle sehr gerne 5 Sterne!
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82 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Wie kann ein Buch, 12. September 2004
Eine Gebrauchsanweisung für Schottland? Der Titel hat mich aufhorchen lassen - sollte ich hier etwa ein Buch in Händen halten, mit dem ich in der Lage wäre das Land auf Anhieb zu begreifen - zu verstehen wie Schottland tickt? Unter einer Gebrauchsanweisung stellt man sich doch zuerst etwas in die Richtung vor wie: "Sie müssen den Nippel durch die Lasche ziehen!", oder "Legen Sie Brett A an die Fugen von Brett B, wie in der Bauanleitung aufgezeichnet in Schritt 1.2.3c!" - so oder so ähnlich ist es doch, oder? :-) Um es vorwegzunehmen! Auch dieses Buch vermag uns nicht den endgültigen Beweis zu erbringen, ob "Nessie" tatsächlich in den düsteren Gewässern von Loch Ness anzutreffen ist. Die Frage nach der Unterbekleidung eines Schotten unterm Rock hingegen erübrigt sich nach diesem Buch völlig. :-) Nach diesem Buch begreift man endlich welch "Kapitalfehler" es ist Schottland England zuzuordnen. Die geologisch recht dichte Nachbarschaft der beiden Nationen muß ein reines Zufallsprodukt sein, bzw. eine wahrscheinlich schlechte Laune der Natur. Aaaaber die Schotten dürfen hoffen, schließlich sind die "Platten" unserer Erde in Bewegung und ermöglich so evtl. ein auseinandertriften der Insel(n) dort in der Nordsee... Jede Menge Querverweise auf Schottlandbeschreibungen großer Schriftsteller wie Fontane, Samuell Johnson und James Boswell, sowie Sir Walter Scott machen Lust und Laune auf dieses Land in dem angeblich geizige, in Röcke gekleidete Männer komische Töne aus Luftsäcken pressen und sich am Whisky berauschen. Die Erkenntnis, dass nahezu alles Schottenwitze "hausgemacht" sind findet sich in diesem Buch und stimmt hoffnungsvoll, auf ein Volk, dass durchaus in der Lage ist über sich selbst zu lachen. Dem Rat "Runter von den Highways um was zu sehen" wird auf jeden Fall Folge geleistet! Im Bestreben nach einer Individualreise gegenüber einer organisierten Rundreise wird man ebenfalls, unterstrichen durch eine Vielzahl guter Argumente, bestärkt. Haben Sie schon einmal die Überlegung angestellt, ob ein Buch charmant sein kann? Der Charme geht immer vom Autor aus? O.k. - er ist es letzten Endes der mit dem Leser zu flirten beginnt, die Buchstaben so zusammenbaut, dass etwas lesenswertes dabei herauskommt - aaaaber DIESES BUCH ist charmant - und ich behaupte es liegt nicht an der Wortwahl des Autors alleine! Das Thema dürfte es charmant, oder sagen wir doch lieber reizvoll genug erscheinen lassen. Der einzige Grund hier einen Stern abzuziehen ist die Tatsache, dass Sie im Buch kein einziges Bild zu Schottland finden werden, Sie müssen entwender umschalten auf Kopfkino, oder einen Bildband über Schottland in Reichweite belassen, um immer mal wieder optisch einzutauchen in diese von Heinz Ohff so wunderbar beschriebene Ecke der Welt!
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Vor und nach der Reise zu lesen, 2. September 2007
Mehr durch Zufall hab ich dieses Buch zweimal gelesen: einmal vor meiner Reise nach Schottland, einmal während und danach......... ich hab es beide Male genossen!
Heinz Ohff schafft es, dem Leser dieses Land näher zu bringen, er verzichtet es, jede Sehenswürdigkeit aufzuzählen, stattdessen beschränkt er sich auf typische Dinge wie die "Rivalität" zwischen Glasgow und Edinburgh, er doziert über Whiskey (wie schön, wenn man dies alles kurz zuvor gesehen hat!), spricht über Walter Scott und Robert Burns und bringt viel(e) Geschichte und Geschichten wie z.b. über Bonnie Prince Charles und Flora McDonald. Natürlich alles subjektiv, doch immer mit viel Respekt und Liebe zu Schottland. Manches, das man vor der Reise liest, bleibt nicht so im Gedächtnis; liest man es danach, tauchen wieder die Bilder der wunderbaren Landschaft auf und man bekommt sofort wieder "Heimweh".
Ich denke, man kann vieles besser verstehen, wenn man das Buch gelesen hat, und auch wenn man nicht immer seiner Meinung ist, so stört das keineswegs. Ohff geht weg von dem "Kilt-Dudelsack"-Bild, das noch immer in den Köpfen der Menschen spukt und dringt tiefer in die Mentalität der Menschen ein. Ich hab mich in vielem von dem, was er beschreibt oder sagt, wiedergefunden (Glasgow besitzt einen eigenen, raueren Charme und wurde uns in wenigen Tagen zu einer Stadt, in der wir "zu Hause" waren).
Wer einen kompletten Reiseführer erwartet, sollte die Finger von diesem Buch lassen. Wer hingegen Freude an Geschichten über dieses Land hat, wer niveauvolle Unterhaltung schätzt und mehr über das Land und die Menschen wissen will, wer nach seiner Reise noch ein wenig "träumen" und schmunzeln will, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen!!!
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